Erste Bikini-Anprobe

In Berlin gilt die Regel: Ist es neu und kostenlos, dann strömen die Berliner in rauen Mengen. Das neu eröffnete Bikini-Haus zwischen Zoo und Gedächtniskirche machte da keine Ausnahme, als es im April losging.

Das Gebäude war in den 50ern modern und in den 00ern unerträglich heruntergekommen. Manche erinnern sich womöglich noch an Import-Billig-Shops, an das Juhnke-Plakat mit der Werbung für ein China Restaurant, an den Tunnel vor dem Haus oder an die blaue Kugel, in der Frau Christiansen ihre Sendung aussaß.

Nun ist alles neu. Eine schöne Terrasse mit Blick auf die Affengehege. Im Inneren einige große, repräsentative Geschäfte (heut sagt man wohl: Stores) und etliche käfigartige Boxen für ausgesuchte kleine, feine Geschäfte. Mein Favorit: Ein Fachgeschäft für Puzzles. Dazu das 25hours Hotel mit dem grandiosen Ausblick aus der Monkey Bar und natürlich der herrlich restaurierte Zoo-Palast. Gastronomie ist auch mit dabei und noch ist nicht alles eröffnet, aber eines ist klar: von Angebot und Ästhetik hebt sich das Bikini Berlin wohltuend von der Einheitslangeweile der uniformen Arkaden-Einkaufsstandards in der Hauptstadt ab.

Man muss hier nicht zwingend nur einkaufen. Man darf auch flanieren!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

www.bikiniberlin.de

Bikini Haus auf Wikipedia