Mitte trifft Meer – Seaside Restaurant

Für köstliche Fischgerichte gilt es zuweilen, weite Wege in Berlin zurückzulegen. Zuverlässige Qualität gepaart mit solidem Handwerk bei der Zubereitung sind keine Selbstverständlichkeit.

In zentrale Lage, zwischen Gendarmenmarkt und Friedrichstraße, bietet das „Seaside“ nun eine entspannte Option, köstliche Fische und Meeresfrüchte zu genießen. Das Konzept ist sehr einladend: neben einigen Klassiker-Gerichten von Fish & Chips bis zum halben Hummer, von Austern bis zum Zander, wählen die Gäste an der Frische-Theke ihre Wunschprodukte, die Menge davon und die Gar-Art, in der sie zubereitet werden sollen. Grillen, dämpfen, braten – alles ist möglich. Man stellt sich demnach seinen eigenen Fisch-Teller zusammen.

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In der Showküche hinter der Glaswand erfolgt die Zubereitung der Portionen, die dann Weiterlesen

Mezcal und Bier in Friedrichshain – Tentación Beerhouse

sam_9693 Die Tip Speisekarte 2017 ist just erschienen und empfiehlt wieder die besten und spannendsten kulinarischen Adessen für jede Tageszeit. Nun am Kiosk oder beim Tip direkt für 9,90 Euro zu bekommen.

Ich durfte als Experte der Nacht einige spannende neue Orte des Trinkens beisteuern und eine meiner innigsten Empfehlungen und sympathischsten Orte derzeit, befindet sich in Friedrichshain. Wer also demnächst Lust verspürt, das spannende Agavendestillat Mezcal einmal fachkundig empfohlen zu bekommen, ist in der Mezcaleria und Beerhouse Tentación goldrichtig:

„Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung“, erklärte Oscar Wilde. Der bekennende Trinker definierte zudem: „Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klasse!“ Tentación bedeutet Versuchung und dieser mögen die Friedrichshainer zwischen Frankfurter Allee und Boxhagener Platz nun gerne auf Weiterlesen

Endlich wieder Essen …

Liebe Leser des Eichiberlin-Blogs. Aus zahlreichen Rückmeldung weiss ich und bin froh, dass meine Empfehlungen wahrgenommen und zuweilen sogar befolgt werden. Zuletzt waren es viel zu wenige Bars, Restaurants und Veranstaltungen, die ich an dieser Stelle besprochen habe. Aber ich war nicht untätig. Im Gegenteil.

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Der Grund für die eher gemächliche Aktivität in der Blogosphäre: ich durfte und darf Weiterlesen

369 – Die Zahl zum Stäbchenvergnügen

Die chinesische Küche ist in Berlin mittlerweile schon einigermaßen abwechslungsreich vertreten. Natürlich längst nicht so vielfältig, wie in London, New York oder San Francisco, aber einige der Regionalküchen aus Kanton, Sichuan, Dongbei oder Hong Kong, sorgen für Abwechslung.

Einige der Klassiker-Restaurants (Aroma, Good Friends, Ming Dynastie, Hot Spot, Tian Fu, da Lia Le, Yami Yami etc.)  sind ja bereits auf Blatt oder Blog gut dokumentiert. Zuweilen ist aber tatsächlich etwas mehr Recherche (oder pures Entdecker-Glück) nötig, gefolgt vom Mut, einige der optisch und atmosphärisch nur suboptimal ansprechenden Orte dann auch zu betreten. Wenn es aber vordergründig ums Essen geht, dann auf auf in die imbissartigen Geheimtipps, wie Shan Shan im Prenzlauer Berg, Asia Deli im Wedding oder Tu Long nahe dem Ernst-Reuter-Platz.

Nun gibt es eine relativ neue Anlaufstation im diskreten, nördlichen Teil der Wilmersdorfer Straße. 369 lautet der zunächst wenig aufschlussreiche Name des schmalen Lokals, gleich neben Getränke Ulrich. Es nicht die Hausnummer, sonst müsste das Lokal „26“ heißen.

