Eine feine Kiste Fernost

Einkaufen leicht gemacht für den urbanen Freund des Kulinarischen. Mit dem Kochhaus oder der Kochbox und weiteren Erleichterungen zum Menüeinkauf in Berlin, gesellt sich jetzt noch eine originelle asiatische Option hinzu: 4noo.

Der Grundgedanke ist für einen Haushalt ideal, der Freude am Kochen findet, aber nicht immer die 4noo Asia BoxZeit für einen umfangreichen, exotischen Einkauf. Gerade für die exotischeren Küchen des asiatischen Raumes oder komplexere Kreationen sind oft mehrere Einkaufsstationen notwendig, um die Zutaten in bester und frischer Qualität aufzutreiben. Insbesondere diese zeitintensiven Gänge nehmen einem die diversen Anbieter ab. Sei es das Kochhaus in Schöneberg und Prenzlauer Berg, wo diverse Speise-Gänge präsentiert und samt Rezept gekauft werden können, bei Bedarf mit passenden Weinen oder relevanten Kochutensilien. Oder über die Lieferdienste, die den Einkaufskorb und die Rezepte gleich an die heimische Haustür bringen.

Zu Letzteren gesellt sich nun auch 4 noo mit einem wöchentlich wechselnden Angebot an frischen Mahlzeiten aus diversen fernöstlichen Kochkulturen. Vietnamesische, chinesische, japanische oder thailändische Inspirationen und Produkte finden sich in den abwechslungsreichen Gerichten wieder. Meine Vorliebe für die asiatischen Küchen ist den Lesern dieses Blogs bereits vertraut und so freute ich mich über die Anfrage der 4noo Geschäftsführung, die Asia-Box einmal zu testen. Die Variationen sind vielfältig. Es stehen unterschiedlich viele Weiterlesen

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Neue Köstlichkeiten für Wilmersdorf – Delicious Berlin

Im September 2013 öffnete sich die Pforte zu einem wunderhübschen neuen Feinkostgeschäft in Berlin-Wilmersdorf. Wo zuvor Gitarren gehandelt wurden, hört der Besucher heute die Gläser klingen und die Zungen schnalzen.

In einem gelungenen Raumdesign mit ansprechender Produkt-Präsentation und einem herrlichen Verkostungstresen hat das Sortiment für jeden Genusstyp eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl parat. Keine gigantische Auswahl, aber ausgewählte Besonderheiten für Genuss- und Geschenkgelegenheiten.

Marmeladen, Chutneys, Kaffee, Essig, Schokolade oder Pasta füllen die Regale im vorderen Bereich. Die flüssigen Genüsse rings um Whisky, Rum, Brände und weitere Spirituosen schließt sich an. Der hintere Raum steht für Veranstaltungen und Verkostungen zur Verfügung und enthält gut bestückte Weinregale mit nicht ganz alltäglichen Weingütern. Mir gefällt die schöne Auswahl aus dem Elsass und das Sortiment an Châteauneuf-du-Pape.

Eine Tür führt in einen begeh- und besetzbaren Humidor mit Weiterlesen

Köstliche Flaschenpost – Thomas Henry

Holunder regt seit fünf oder sechs Jahren vermehrt die Fantasie von Barkeepern und Getränkemachern an. Der Holunderlikör St. Germain und der quirlige Mixologe Simon Difford sind daran nicht ganz unschuldig. Ich freue mich darüber sehr, gefällt mir doch diese blumig-krautige Note mit ihrer subtilen Süße.

Thomas Henry mit Brief und Siegel

Viel zu selten wird eine Variante des Old Fashioned angeboten, die Simon 2006 kreierte, die ich erstmals im New Yorker Please Don´t Tell probierte und mich sofort begeisterte: Der Elder Fashioned mit Bourbon (Gerne den Wild Turkey Rare Breed oder Knobs Creek, also etwas höherprozentiger), St. Germain und Orange Bitters.

Nun erreichte mich eine Flaschenpost, bei der bereits das Auspacken ein sinnliches Erlebnis darstellte. Der Absender hieß Thomas Henry. Nun starb der Chemiker und Apotheker Thomas Henry bereits im Jahre 1816, was aber nicht anregen soll, auf die Langsamkeit der Schnecken Post zu schimpfen. Nein, die Sendung war hochaktuell und stammte von den Brausebastlern der Elixierschmiede, die sich traditionsbewusst den Namen des Mannes gab, der 1773 als erster schaffte, Wasser mit Kohlensäure herzustellen.

