Mezcal und Bier in Friedrichshain – Tentación Beerhouse

sam_9693 Die Tip Speisekarte 2017 ist just erschienen und empfiehlt wieder die besten und spannendsten kulinarischen Adessen für jede Tageszeit. Nun am Kiosk oder beim Tip direkt für 9,90 Euro zu bekommen.

Ich durfte als Experte der Nacht einige spannende neue Orte des Trinkens beisteuern und eine meiner innigsten Empfehlungen und sympathischsten Orte derzeit, befindet sich in Friedrichshain. Wer also demnächst Lust verspürt, das spannende Agavendestillat Mezcal einmal fachkundig empfohlen zu bekommen, ist in der Mezcaleria und Beerhouse Tentación goldrichtig:

„Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung“, erklärte Oscar Wilde. Der bekennende Trinker definierte zudem: „Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klasse!“ Tentación bedeutet Versuchung und dieser mögen die Friedrichshainer zwischen Frankfurter Allee und Boxhagener Platz nun gerne auf Weiterlesen

Bier trifft Käse. Das klingt nach Schwelgerei!

Weinfreunde aufgemerkt: Bestes Bier und köstlicher Käse können eine großartige Kombination bilden. Zuweieln passiert magisches am Gaumen, wenn sich zwei Köstlichkeiten vermählen und dabei ein drittes, sensationelles Geschmacksmomentum hervorgeht.

Käse-Bier-Verkostung mit Käse von Blomeyer

Käse-Bier-Verkostung mit Käse von Blomeyer

Ein amerikanischer Bier-Autor schrieb kürzlich: „Wo Wein bei Käse zuweilen versagt, hält Bier noch wundervoll mit.“ Ob´s stimmt? Die Kombination von Bier mit Käse lässt sich immerhin bei dieser Veranstaltung entspannt erkunden:

Am Mittwoch dem 14. Oktober um 20 Uhr findet in der wunderhübschen „Schwelgerei“ in der Sanderstraße 2 in Berlin-Neukölln eine Verkostung statt, bei der fünf markante Brauspezialitäten auf fünf großartige Käse von Fritz Blomeyer treffen. Dazu gibt es Wissenswertes und Unterhaltsames zu den Bieren und zu den spannenden Entwicklungen in der derzeitigen Bierwelt, erzählt von meiner Wenigkeit.

Mit am Start sind Biere von der neuen Berliner Berg Brauerei, von Pilsner Urquell und Riegele aus Augsburg. Dazu noch ein IPA und ein Bock.

Beginn ist um 20 Uhr. Die Teilnahme kostet 30 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist erforderlich. Für Nachfragen oder Anmeldungen, bitte die Schwelgerei direkt kontaktieren:

Die Schwelgerei

Die Schwelgerei

Sanderstraße 2, 12047 Berlin. 0171 / 3196042

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Ich freue mich auf eure Gesellschaft! Cheers!!

 

New Brew in Neukölln – Berliner Berg

Zahlreiche Brauprojekte schwappen derzeit durch die Hauptstadt. Brauereien, Biere, Pubs und Geschäfte. Endlich keine Unterhopfung mehr in der Hauptstadt, wofür bereits die herrlichen Biere von Heidenpeters, Rollberg, Hops & Barley oder Schoppebräu sorgen. Aber: Nicht jedes Projekt taugt, nicht jedes Bier schmeckt. Craft Beer ist und wird immer bekannter und beliebter und dadurch auch immer mehr zum Geschäft.

Berliner Berg

Berliner Berg

Ein Brauprojekt, dem ich zutraue, dass es in Berlin neue qualitative und vor allem köstliche Maßstäbe setzt, ist Berliner Berg in Neukölln. Weiterlesen

Stein in der Burg. Oder: Biertrinken im Wedding

Wer hätte das gedacht: Es gibt tatsächlich noch Irish Pubs ohne Brauereibindung. Frei, mit zahlreichen Zapfhähnen und Flaschenkühlern, die die Biere servieren, die sie servieren möchten.

Ich hatte die Suche beinahe schon aufgegeben. Nichts gegen Guinness, Murphy, Kilkenny oder Newcastle, aber die Britischen Inseln haben noch so viel mehr an feinem Bier zu bieten. Gerne lass ich mir auch mal ein Belhaven, ein Boddington oder ein Samuel Smith gefallen. Am Liebsten ein Fuller´s oder ein Meantime (von den weiteren Craft-Brewing-Spezialitäten ganz zu schweigen).

