Korea ist kulinarisch im Kommen

Karantiert! Deshalb: Kochkurs für Eichi.

Eine spannende Art der Küche erobert die Hauptstadt. Endlich. Die Koreanische Küche. Einige interessante Neueröffnungen gab es zuletzt zu vermelden, wie das chic gestylte Kimchi Princess im SO36 oder das Madang in Kreuzberg 61. Der Kudamm kommt bereits seit längerer Zeit in den Genuss, beispielsweise im KimChiam Adenauerplatz  oder im Gung Jeon, meinem Favoriten,  weiter Richtung Halensee. Einige versteckte Imbiss-Geheimtipps in diversen Kiezen kommen hinzu.

Bibliothek und Esszimmer

Bibliothek und Esszimmer

Der Kochkurs war ein wundervolles Geschenk für das ich immer noch dankbar bin. Es war der beste Kochkurs, den ich in den letzten fünf Jahren erlebt habe. Und es waren so einige. Die Erinnerung an einen vortrefflichen Abend begleitet mich bis heute, kulinarisch, wie atmosphärisch.

Das Ladenlokal von Goldhahn & Sampson am Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg ist sowieso eine Oase: Sorgfältig ausgewählte Produkte von Gewürzen, Käse, Sake, Schokolade, kulinarische Literatur bis zu ungewöhnlichen Spirituosen sind appetitlich arrangiert in den gemütlichen Räumen des Altbaus. Im hinteren Bereich versteckt sich die Küche für die Kurse, die regelmäßig mit unterschiedlichsten Themen stattfinden.

Der Kurs mit Lauren Lee findet vorwiegend auf englisch statt und verleiht

Küchendienst & Küchenfreuden

Küchendienst & Küchenfreuden

dem Abend zusätzlich ein kosmopolitisches Flair. Wobei das Durchmengen der Teigtaschen-Füllungen oder das Schneiden berühmten Kim-Chi auch ohne relevante Sprachkenntnisse kommuniziert werden kann. Weiterlesen

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Julie Powell: Julie & Julia

Dinner und Desaster. Butter und Blog. Und: Wodka Gimlet!

365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche, lautet der Untertitel zu dem wundervollen Buch, welches eher zufällig in meine Hände geriet, als über den gleichnamigen Film viele schmunzelten oder gähnten. Der Film klang nach Bridget Jones und ähnlichem Selbstverwirklichungs-Kram von Frauen um die 30. Nix für mich, dachte ich. Freunde waren anderer Meinung, schließlich würde es um Essen und Kochen gehen. So war ich denn zur Lektüre verdonnert.

Julie & Julia

Julie & Julia

Und tatsächlich geht es los mit den Gebärgedanken verwelkender Endzwanzigerinnen. Ich nehme mir vor, bis Seite 50 durchzuhalten und dann gegebenenfalls das Buch bei Nichtgefallen einer der gebärinteressierten Endreissigerinnen in meinem Bekanntenkreis zu überlassen. Ich habe Glück. Auf Seite 49 merke ich, ich werde das Buch zu Ende lesen.

Nun startet das „Julie/Julia Projekt“, in dem Julie Powell  den Kampf mit dem Kochbuch Mastering the Art of French Cooking(Vol. 1) von Julia Child aufnimmt, um innerhalb eines Jahres alle 524 Rezepte nachzumachen und auszuprobieren. Das Experiment wird von einer Berichterstattung in Form eines Blog begleitet, was Anno 2002 noch keineswegs eine derartige Selbstverständlichkeit darstellt, wie es heutzutage der Fall ist.

So bietet das Buch auf vielfältige Art und Weise Unterhaltung. 1. Berichte über erste unbeholfene Schritte aus den Anfangstagen des bloggens. 2. Pleiten, Pech und Perfektes im Umgang mit Weiterlesen

Coledampf´s CulturCentrum (Wilmersdorf)

Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ behandelt in seiner Oktober-Ausgabe als Top-Geschichte das Thema Steak. Und das sehr eindringlich und überzeugend.

Neidvoll blickt man über den Atlantik, um festzustellen: Die Amis haben es besser. Dort gibt es a) besseres Fleisch, b) besser abgehangeneres und gereiftes Fleisch, c) mehr cuts (Schnitte, also Steakvarianten), d) bessere Steakrestaurants. Wehmütig denke auch ich an das riesige und perfekt gebratene Porterhouse Steak für drei Personen bei Peter Luger in Brooklyn; hmmm!

Ausgerechnet ein solches Porterhouse wird im Feinschmecker üppig bebildert erklärt und zubereitet, so dass das Wasser im Munde zusammen läuft. Ich möchte sofort ein Steak. Daneben ein weiterer Text, der subtil suggeriert, wie sich bessere Qualitäten auch in Deutschland durchsetzen, wenn nur genügend Leute mitmachen: Quälen Sie Ihren Metzger mit einigen Fragen und machen ihm klar, dass es in Deutschland durchaus anspruchsvolle Fleischesser gibt: Welche Rinderrasse? Ist es ein Weidetier? Wie wurde es gefüttert? Wie lange wurde das Fleisch gereift? Nasse oder trockene Reifung?

Eins ist klar: Ich möchte sofort mitmachen, Metzger quälen, bessere Steaks bekommen. Eine neue Pfanne muss her, wie mir der Artikel weiter verdeutlicht.

coledampf´s Uhlandstraße

coledampf´s Uhlandstraße

Zügig eile ich in das Geschäft, welches mir in allen Fragen rings um die Küchen- und Kochausstattung bislang jedes mal eine kompetente und sympathische Beratung und ein geniales Preis-Leistungs-Verhältnis bot. So auch dieses mal. Die Unterschiede zwischen Eisen- und Gußeisenpfannen werde mir erläutert, zu Pflege und dem ersten Einbraten bekomme ich eine Anleitung mit auf den Weg.

Sommerfest mit Glasharfe

Sommerfest mit Glasharfe

Das Ladenlokal in der Uhlandstraße (es gibt eine weitere schöne Filiale am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg) quillt über vor Utensilien. Mühlen, Messer, Gläser, Geschirr, Töpfe und Geräte; aber auch Öle, Salz, kulinarische Bücher, einen ordentlichen Hauswein oder Tischwäsche. Kenntnis und Engagement des coledampf-Teams haben viele Gastronomie-Profis von Kunden zu Freunden werden lassen, was man auch in diesem Jahr wieder an der illustren Runde zum Sommerfest hat sehen können. Die Philosophie der Betreiber Josephin Erig und Andreas Langholz lautet: Das beste Produkt zum besten Preis. Meine schwere Eisenpfanne der sauerländischen Firma Turk, mit einem Durchmesser von 26 cm habe ich für 26 Euro bekommen (28 cm hätten 28.- gekostet).

Genialer Laden. Mehr kochtechnische Beratung und Ausstattung kann ich mir gar nicht vorstellen. Gibt´s wahrschienlich auch gar nicht.

Uhlandstraße 54-55, 10719 Berlin (Wilmersdorf)

www.coledampfs.de