Neue Köstlichkeiten für Wilmersdorf – Delicious Berlin

Im September 2013 öffnete sich die Pforte zu einem wunderhübschen neuen Feinkostgeschäft in Berlin-Wilmersdorf. Wo zuvor Gitarren gehandelt wurden, hört der Besucher heute die Gläser klingen und die Zungen schnalzen.

In einem gelungenen Raumdesign mit ansprechender Produkt-Präsentation und einem herrlichen Verkostungstresen hat das Sortiment für jeden Genusstyp eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl parat. Keine gigantische Auswahl, aber ausgewählte Besonderheiten für Genuss- und Geschenkgelegenheiten.

Marmeladen, Chutneys, Kaffee, Essig, Schokolade oder Pasta füllen die Regale im vorderen Bereich. Die flüssigen Genüsse rings um Whisky, Rum, Brände und weitere Spirituosen schließt sich an. Der hintere Raum steht für Veranstaltungen und Verkostungen zur Verfügung und enthält gut bestückte Weinregale mit nicht ganz alltäglichen Weingütern. Mir gefällt die schöne Auswahl aus dem Elsass und das Sortiment an Châteauneuf-du-Pape.

Eine Tür führt in einen begeh- und besetzbaren Humidor mit Weiterlesen

Raclette in der Galeries Lafayette

Ich mag kein Veganer sein.

Wäre ich Veganer, dann hätte ich etwas gemeinsam, beispielsweise mit Woody Harrelson, Sinead O´Connor, Uri Geller, William Shatner und Carl Lewis.

Aber ich dürfte dann keinen Käse essen und das wäre unerträglich.

Einer meiner liebsten Orte für Käse ist die Feinkostabteilung der Galeries Lafayette. Ungefähr 190 Sorten werden dort angeboten oder auch gleich serviert. Besonders gerne lasse ich mir einen Raclette-Teller frisch zubereiten.

Der Käse-Laib wird unter dem Heizelement platziert und rasch entwickelt sich der betörende Duft zur Schmelze, während die Dame am Tresen den Teller vorbereitet mit Schinken, Salat und Kartoffeln.

Kurz verzichte ich auf den Duft, denn den passenden Wein hole ich mir von der gegenüber befindlichen Weinbar, wo Auswahl und Beratung deutlich interessanter und vielfältiger sind, als an den Speisebereichen.

Die heutige Empfehlung war ein Weißwein aus Crépy in Weiterlesen

Korea ist kulinarisch im Kommen

Karantiert! Deshalb: Kochkurs für Eichi.

Eine spannende Art der Küche erobert die Hauptstadt. Endlich. Die Koreanische Küche. Einige interessante Neueröffnungen gab es zuletzt zu vermelden, wie das chic gestylte Kimchi Princess im SO36 oder das Madang in Kreuzberg 61. Der Kudamm kommt bereits seit längerer Zeit in den Genuss, beispielsweise im KimChiam Adenauerplatz  oder im Gung Jeon, meinem Favoriten,  weiter Richtung Halensee. Einige versteckte Imbiss-Geheimtipps in diversen Kiezen kommen hinzu.

Bibliothek und Esszimmer

Bibliothek und Esszimmer

Der Kochkurs war ein wundervolles Geschenk für das ich immer noch dankbar bin. Es war der beste Kochkurs, den ich in den letzten fünf Jahren erlebt habe. Und es waren so einige. Die Erinnerung an einen vortrefflichen Abend begleitet mich bis heute, kulinarisch, wie atmosphärisch.

Das Ladenlokal von Goldhahn & Sampson am Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg ist sowieso eine Oase: Sorgfältig ausgewählte Produkte von Gewürzen, Käse, Sake, Schokolade, kulinarische Literatur bis zu ungewöhnlichen Spirituosen sind appetitlich arrangiert in den gemütlichen Räumen des Altbaus. Im hinteren Bereich versteckt sich die Küche für die Kurse, die regelmäßig mit unterschiedlichsten Themen stattfinden.

Der Kurs mit Lauren Lee findet vorwiegend auf englisch statt und verleiht

Küchendienst & Küchenfreuden

Küchendienst & Küchenfreuden

dem Abend zusätzlich ein kosmopolitisches Flair. Wobei das Durchmengen der Teigtaschen-Füllungen oder das Schneiden berühmten Kim-Chi auch ohne relevante Sprachkenntnisse kommuniziert werden kann. Weiterlesen

Eichhorn/Götz: Berlin beisst sich durch

Martin Luther hat gesagt: „Iss, was gar ist, trink, was klar ist, red‘ was wahr ist.“ Da lässt man sich doch gerne Missionieren.