Und da stoße ich dann auf den Castle Pub im Wedding, gleich gegenüber vom Bahnhof Gesundbrunnen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass hier mehr geboten wird, als Irish Stout, Sportübertragungen und Pub Quiz.

Craft Bar im Castle Pub

Craft Bar im Castle Pub

Es gibt zwei Bartresen. Am einen kommen die Freunde der Weiterlesen

Klebeband Übernahme? Nein, es gibt feine Getränke!

The Tape Over. Zugegeben, der Name klingt schon ein wenig merkwürdig. Und den Ort muss der geneigte Besucher auch erst einmal aufspüren. So es gelingt, sind ungewöhnliche Spirituosen, herausragende Craft-Biere und kreative Cocktails die Belohnung.

Street Cred on OB-AvenueSieht man die räumliche Umgestaltung der Bar, so wird klar: Ja, es geht um Klebeband, aber: Nein, es ist nicht MacGyver. Noch bis Ende März darf Bartender Roger Breitenegger die Bar des Arcotel Velvet jeweils Donnerstag bis Samstag kapern und dort die Gäste mit seinem Pop-up Konzept überraschen. Breitenegger, zuletzt hinter dem Tresen der Monkey Bar im 25Hours Hotel engagiert, ist ein leidenschaftlicher Botschafter von handwerklichen und regionalen Herstellern, die er oft persönlich kennt. Nun führt er die flüssigen unter ihnen zusammen und klebt dafür die Wände und Tresen der Weiterlesen

Alles neu macht der Juli!?

So, endlich kommt wieder Leben in die Bude.

Im Eichi Blog war es in den vergangenen Wochen eher ruhig. Zu ruhig. Das wird sich jetzt wieder ändern.

Was habe ich in der Zwischenzeit getrieben? Natürlich habe ich das üblich nutzlose Wissen angesammelt und erfahren, dass der Slogan „Yes we can“ eigentlich von Bob dem Baumeister stammt, dass jeder sechste Internist in Deutschland schon einmal von einem Patienten verprügelt wurde und dass Eichhörnchen auf Litauisch Wowereit heißt.

Gefunden hinterm Kino Babylon in Mitte

Gefunden hinterm Kino Babylon in Mitte

Wenn es im Blog still ist, dann schreibt Eichi meist an anderen Projekten. Gut möglich, dass das Thema Bier hier in der nächsten Zeit ein wenig mehr Raum einnimmt, denn in den vergangenen Monaten habe ich mich aufopferungsvoll durch allerlei Gerstensäfte getrunken, woraus nun tatsächlich zum Herbst ein Buch wird. Bier kann ein wirkliches Vergnügen sein und wenn wir Glück haben, wird Deutschland und auch Berlin künftig die Gelegenheit haben, besser und interessanter zu trinken, als bisher. Wer beispielsweise in der Arminiushalle in Moabit zum „Brewbaker“ geht, oder am Alexanderplatz im Kaufhof die Biere am „Braufactum“-Stand probiert, ist im Bilde.

Ansonsten habe ich hier im Blog erstmal frisch begonnen, indem ich meine Favoriten-Empfehlungen überdacht und überarbeitet habe (angeregt durch die Frage von dondecomer nach dem Mao Thai). Man merkt doch, wie schnell es mit der Gastronomie oft geht. Wie schade, wie schnell so manche Neueröffnung abbaut. Und wie großartig, wenn Beständigkeit auf Dauer hervorragenden Genuss garantiert.

Hier die Ergebnisse meiner Überarbeitung (die Neuzugänge sind fett markiert):

Das Noodles & Figli ist aus der Empfehlungsliste geflogen. Unverständlicherweise hat sich das großartige Betreiberpaar von der Spree an die Isar begeben. Ein Entschluss, der maximal aus bierrelevanter Hinsicht nachvollziehbar ist. Sehr schade, dass es auch das L´Ulivo di Elio im Bergmannkiez nicht mehr gibt.

Das Uma ist nach dem Weggang von Tim Raue nach wie vor eine solide Adresse mit inspirierter Küche in sehr besonderem Ambiente. Die benachbarte Shochu Bar scheint sich hingegen auf einem absteigenden Ast zu befinden. Zu filigranen Sake Grundgedanken wird nun polterig Berlinert. Das passt nicht so recht.

Dafür sorgt der neue Barchef, Herr Heißen, im Curtain Club im Ritz Carlton Hotel dafür, dass diese Bar wieder uneingeschränkt unter meinen Empfehlungen aufgelistet wird. Etwas unschlüssig bin ich noch bei der neuen Catwalk Bar im benachbarten Marriott. Sehr interessante Drinks, aber mehr Schatten als Licht beim Service-Personal.