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Von Außen sieht man nur einen Tisch im Fenster. Der eigentliche Gastraum mit einer weiteren handvoll Tischen, erstreckt sich im hinteren Bereich. Der Küchenschwerpunkt gilt hier der Xiang Chuan Küche, also ein Teil Hunan-Küche, was würzig und pikant bedeutet, daneben einige Impulse von kräftiger Schärfe, wie es die Sichuan Küche verspricht. Der Gastraum ist Weiterlesen

Balthazar No. 2 – 12 Liter für die Wiege

Mitten in Mitte und doch ganz weit weg: Das Nikolaiviertel. Die Wiege Berlins, Erichs Disneyland. Touristengaudi mit Eisbein. Dabei gibt es dort viele Geschcihten und hübsche und versteckte Winkel. Dazu die Ausstellungen im Ephraim Palais und im viel zu wenig beachteten Knoblauchahus.  Die letzten Jahre konnten die Gewerbetreibenden dort einem wirklich Leid tun. Die ewig gesperrte Rathausbrücke, die Riesengrube für die U55, der Wegfall der Busparkplätze. Es war nicht leicht, überhaupt hinzukommen und das gilt eigentlich auch heute noch.

Berliner trifft man im Nikolaiviertel – gefühlt – verhältnismäßig selten. Vor allem Westberliner. Ein bewährter Küchenchef aus Westberlin schlug jüngst die Zelte für sein zweites Restaurant dort auf. Holger Zurbrüggen begeistert beständig das alte Westberlin im Balthazar am Kurfürstendamm nahe dem Adenauerplatz, benannt nach jenem gigantischen Flaschenformat, welches 12 Liter Fassungsvermögen aufweist. Nun hält das Balthazar 2 mit ähnlichem Küchenkonzept am Spreeufer Einzug, gleich gegenüber vom alten Marstall mit Musikschule und Landesbibliothek.

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Ich erinnere mich an Herrn Zurbrüggen noch aus dem Restaurant Louis im Steigenberger Hotel am Los Angeles Platz. Seine Kombinationen aus asiatischen und Weiterlesen

Krisenküche Indien? Buddha Republic behebt.

„Wenn ich wirklich gut indisch essen möchte, buche ich einen Flug nach London!“, so antwortete mir vor einiger Zeit kopfschüttelnd ein Inder in Berlin auf die Frage, wo er denn seine Heimatküche in Berlin empfehlen könnte.

Und tatsächlich: Kehrt man in den hervorragenden Orten der indischen Küche in London ein, mag man sich in Berlin nicht mehr mit vertrockneten Tandoori-Schuhsohlen oder übersoßten Hühnertöpfen zufrieden geben. (Mein Nummer 1 London Tipp: Quilon.)

Lange Zeit bot das Namaskar in Wilmersdorf eine akzeptable und zuweilen saisonal abwechslungsreiche Einkehrmöglichkeit für die Küche des Subkontinents, als plötzlich die Türen verriegelt wurden und nach 16 Jahren eine Ära zu Ende ging.

Ein kurioser Abend ließ mich zum Stammgast im Buddha Republic werden. Eine kulinarische Veranstaltung in Charlottenburg wurde kurzfristig abgesagt und es galt, anderweitig für Futterbeschaffung zu sorgen. Irgendjemand hatte einen Inder in der *Carmerstraße mal mit den Worten „geht so“ gelobt. Weiterlesen

Eine Zwiwwel sorgt für Tränen – selbst bei den Kochprofis

Dieser Bericht würde ach so gerne eine warmherzige Empfehlung sein. Stattdessen ist es ein trauriger Nachruf zu einem Restaurant in Berlin-Wilmersdorf, das nicht einmal die Kochprofis von RTL 2 zu retten vermochten.

Restaurant Zwiwwel

Das Restaurant Zwiwwel war all die Jahre eine versteckte Perle in der Bruchsaler Straße, nicht weit vom Bundesplatz. Uralt, mit Mobiliar, welches zur Kaiserzeit genau so eine Gaststube hätte ausstatten können, war die Zwiwwel stets eine kleine Zeitreise mit ordentlicher Speisenbegleitung. Es muss so zehn Jahre her sein, da lohnte sich der Weg durch die halbe Stadt alleine der genialen Seaks wegen. Das war noch die Zeit vor der großen Fleisch-Welle. Damals waren herrliche Cuts, wie T-Bone, Ribeye oder Porterhouse höchstens regelmäßigen USA-Reisenden ein Begriff. In der Zwiwwel beherrschte der Koch den Grill und die Entrecôtes waren genial. Ich erinnere mich noch an den damaligen Betreiber mit einer knarzigen Reibeisenstimme und der Berliner Mischung aus Herz und Schnauze.

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