369 – Die Zahl zum Stäbchenvergnügen

Die chinesische Küche ist in Berlin mittlerweile schon einigermaßen abwechslungsreich vertreten. Natürlich längst nicht so vielfältig, wie in London, New York oder San Francisco, aber einige der Regionalküchen aus Kanton, Sichuan, Dongbei oder Hong Kong, sorgen für Abwechslung.

Einige der Klassiker-Restaurants (Aroma, Good Friends, Ming Dynastie, Hot Spot, Tian Fu, da Lia Le, Yami Yami etc.)  sind ja bereits auf Blatt oder Blog gut dokumentiert. Zuweilen ist aber tatsächlich etwas mehr Recherche (oder pures Entdecker-Glück) nötig, gefolgt vom Mut, einige der optisch und atmosphärisch nur suboptimal ansprechenden Orte dann auch zu betreten. Wenn es aber vordergründig ums Essen geht, dann auf auf in die imbissartigen Geheimtipps, wie Shan Shan im Prenzlauer Berg, Asia Deli im Wedding oder Tu Long nahe dem Ernst-Reuter-Platz.

Nun gibt es eine relativ neue Anlaufstation im diskreten, nördlichen Teil der Wilmersdorfer Straße. 369 lautet der zunächst wenig aufschlussreiche Name des schmalen Lokals, gleich neben Getränke Ulrich. Es nicht die Hausnummer, sonst müsste das Lokal „26“ heißen.

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Von Außen sieht man nur einen Tisch im Fenster. Der eigentliche Gastraum mit einer weiteren handvoll Tischen, erstreckt sich im hinteren Bereich. Der Küchenschwerpunkt gilt hier der Xiang Chuan Küche, also ein Teil Hunan-Küche, was würzig und pikant bedeutet, daneben einige Impulse von kräftiger Schärfe, wie es die Sichuan Küche verspricht. Der Gastraum ist Weiterlesen

Balthazar No. 2 – 12 Liter für die Wiege

Mitten in Mitte und doch ganz weit weg: Das Nikolaiviertel. Die Wiege Berlins, Erichs Disneyland. Touristengaudi mit Eisbein. Dabei gibt es dort viele Geschcihten und hübsche und versteckte Winkel. Dazu die Ausstellungen im Ephraim Palais und im viel zu wenig beachteten Knoblauchahus.  Die letzten Jahre konnten die Gewerbetreibenden dort einem wirklich Leid tun. Die ewig gesperrte Rathausbrücke, die Riesengrube für die U55, der Wegfall der Busparkplätze. Es war nicht leicht, überhaupt hinzukommen und das gilt eigentlich auch heute noch.

Berliner trifft man im Nikolaiviertel – gefühlt – verhältnismäßig selten. Vor allem Westberliner. Ein bewährter Küchenchef aus Westberlin schlug jüngst die Zelte für sein zweites Restaurant dort auf. Holger Zurbrüggen begeistert beständig das alte Westberlin im Balthazar am Kurfürstendamm nahe dem Adenauerplatz, benannt nach jenem gigantischen Flaschenformat, welches 12 Liter Fassungsvermögen aufweist. Nun hält das Balthazar 2 mit ähnlichem Küchenkonzept am Spreeufer Einzug, gleich gegenüber vom alten Marstall mit Musikschule und Landesbibliothek.

Balthazar2

Ich erinnere mich an Herrn Zurbrüggen noch aus dem Restaurant Louis im Steigenberger Hotel am Los Angeles Platz. Seine Kombinationen aus asiatischen und Weiterlesen

Krisenküche Indien? Buddha Republic behebt.

„Wenn ich wirklich gut indisch essen möchte, buche ich einen Flug nach London!“, so antwortete mir vor einiger Zeit kopfschüttelnd ein Inder in Berlin auf die Frage, wo er denn seine Heimatküche in Berlin empfehlen könnte.

Und tatsächlich: Kehrt man in den hervorragenden Orten der indischen Küche in London ein, mag man sich in Berlin nicht mehr mit vertrockneten Tandoori-Schuhsohlen oder übersoßten Hühnertöpfen zufrieden geben. (Mein Nummer 1 London Tipp: Quilon.)

Lange Zeit bot das Namaskar in Wilmersdorf eine akzeptable und zuweilen saisonal abwechslungsreiche Einkehrmöglichkeit für die Küche des Subkontinents, als plötzlich die Türen verriegelt wurden und nach 16 Jahren eine Ära zu Ende ging.

Ein kurioser Abend ließ mich zum Stammgast im Buddha Republic werden. Eine kulinarische Veranstaltung in Charlottenburg wurde kurzfristig abgesagt und es galt, anderweitig für Futterbeschaffung zu sorgen. Irgendjemand hatte einen Inder in der *Carmerstraße mal mit den Worten „geht so“ gelobt. Weiterlesen

Spiessgesellen bei der Berlin Food Week

Es ist ein Highlight für alle kulinarisch interessierten Berliner und muss künftig als alljährlicher genussvoller Pflichttermin im Kalender in dickem Rotstift vemerkt werden: Die Berlin Food Week.

Die Woche wurde bereits begleitet von zahlreichen Events und Stadt-Menüs in den Teilnehemnden Restaurants (z.B. herausragende Adressen, wie Rutz, Martha´s, Lansk, Richard, To Beef or not to Beef oder Brasserie Lamazere), aber die Kathedrale des Kulinarischen befindet sich in diesen Tagen im Kraftwerk in Kreuzberg.

Food Clash Canteen

Noch bis zum 4.10. lockt das „House of Food“ mit Präsentationen und Leckereien verschiedener Restaurants, Street Food Anbietern und Weiterlesen

New Brew in Neukölln – Berliner Berg

Zahlreiche Brauprojekte schwappen derzeit durch die Hauptstadt. Brauereien, Biere, Pubs und Geschäfte. Endlich keine Unterhopfung mehr in der Hauptstadt, wofür bereits die herrlichen Biere von Heidenpeters, Rollberg, Hops & Barley oder Schoppebräu sorgen. Aber: Nicht jedes Projekt taugt, nicht jedes Bier schmeckt. Craft Beer ist und wird immer bekannter und beliebter und dadurch auch immer mehr zum Geschäft.

Berliner Berg

Berliner Berg

Ein Brauprojekt, dem ich zutraue, dass es in Berlin neue qualitative und vor allem köstliche Maßstäbe setzt, ist Berliner Berg in Neukölln. Weiterlesen

Reif für die Bier-Inseln

Noch ein Bier!

Falls der kürzlich vorgetragene Bericht zu Bier aus USA zum Durste beitrug, so kann unmittelbar Abhilfe geschaffen werden.

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Am 18. Juli erwartet die Berliner ein vielversprechendes Event rings um Bier. Von 12 bis 20 Uhr finden die Berliner Bierinseln statt. An verschiedenen bierrelevanten Orten der Hauptstadt werden informative Verkostungen angeboten.

Die offizielle Eröffnung Weiterlesen