Mir selbst steht natürlich geburtsbedingt die Weißwurst näher als die Weisheit, dennoch wollte ich gerne die Anleitung des großen Reformators befolgen, als mir das Glück auf den Teller hüpfte und ich an einem Buch mitwirken durfte, von dem ich stets der Meinung war, es fehle noch auf Berlins kulinarischen Büchertischen.

Jetzt ist es erschienen und man gestatte mir eine kurze Werbeeinblendung für diese gedruckte gastronomische Gebrauchsanweisung:

Berlin beißt sich durch – Kulinarische Kuriositäten in der Hauptstadt“ von Thomas Götz und Peter Eichhorn

Und darum geht es: So schmeckt Berlin – Die vielseitigste Stadt Deutschlands. Hier treffen die Extreme, Widersprüchlichkeit, Internationalität, Lebendigkeit, Tradition und auch das Chaos aufeinander.

CoverGAstroNicht nur auf den Straßen der Metropole, sondern genauso auf den Tellern, in den Gläsern und an den Tresen der Hauptstadt.

Maultaschen und Heuschrecken, It-Girl und Punk, Zyankali Cocktail und Berliner Weiße.

Stil oder Stilbruch? Extrem köstlich oder kolossal schräg? Lassen Sie sich führen, lassen Sie sich verführen, zu den versteckten kulinarischen Merkwürdigkeiten ebenso wie zu den bewährten schlemmerhaften Besonderheiten.

Ob bewährter Berliner oder Neuling in der Stadt, dieses Buch wird Ihr Leitfaden sein für die ganz besonderen gastronomischen Augenblicke und Abenteuer: Wer wagt, genießt!
Erschienen im Grebennikov-Verlag (ISBN 9783 9417 84017) zum Preis von 14,90 Euro. Erhältlich im gut sortierten Buchhandel!

Eine englischsprachige Ausgabe kommt in diesen Tagen unter dem Titel „Berlin Bites“ ebenfalls auf den Markt.

Gourmétage (Charlottenburg)

Direkt am Außen-Rauch-Bereich der Wilmersdorfer Arkaden sind Laden und Schaufenster reichlich gefüllt mit allerlei Zutaten für den potentiellen Genussmenschen. Hustend begibt man sich hinein – auch drinnen gibt es Geräuchertes – und stößt auf ein Sortiment von gourmettechnischer Durchschnittlichkeit zu ziemlich hohen Preisen.

Gewürze, frische Antipasti, viel Wein, Weiterlesen

Fleischerei Bachhuber (Wilmersdorf)

Wir sind unwürdig, wir sind unwürdig.

„Wie, se wollen für Weihnachten etwas vorbestellen? Da hättn se ma vor fünf Wochen kommen müssen. Wir schreiben nix mehr auf. Müssen se halt nächste Woche nochma vorbeischaunkommn, aber geben wirds da wohl ooch nüscht mehr.“

„Wie, Fleisch kleinschneiden? Hamwa keene Zeit füa.“
Wir können uns doch nich um allet kümmarn, wo kämwa denn dahin, wenn jeder Kunde, nee Störenfried, mit irgendsonem Kram kommt?

Einsichtig verlasse ich das Geschäft und hinterlasse drei bestürzte Fleischhandelfachkräfte, deren Fassungslosigkeit, ob meines Ansinnens, mir nahe geht.

Sind das nicht famose Nachrichten im gebeutelten Berlin? Es lebe der Einzelhandel. Solange er noch kann. Nicht allen Händlern geht es in diesen Zeiten schlecht. Manchen geht es noch gut. Manchen geht es zu gut.

Güntzelstraße 47, Berlin-Wilmersdorf

Vinum Spezialitätenkontor (Charlottenburg)

Hereinspaziert in die ehemalige Metzgerei. Alte Kacheln und Fleischerhaken sind der Rahmen für eine schöne Auswahl europäischer Weine.

Herr Schiechel ist Frankreich-Experte und Liebhaber. Das merkt man an dem Sortiment und an seinen Erklärungen.

Vinum - Wein

Vinum - Wein

Bordeaux, Burgund, Loire, Sauternes. Hier liegt der Schwerpunkt. Cremant: vielleicht der Bouvet? Champagner: natürlich der Ruinart Rosé!
Auch Deutschland und weitere europäische Regionen (Italien, Spanien, Österreich, sehr schön: Portugal) sind vertreten. Übersee sucht man vergebens.
Besser, man wählt sich einen Schwerpunkt, hinter dem man voller Überzeugung steht!
Lassen Sie sich beraten, Sie werden womöglich begeistert sein. Gerade bei Empfehlungen zu komplizierten Menüfolgen und seltsamen kulinarischen Kombinationen empfiehlt man Weiterlesen