Ein italienischer Klassiker: Don Camillo. Eine Groupon Gelegenheit.

Ist es zu glauben? Ganze 35 Jahre zaubert das Don Camillo bereits seinen Stammkunden ein seliges Lächeln auf die Lippen. Das Bemerkenswerte dabei: Die Gerichte sind seit 1979 weitestgehend die Selben geblieben. Eine Speiskarte gibt es nicht, alle Gerichte, Zutaten und Zubereitungsvariationen werden am Tisch vorgestellt. Für jeden Gang rollt der Service einen neuen Wagen an den Tisch, auf dem die Zutaten fein säuberlich aufgereiht sind.

Ich bin schon oft und gerne im Don Camillo eingekehrt. Besonders der herrliche Vorgarten im Schatten von Schloss Charlottenburg ist im Sommer ein wahres Idyll. Auch wenn die Gerichte die Gleichen bleiben, so sind einige darunter, auf die ich mich jedes Ma(h)l aufs neue freue. Beispielsweise das fein-pikante Kalbfleisch Pavarotti Art, die Shiitake-Pilze mit Algen, die gefüllte Kartoffelteig-Pasta mit Käse-Birnen-Füllung mit Butter und Salbei oder die frischen Erdbeeren mit Senf und Essig. Auch die Trüffel a la Friedrich sind großartig. Ein Dessert mit flambierten Kartoffelscheiben. Weiterlesen

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Tröstlicher Tropfen – Gate 9 TXL

Ist gerade Verkehrsmittel-Streik? Wieauchimmer. Wer gerade auf einen Abflug von Tegel ab Gate 9 (und womöglich noch weiterer Gates am Terminal 1) wartet und nicht abfliegen muss, dem bleibt ein sonderbares Detail erspart.

Eine Stunde Verspätung hatte die Germanwings-Maschine nach Köln-Bonn. Nach extrem zäher Informationspolitik kam am Ende der bleibte Klassiker einer Kollision mit einem Vogel. Hilft immer, beruhigt die Gemüter, denn Sicherheit geht vor. Jaja. Wer Flugangst hat, dem wird jedoch bei solchen Botschaften bereits mulmig. Ich selbst fliege sehr gerne. Mein Vater war Pilot und daher verfüge ich wohl über ein hohes Maß an Vertrauen zu den Damen und Herren im Cockpit. Hätte ich Flugangst, so hätte ich den Ablauf dieser Transportumstände nicht lustig gefunden.

Als die Passagiere schlussendlich doch das Boarding beginnen durften, bot sich der Schlange in der Gangway eine sonderbare Abfolge an Werbeplakaten. Zunächst kam ein fröhliches Bild, welches die Qualität der deutschen Krankenhäuser pries. Danach schlossen sich Tafeln an, welche für einheimische Pflegeheime schwärmten. Ist eine Gangway wirklich der ideale Ort, um derartige Themen in genau dem Moment des Flugbeginns (und dann wonöglich in das mulmige Gefühl der Flugunverträglichkeit) zu kommunizieren? Als wären wir eine Stichprobe an Versuchskaninchen, betonte der Durchstart kurz vor der Landung den fragwürdigen Unterhaltungswert der Show noch zusätzlich.

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Aussenwerbung prima

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Frischer Wind in traditionellen Wänden des Wohlfahrts & Dressler. Eine Groupon Gelegenheit.

„Ich hab´ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm“, sang einst Hilde Knef. Und ihr Ansinnen findet in diesen Tagen Gehör. Vom Hipster zum Apfelräuber schauen derzeit allerlei Gestalten wieder einmal in der guten alten City-West vorbei und entdecken dabei allerhand Neues. Auch kulinarisch gibt es einige Entwicklungen zu vermelden. Vom Restaurant Grosz bis zum Bikini Haus und weiter in das 25 Hours Hotel mit der famosen Monkey Bar und dem Neni Restaurant.

An der bewährten Adresse mit Theater und Komödie am Kurfürstendamm tat sich zuletzt ja deutlich weniger, als die Ballymore- oder Chipperfield-Pläne zuletzt versprachen, oder vielmehr androhten (der Tagesspiegel berichtete jüngst über die unklare Situation). Dennoch geschah zumindest gastronomisch – reichlich unbemerkt – so Einiges. Aus dem Dressler wurde im März das Wohlfahrts & Dressler. Mit Stefan Wohlfahrt bringt ein gebürtiger Kärntner eine souveräne Mischung aus mediterraner und vor allem österreichischer Küchenkultur in das Restaurant mit dem hellen Charme eines entspannten Bistros, das zugleich einen Hauch der goldenen 20er Jahre verströmt, die den Flaneurboulevard Kurfürstendamm so legendär werden liessen.

Unter der Schirmherrschaft von Sternekoch Kolja Kleeberg Weiterlesen