Umu = Sprachlos

Nein, nicht wirklich. Zumindest jetzt nicht mehr. „Lasse die Welt, die Du kennst, hinter Dir!“ rät die Homepage dem Besucher. Also auf nach Mayfair.

James Bond lässt grüßen, wenn am Eingang eine geheimnisvolle Taste betätigt werden muss, die eine versteckte Schiebetür betätigt und den Weg frei gibt.

Rechts die helle Taste zum öffnen der Tür

Rechts die helle Taste zum öffnen der Tür

Kann ein Ort glamourös-entspannt sein? Wenn ja, dann dieser. Gedämpfte Gespräche, greller Strass, edle Hölzer, dunkle Anzüge und zerrissene Jeans. Sie alle wollen diese großartige japanische Küche, Kyoto-Style.

Japanische Eleganz

Japanische Eleganz

Der Mittagstisch empfiehlt sich für den begrenzten Geldbeutel, da ab 25 Pfund ein Menü zu haben ist. Die großen 8-Gänge Kaiseki-Menüs für 95 Weiterlesen

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Sushi Samba 7 (New York)

Ein Bekannter wollte mich warnen: „Hier gehen dünne Menschen nicht-essen. Solche, die dünn bleiben wollen. Vielleicht siehst Du ein paar staksige Models.“

pa160261Die Warnung half nix, das Design auf zwei Etagen sah irgendwie zu ulkig aus, außerdem hatte ich im benachbarten „Village Pet Store“ durch Fischstäbchen kulinarische Inspiration erhalten.

So galt es dann, ratlos über der Karte zu brüten, die Sushi genauso wie südamerikanische Kompositionen anbot. Kuriose Mischung. Am Wochenende werden auch südamerikanische Rhythmen geboten.  Unagi Rio? Komisch das.

Das Sashimi kam mit einer säuerlich-wässrigen Feuchtigkeit, die Maki-Rollen waren mit cremiger Soße erschlagen. Was auf der Karte kreativ klang, war mit Aromen zugekleistert, die die Frische des Fisches nicht mehr prüfbar machten. Immerhin schlägt eine solche Rolle mit um die $15 zu Buche.

pa160260

Die Peruanischen und Brasilianischen Spezialitäten habe ich nicht verkostet. Ich sah auch sonst niemanden selbiges tun. Eigentlich sah ich auch niemanden überhaupt essen.
Jedenfalls wurde mehr in das Design als in die Köche investiert. Man kann ja auch einfach auf einen Margarita vorbeischauen.

Seventh Avenue South 87, 10014 New York

www.sushisamba.com

Mlooi-Sushi Bar (Charlottenburg)

Ein konsequentes Konzept: es geht um Sushi. Punkt.
Man nennt sich Sushi Bar und das ist zutreffend. Keine zusätzlichen Kinkerlitzchen, wie Yakitori-Spieße, oder Reisgerichte. Der Fisch steht im Vordergrund und ist frisch und schmackhaft zubereitet.

Das Innenraumdesign ist sehr angenehm-modern. Ein helles grün dominiert, mit roten und braunen Farbtupfern. Ich finde es schön.
Man muss nun nicht durch die halbe Stadt nach West-End fahren, um hier den x-ten Sushi-Laden anzutesten. So ungewöhnlich Weiterlesen

Blue Ribbon Sushi (New York)

Asia und Fusion Küche ist in N.Y.C. gerade sehr angesagt. Oft in großraum-Hotspots mit Reservierungs-Folter-Methoden und Klimaanlagen, die einem die Stäbchen nach oben ziehen.

p9150188Erfrischend anders, weil traditionell und entspannt, war das Blue Ribbon.
Wie gut, dass ich mir den „Rough Guide Directions“ gekauft hatte. Hier gab es durchweg klasse Gastro-Empfehlungen. So gerieten wir nach SoHo.
Das Buch hatte vor langen Schlangen gewarnt (also Menschen- Einlass begehrend), aber ich hatte wohl einen ruhigen Tag erwischt, so dass wir auch gleich die Premium-Plätze am Tresen erhielten, mit bestem Blick auf das Tun und Treiben der Sushi-Meister. Das wirkte Vertrauen erweckend. Wir wurden mutig und orderten „Omakase“ – wir begeben uns in die Hände des Meisters.

