Restaurant Rasas (Charlottenburg)

Erstaunlich stylisch kommt dieses Lokal daher. Und das auch noch im alt-ehrwürdigen Westend, wo sonst doch gerne mal der etwas plüschig-betuliche Stil dominiert. Dabei darf natürlich der ethno-touch a la Bollywood nicht fehlen.

Geräumigkeit lässt eine Aufteilung zu, die zwischen Barecke, Restaurantbereich und auch Außenbewirtschaftung wählen lässt.
Das Rasas gehört sicherlich zu den besseren indischen Küchen in Berlin. Leider heißt das nicht viel. Kommt man frisch nach einem indischen Restaurantbesuch aus London zurück, möchte man in Berlin fast weinen.
Glücklicherweise verfügt das Rasas über einen originalen Tandoori-Ofen (was nicht viele der Berliner India Restaurants von sich behaupten dürfen). Ich empfehle daher auch unbedingt, die Tandoori-Spezial-Karte zu studieren und eventuell die Garnelen in Erwägung zu ziehen. Auch ein gemischter Teller ist möglich. (Chicken und Lamm ja sowieso.)
Treue Stammgäste jeden Alters sorgen dafür, das die Tische immer recht gut gefüllt ist. Viele nehmen vor oder nach dem Essen auch noch einen Cocktail oder Lassi im Barbereich. Sehr freundlicher Service, der auch nicht müde wird, die unterschiedlichen Gewürze, Soßen oder Zubereitungsarten ausführlich zu erklären.
Also: let´s go Westend.

Bayernallee 4214052 Berlin-Charlottenburg
www.rasas-berlin.de

Big Market Spirituosen (Neukölln)

Das „big“ ist hier nicht übertrieben. Dies ist kein Laden, es ist eine Halle. (Und einige verzückte Fans würden es womöglich als Tempel bezeichnen.)

Über 8.000 verschiedene Spezialitäten werden hier Angeboten. (Ich habe sie nicht gezählt, aber ich vertraue der mündlichen Überlieferung des Personals.)
Ein Blick durch die Champagner-Regale lässt mich nach dem prickelnden Vergnügen lechzen. (Frei nach W.Busch: „ach wie lieblich perlt die Blase, der Witwe Klicko in dem Glase“)

Aber: das schottische Wasser des Lebens regiert. Jeden Monat gibt es attraktive Sonderangebote, auch darf verkostet werden.
Aus den zahlreich vorhandenen Raritäten hat man kurzerhand ein Whisky-Museum gestaltet. Und tatsächlich: so einiges, was hier ausgestellt wird, ist sonst nicht ohne weiteres zu finden.
Besonders stolz ist man hier auf die Tatsache, auch schon das englische Königshaus beliefert zu haben.

Buckower Damm 86, 12349 Berlin
www.big-market.de

Happy Buddha (Marienfelde)

Heute bin ich extrem uncool und berichte über eines der China-Lokale, die noch immer rote Bommel von den Lampen hängen haben, na, vielleicht ein klein wenig schicker.

Eine Bitte: bitte nicht gleich alle nach Marienfelde fahren und danach schimpfen: „Wo schickt uns dieser Eichi wieder mal hin?!?“
Aber: hier paart sich eine absurde JWD-Lage mit einer ordentlichen Küche und supernettem Service.
Ich bin hier öfters mit Reisegruppen,

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Shiraz (Charlottenburg)

Wie interessant und vielfältig die persische Küche sein kann, zeigt das Restaurant Shiraz in der Danckelmannstraße.
Für die wärmer Jahreszeit sind die Joghurt-Gerichte eine erfrischende Option. Ansonsten ist die Kombination des Shirin-Polo mit Safran-Pistazie-Orange mein Favorit (7,50 Euro).
Polo bedeutet Reisgerichte, oft aromatisiert oder mit unterschiedlichen Zutaten Weiterlesen

Namaskar

Update im Sommer 2015: Leider ist das Restaurant nun geschlossen.

Seit längerer Zeit beständig guter Inder. Leckere Vorspeisen und Suppen und eine fantastische Auswahl an frischen Hauptspeisen mit finessenreichen Soßen.
Alles zart, selbst den Lammgerichten kann man vertrauen. Netter Service, glücklicherweise ist das Interieur nur ganz leicht folkloristisch angehaucht.

Viele Stammgäste. Oft herrscht eine sehr vertraute Atmosphäre. Wein ist keine leichte Kombination zu den würzig-cremigen Sossen. Natürlich gibt es die üblichen Lassis.
Besser Bier trinken. Es gibt Berliner Kindl und indisches Jogi-Bier vom Faß (letzteres war allerdings eher etwas lauwarm) und Kingfisher Lager.
Die Portionen sind reichlich. Preislich sind wir natürlich über den vielen Imbiss-Indern, aber der qualitative Unterschied wird eben auch mehr als deutlich.

Pariser Straße 56, 10719 Berlin-Wilmersdorf

Basi’l Berlin (Mitte)

Frische Hausgemachte Pasta nach Wahl mit einer der vielen originellen Soßen sind Hauptbestandteil dieses Gastrokonzeptes. Nackte Backsteinwände mit modernem Chic geben eine interessante Designmischung. Schöne Weinauswahl zu fairen Preisen. Sehr gemischtes Publikum, aber immer sehr entspannte Stimmung. Sachlich, nicht romantisch. Ein prima Auftakt für eine abendliche Erkundung der Gegend um den Hackeschen Markt und die Münzstraße.

Dircksenstraße 47, 10178 Berlin

www.basilberlin.de/

Zum Anker

Institution im Kiez um den alten Charlottenburger Hafen. Schon 1904 wurden hier die Seemannskinder unterrichtet. Leider ist das Lokal nicht mehr in dem historischen Originalzustand.

Beim Eintreten wird fast jeder persönlich begrüsst. Man kennt sich hier und ist froh, dass diese Kneipe/Gaststätte etwas seitensträsslich versteckt liegt und daher selten bis nie von den Touristen gefunden wird, die Park, Museen oder Bootsanleger rund um das Charlottenburger Schloss bevölkern.
Da ich frisch gezapftes Weiterlesen