Polizeihistorische Sammlung

Zu den kuriosen Ausstellungsorten der Hauptstadt, die nur eine ungenügende Würdigung durch die Öffentlichkeit erfahren, zählt ohne Zweifel (neben beispielsweise dem Friseurmuseum in Marzahn) die Polizeihistorische Sammlung im Flughafen Tempelhof.pict0163

Betritt man die Räumlichkeiten, zuckt das anwesende Ausstellungspersonal förmlich zusammen. Das Einwerfen der Eintrittsspende (zwei Euro) in eine Art Spendenbriefkasten, tönt unnatürlich laut.
In der Regel hat man die Ausstellung dann auch für sich alleine. Die perfide-gewitzten Öffnungszeiten verhindern sowieso einer breiteren Öffentlichkeit den Zugang.

Die Ausstellung selbst ist allerdings schon interessant. Unterschiedliche kriminelle und kriminale Themenbereiche und aufgebaute Szenarien führen in die dunkelsten Abgründe des Moloch Berlin.
Historische Uniformen, Panzerknacker (ein Raum ist den Brüdern Sass gewidmet, die den Schweißbrenner als nützliches Utensil zum öffnen der Geldtresore entdeckten) und die Geschichte der brüchtigten Ringvereine wird geschildert.
Der Nachlass eines Einbrechers ist zu sehen und könnte zur Fortbildung von Schlüsseldienstmitarbeitern dienen.

Und auch der kuchenfreudige geniale Kommissar vom Alex, Ernst Gennat (auch „der volle Ernst“ genannt) wird angemessen gewürdigt.

Also: statt Pergamonmuseum….

Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin-Tempelhof
http://www.berlin.de/orte/museum/polizeihistorische-sammlung/

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