Ergebnis war eine kunstvolle Platte (siehe Foto) und ein purer Genuss. Natürlich war vieles neu, da dort auch andere Fischarten Verwendung finden, aber eines hatte ich noch nie: das Skelett eines Fisches war kunstvolle Deko auf dem Teller. Wurde uns aber in „Stufe zwei“ weggenommen und frittiert. Dann kam es zurück und wir sollten es knabbern. Ungläubig zunächst, dann mit neugierigem Erstaunen – wie Kartoffelchips. Lustig.

Eine weitere Spezialität ist die riesige Auswahl von Sake. Hier wird der p9150186Reiswein stets kalt getrunken. Wir wurden liebevoll beraten und anscheinend fand man unsere Gefräßigkeit lustig und so erhielten wir diverse Fisch- und Reisweinproben zusätzlich.

Es war toll.
Und: die Küche serviert auch bis spät in die Nacht (so ca. zwei Uhr).

119 Sullivan St, 10012 New York

www.blueribbonrestaurants.com

Akitama (Schöneberg)

Edamame und Sushi

Edamame und Sushi

Das Sushi, was Ken Toyasawa hier zubereitet, ist Kunst. Auch Zubereitung und Servieren wird zelebriert. Der Meister nennt diesen scheinbar unscheinbaren (weil: gar nicht leicht zu entdecken!) Ort im Schatten des machtvollen KaDeWe (auch dort gibt´s ja Sushi): Smallest Sushibar ever.

Lange habe ich mich davor gedrückt, die saftigen Preise hier in Kauf zu nehmen. Immer dachte ich: Touri-Lage, sollen doch auswärtige Deppen die überhöhten Preise zahlen, die hier üblich sind. Selbst an den Curry-Buden.

Das Innere des Akitama

Der Innenraum

Mein erster neugieriger Schritt ging Weiterlesen

Sachiko Sushi (Charlottenburg)

Sushi auf Booten fahrend. Sehr frisch, sehr ordentlich.

Schöne Atmosphäre mit Reispapier an den Wänden des Gewölbebogens unter der Stadtbahntrasse.

Die nicht-verstellbaren Barhocker stellen sich als sehr problematisch für Menschen unter 1,70m heraus. Bein-baumelndes ausstrecken nach vorbeifahrenden Sushi-Tellern erzeugt gefährliche Rutschmomente. Verkaufseifrig-prompte Getränkeversorgung auch mit Weinempfehlungen. Recht teure Preise, weswegen der Kunde gerne auf Gutschein-Angebote zurückgreift, dann aber stasimässig in der eigens geführten Liste (in diesem Fall: get2gold Card) überprüft wird.
Dies führt zu einem sehr unangemessenem Abschluss eines an sich angenehmen Aufenthaltes.

Grolmanstr. 47, Savigny-Passage, 10623 Berlin

www.sachikosushi.com

Tokyo Haus (Wilmersdorf)

Teppan Yaki Tische in allen Nischen. Abends elegante Zubereitung in stilechtem Interieur mit feinsten und frischen Zutaten. Am Tisch wird nach dem Geschmack des Gastes gebruzzelt und gesosst. Sehr fein und von Stammgästen goutiert. Der Mittagstisch lockt mit bunter Vielfalt. Sushi, stets frisch nachgelegt, Standardgerichte mit Reisnudelhuhn und…eben auch Teppan Yaki. Das Mittagsbuffet hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber die wahre Qualität dieses ansprechenden und anspruchsvollen Restaurants offenbart sich erst zum vollen Preis, am Abend. Der Service, übrigens, wird Sie bestens umsorgen!

Brandenburgische Straße 30, 10707 Berlin-Wilmersdorf
www.tokyohaus.de/