Wie macht doch auspacken Freude. Zwei Flaschen des neuen Produktes wurden Aufopferungsvoller Selbstversuchvertrauensvoll in meine Hände gegeben: Das Thomas Henry Elderflower Tonic. Zunächst gilt es, ein Siegel auf dem edlen Pergament zu brechen, um die beiliegende Botschaft zu vernehmen. Weiterlesen

Brote, Biere & Buletten

Es sind tatsächlich schon 30 Jahre, dass das BioBackHaus von Hans Leib die Berliner mit feinem Brot versorgt, dessen Geschmack, Zutaten und Qualität keinem Sandalen-Strickpulli-Öko-Dogma folgen, sondern die einfach chemiefrei, nah an der Natur und am Ende vor allem lecker sein sollen.

Eine Zeitspanne von 30 Jahren Backhandwerk beweisen nur allzu deutlich, dass das Grundbedürfnis nach gutem Brot mit diesem Sortiment vortrefflich bedient wird. Viel zu oft dürfen sich in Berlin grauenvolle Aufbackstuben mit dem Begriff „Bäckerei“ schmücken, mit dem sie so gar nichts mehr zu tun haben. Da wundert es kaum, dass der Bundespräsident sein Brot für Schloss Bellevue eigens aus dem fernen Hannover importieren lässt. Bald läuft der Vertrag jedoch aus und dann kommt zwangsläufig das BioBackHaus wieder ins Gespräch.

Rechts im Bild Hans Leib, daneben der Vortragende

Rechts im Bild Hans Leib, daneben der Vortragende

Zahlreiche Veranstaltungen begleiten das Jubiläumsjahr 2010 und so wurden beispielsweise im April  30 Meter Brot gebacken, dessen Kauf dem Kinderträume e.V. zu gute kam, der hilft,  lebensbedrohlich erkrankten Kindern einen Traum zu erfüllen. Im Juni ermöglichte der Tag der offenen Tür einen Einblick in die Hauptbäckerei in Falkensee. Im Herbst hatte ich selbst das Vergnügen, einen Beitrag zum Jubiläum bei zusteuern und durfte im Café des Stammhauses in Wilmersdorf den Vortrag „Brote, Biere und Buletten – Geschichten zur Versorgung hungriger Berliner“ halten. Weiterlesen

Barkeeper sind absolut überflüssig…

…meint zumindest „Onkel Reinhold“ aus dem Ruhrgebiet. Genau genommen aus der „Kulturhauptstadt“ Essen. Wie der Name schon sagt, hat Essen anscheinend mit Trinken nicht viel am Hut, daher dürfen die Cocktails dort auch gerne vorprogrammiert aus dem Automaten plätschern.

Im Kürze befüllt geschultes Barpersonal die Gläser (und zwar alle)

Im Kürze befüllt geschultes Barpersonal die Gläser (und zwar alle)

Nein, lauscht nicht meinem pessimistischem ge-unke. Bestimmt kommen vorzügliche Elixiere aus jenem illuminiertem Würfel getropft, dem die Macher desselben den, wie sie meinen, unglaublich genialen Namen The Qube gegeben haben. Meine eigenen Worte vermögen niemals an den lyrischen Klang des Promotion-Textes heran zu reichen, daher lasse ich diese Leute selbst zu Wort kommen, die listig-verschmitzt erklären:

COOL oder QOOL ?
Zugegeben, das neudeutsche Wort Cool mit Q zu schreiben ist sehr außergewöhnlich!

Das ist genau der Grund, aus dem wir uns dafür entschieden haben. THE QUBE ist nicht nur außergewöhnlich, sondern sieht auch noch so aus. Durch den Einsatz von THE QUBE heben Sie sich von der Masse ab.

Spricht Onkel Reinhold selbst zu uns, den unbedarften und bislang mächtig un-qoolen? Oder sind es die Praktikanten der zu Recht wenigst beachteten Werbeagentur diesseits des Mekong, die uns schelmisch-perfide mit einkommenstechnischen Vergleichen Ködern möchten, indem sie verraten: Weiterlesen

Coledampf´s CulturCentrum (Wilmersdorf)

Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ behandelt in seiner Oktober-Ausgabe als Top-Geschichte das Thema Steak. Und das sehr eindringlich und überzeugend.

Neidvoll blickt man über den Atlantik, um festzustellen: Die Amis haben es besser. Dort gibt es a) besseres Fleisch, b) besser abgehangeneres und gereiftes Fleisch, c) mehr cuts (Schnitte, also Steakvarianten), d) bessere Steakrestaurants. Wehmütig denke auch ich an das riesige und perfekt gebratene Porterhouse Steak für drei Personen bei Peter Luger in Brooklyn; hmmm!

