Nie wieder Dosenravioli! Nie wieder!
Albtraum aus Kindheit und Studententagen – verschwinde aus meinem Leben. Alleine der Geruch ist eine Beleidigung für jede pastaphile Nase. Obwohl, Ravioli kommt von einem Ausdruck für “Reste” (rabioli) aus der Gegend um Genua.

Ravioli zum herzen
Wie wohlschmeckend derlei “Reste” sein können, erfährt man auf süditalienische Art unweit des Stuttgarter Platzes in Charlottenburg bei Mani di Fata. Feenhände kneten und falten eifrig nicht nur die gefüllten Teigtaschen. Tagsüber eine der nettesten Adressen für eine nudelige Mahlzeit nicht nur in Form von Ravioli, sondern natürlich auch allen möglichen weiteren Pastasorten. Besonders fein finde ich die Rote-Beete-Ravioli, die in Herzform serviert werden. (Wobei ein direkter Vergleich mit dem schönen Rezept von Richensa natürlich auch sehr spannend sein dürfte.)
Winzig wirkt der Laden mit seinen vier Tischen, die im Schatten der riesigen Kaffeemaschine zu verschwinden scheinen (prachtvoller Espresso zu 1,60). Freundlich-modern wurde der Raum gestaltet, in dem auf roten Stühlen vor einer kupferfarbenen Wand Platz genommen werden kann, so es welchen gibt.
Täglich steht eine neue, frische Auswahl an Gerichten für um die 7.- Euro

Eigentlich will ich alles...
bereit und die Geräusche aus dem Raum hinter dem Tresen verraten, dass die Hände der Fee gerade weiteren Teig bezaubern. In der Vitrine werden Käse, Salsiccia und Pasta auch zum nachhausetragen angeboten. Darüber hinaus sind süsses Gebäck, Öle, Marmeladen und Gewürze im Angebot. Auch Catering wird angeboten.
Bei schönem Wetter kann auch draußen, an der schönen Leonhardtstraße, gespeist werden. So schmecken “Reste” am besten.

An der schönen Leonhardtstraße
Leonhardtstraße 4, 14057 Berlin-Charlottenburg. Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-17 Uhr
reichlich belohnt. Erst wenige Stunden vor dem eigentlichen Termin werden die Anschrift und weitere notwendige Geheiminformationen per Mail mitgeteilt.
abgestimmte Weine und sehr angenehme und unaufdringliche Gastgeber in einem unbeschwert-privaten Ambiente – ein perfekter Abend. Die zu entrichtende Spende (von 50 Währungseinheiten) am Ende des Abends ist sehr angemessen.
McDonald oder im Home of the Whopper mit goldenen Pappkrönchen zum Kindergeburtstag und nach einer Handvoll Plastik-Giveaways sind sie nun im Erwachsenenalter angelangt und möchten ihre Kindheitserfahrungen neu beleben. Also: Nach geraumer Wartezeit an einem Tresen, Verzeihung: counter, mit einem Plastiktablett voll bunter Pappkulinarik davonwatscheln; nur, dass die Sättigungsgegenstände nunmehr keine schottischen, sondern italienische Namen haben.
