Lancia Lifestyle Lounge (Mitte)

Fahren und Trinken. Das ist Lebensgefühl. Hunger auf Stil. Durst auf Design.

Etliche der Schauräume für Automobilisten entlang der Friedrichstraße und Unter den Linden verknüpfen Pferdestärken mit Kalorien und Designobjekten. Auch Lancia macht mit.

Fahren und Trinken. Drink and Drive? Nun gut, Lancia hat sich als Lancia LoungeKooperationspartner keinen Grappa-Produzenten herbeizitiert, sondern setzt auf Espresso der Marke Illy.
Die „Lifestyle Lounge“ (to lounge = faulenzen; the lounge = eleganter Warteraum verrät das Pons Kompaktwörterbuch) ist schon schön schick. Fläzige Couchgarnituren, unbequeme Barhocker, schwarz-weiß kontrastierende Farben, geschicktes Beleuchtungsdesign, modemeinende Zubehör-Accessoires, gähnende Leere.
Es fällt leicht, sich diesen Raum mit einer gut gekleideten, belanglos plaudernden, mit C-Prominenz durchsetzten Meute vorzustellen. Leider kam während meines Aufenthaltes kein einziges langwimpriges Gucci-Mannequin hereingehuscht, kein eleganter Beau im Tom-Ford-Anzug schreitet in handgenähten Budapestern über den roten Teppich (jawohl: beim Eintreten fühlt man sich wie ein Star; nur dass niemand applaudiert). Ich bleibe alleiniger Gast.

Fahren wir fort und trinken Weiterlesen

Silber Antik Café (Charlottenburg)

Erprobte West-Berliner erinnern sich noch an den „Parkplatz an der Leibnitzstraße“. Seit einigen Jahren ist hier ein Piazza-ähnliches Ensemble von Architekt Hans Kollhoff bestrebt, mit Leben gefüllt zu werden.

An einigen Stellen funktioniert das ganz gut. So ist mit dem Umzug des „Il Calice“ schon die erste Fangemeinde auf italienisch-kulinarische Art herübergeschwappt. Die Wohnungen sind auch zunehmend vergeben worden. Spürbar zumindest dadurch, dass sich Neumieter über die Lautstärke des Brunnens am Platze beklagen.

Eine neue Fangemeinde rekrutiert das liebevoll geführte Antik Café. Alle Möbel, Weiterlesen

Montevideo (Schöneberg)

Toller Blick auf einen der schönsten Plätze Berlins, daher stets proppenvolle Terrasse. Innen unspektakulär und geräumig mit Kinder-Ghetto-Ecke. Schöne offene Weine, die der entspannte Service auch bringt, wenn man Geduld hat. Küche unspektakulär und wenig kreativ inspiriert, auch wenn die Speisekarte als Weltreise daherkommen möchte. Nein, nennen wir die Küche ruhig langweilig und dabei recht happig bepreist. Jedes noch so popelige Langweilergericht ist ca. 3.- Euro zu teuer.

Lage bezahlt man halt nicht nur am Brandenburger Tor.

Viktoria-Luise-Platz 6,10777 BerlinSchöneberg

Tel: 213 10 20