Ausgerechnet ein solches Porterhouse wird im Feinschmecker üppig bebildert erklärt und zubereitet, so dass das Wasser im Munde zusammen läuft. Ich möchte sofort ein Steak. Daneben ein weiterer Text, der subtil suggeriert, wie sich bessere Qualitäten auch in Deutschland durchsetzen, wenn nur genügend Leute mitmachen: Quälen Sie Ihren Metzger mit einigen Fragen und machen ihm klar, dass es in Deutschland durchaus anspruchsvolle Fleischesser gibt: Welche Rinderrasse? Ist es ein Weidetier? Wie wurde es gefüttert? Wie lange wurde das Fleisch gereift? Nasse oder trockene Reifung?

Eins ist klar: Ich möchte sofort mitmachen, Metzger quälen, bessere Steaks bekommen. Eine neue Pfanne muss her, wie mir der Artikel weiter verdeutlicht.

coledampf´s Uhlandstraße

coledampf´s Uhlandstraße

Zügig eile ich in das Geschäft, welches mir in allen Fragen rings um die Küchen- und Kochausstattung bislang jedes mal eine kompetente und sympathische Beratung und ein geniales Preis-Leistungs-Verhältnis bot. So auch dieses mal. Die Unterschiede zwischen Eisen- und Gußeisenpfannen werde mir erläutert, zu Pflege und dem ersten Einbraten bekomme ich eine Anleitung mit auf den Weg.

Sommerfest mit Glasharfe

Sommerfest mit Glasharfe

Das Ladenlokal in der Uhlandstraße (es gibt eine weitere schöne Filiale am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg) quillt über vor Utensilien. Mühlen, Messer, Gläser, Geschirr, Töpfe und Geräte; aber auch Öle, Salz, kulinarische Bücher, einen ordentlichen Hauswein oder Tischwäsche. Kenntnis und Engagement des coledampf-Teams haben viele Gastronomie-Profis von Kunden zu Freunden werden lassen, was man auch in diesem Jahr wieder an der illustren Runde zum Sommerfest hat sehen können. Die Philosophie der Betreiber Josephin Erig und Andreas Langholz lautet: Das beste Produkt zum besten Preis. Meine schwere Eisenpfanne der sauerländischen Firma Turk, mit einem Durchmesser von 26 cm habe ich für 26 Euro bekommen (28 cm hätten 28.- gekostet).

Genialer Laden. Mehr kochtechnische Beratung und Ausstattung kann ich mir gar nicht vorstellen. Gibt´s wahrschienlich auch gar nicht.

Uhlandstraße 54-55, 10719 Berlin (Wilmersdorf)

www.coledampfs.de

Mani di Fata (Charlottenburg)

Nie wieder Dosenravioli! Nie wieder!

Albtraum aus Kindheit und Studententagen – verschwinde aus meinem Leben. Alleine der Geruch ist eine Beleidigung für jede pastaphile Nase. Obwohl, Ravioli kommt von einem Ausdruck für „Reste“ (rabioli) aus der Gegend um Genua.

Ravioli zum herzen

Ravioli zum herzen

Wie wohlschmeckend derlei „Reste“ sein können, erfährt man auf süditalienische Art unweit des Stuttgarter Platzes in Charlottenburg bei Mani di Fata. Feenhände kneten und falten eifrig nicht nur die gefüllten Teigtaschen. Tagsüber eine der nettesten Adressen für eine nudelige Mahlzeit nicht nur in Form von Ravioli, sondern natürlich auch allen möglichen weiteren Pastasorten. Besonders fein finde ich die Rote-Beete-Ravioli, die in Herzform serviert werden. (Wobei ein direkter Vergleich mit dem schönen Rezept von Richensa natürlich auch sehr spannend sein dürfte.)

Winzig wirkt der Laden mit seinen vier Tischen, die im Schatten der riesigen Kaffeemaschine zu verschwinden scheinen (prachtvoller Espresso zu 1,60). Freundlich-modern wurde der Raum gestaltet, in dem auf roten Stühlen vor einer kupferfarbenen Wand Platz genommen werden kann, so es welchen gibt.

Täglich steht eine neue, frische Auswahl an Gerichten für um die 7.- Euro

Eigentlich will ich alles...

Eigentlich will ich alles...

bereit und die Geräusche aus dem Raum hinter dem Tresen verraten, dass die Hände der Fee gerade weiteren Teig bezaubern. In der Vitrine werden Käse, Salsiccia und Pasta auch zum nachhausetragen angeboten. Darüber hinaus sind süsses Gebäck, Öle, Marmeladen und Gewürze im Angebot. Auch Catering wird angeboten.

Bei schönem Wetter kann auch draußen, an der schönen Leonhardtstraße, gespeist werden. So schmecken „Reste“ am besten.

An der schönen Leonhardtstraße

An der schönen Leonhardtstraße

Mani di Fata

Leonhardtstraße 4, 14057 Berlin-Charlottenburg. Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-17 Uhr