Dann lieber demnächst wieder öfter zu Beckett´s Kopf. Was hier in die Gläser kommt, ist allerfeinste Mix-Kultur. Jedes Detail ist perfekt. Das Glas, das Eis und besonders diese fantastische Minze. Unbedingt einen Julep probieren! Und der Cognac-Sazerac ist für mich der beste der Stadt. Neuerdings überrascht Oliver Ebert durch die Verwendung von Arrak aus Indonesien als basis-Spirituose. Faszinierend.

Mein definitiver Lieblings-Japaner läßt mich regelmäßig nach Steglitz pilgern, wo das Udagawa ein unschlagbares traditionelles Sukiyaki bereitet. Die Konstante Qualität des Daitokai im Europa-Center macht sich derzeit dadurch bemerkbar, dass dort der 30. Geburtstag gefeiert wird. Leider sind die Preise am Abend doch sehr hoch, aber der Mittagstisch lohnt sich immer. Zum Jubiläum bietet dieses japanische Restaurant bis Ende August zudem ein recht lohnendes Geburtstags-Menü an.

Mit dem Kuchi (vor allem der Filiale in Charlottenburg) hält ein alter Klassiker Wiedereinzug in die Bestenliste. Die durchgearbeiteten Nächte der letzten Wochen haben deren Sushi und den Lieferdienst wieder extrem schätzen gelernt. Auf der Kippe steht gerade Mr. Hai Kabuki. Eine Unsitte greift derzeit in etlichen Restaurants um sich, die ich hier eigentlich nicht erwartet hätte. In letzter Zeit ist es mir öfters wiederfahren, dass ein Getränk oder ein Teller angeboten wird, bei dem der Gast den Eindruck bekommt, es handele sich dabei um eine freundliche Geste des Hauses. Die Geste findet sich dann anschliessend eher unfreundlich auf der Rechnung wieder. Bei Mr. Hai waren dies dann knappe 30.- Euronen. Eine Mail-Anfrage dazu blieb unbeantwortet. Allein aus nostalgischen Gründen steht diese Sushi Bar noch in der Bestenliste, das Sushi ist ja nach wie vor gut. Auf einen Besuch dort habe ich aktuell aber keine Lust.

Bei einem meiner China-Favoriten, dem Good Friends, schliesst die Küche jetzt eine Stunde früher, nämlich schon um 01.00 Uhr. Plötzlich merke ich, wie entscheidend diese Stunde zwischen ein und zwei Uhr Nachts für hungrige Nachtschwärmer doch sein kann. Den Ernst der Lage habe ich dem Herrn des Hauses dargelegt. Er versprach halbherzig, die Öffnungszeiten zu überdenken. Nun gut, eine Ecke weiter kocht das Aroma bis nachts um drei Uhr ebenfalls sehr gute kantonesische Küche. Dann geht es hungrig nächstens nächtens halt dorthin.

Zwei Orte schaffen es derzeit, mich jedes Mal mehr als glücklich zu machen, weswegen ich an dieser Stelle noch einmal ganz explizit das Dos Palillos mit seinen asiatischen Tapas loben möchte. Neu gibt es jetzt das Menü Tres Palillos, mit 20 umwerfenden Gängen. Und am Südstern das famose Noi Quattro, wenn es um frische und sehr inspirierte italienische Küche geht. Immer mit der Qual der Wahl zwischen den bewährten Klassikern und dem Überraschungsmenü.

Für Pizzafreunde kommt eine neue Adresse in die Liste, nämlich das Restaurant Paul am Kurfürstendamm. Zuweilen lese ich Beschwerden über das Servicepersonal, die ich keineswegs bestätigen kann. Freundlich und engagiert werde ich beraten und bekomme eine der besten Pizzen des Kontinents.

So, nun bekomme ich wieder Bierdurst und erwäge einen Besuch in der famosen Kneipe Goldesel in Charlottenburg, wo das Motto lautet: Stullen, Bier und Rock´n´Roll. Zu den leckeren Stullen werden 18 Biere angeboten. Darunter Köstlichkeiten wie Tegernseer Spezial und Hell, Aventinus Weizenbock, Andechser, Reissdorf Kölsch, Schlappe Seppel und – vor allem – das geniale Unertl Weißbier!

So. Jetzt aber Prost! Und bis bald!!