Public (New York)

Ein Bummel durch Nolita, die Sonne geht unter, die Lower East Side und die Bowery wird wach.

Wir waren verabredet und wollten mit Freunden eines der hip-trendy-gotta go-Megu/Nobu/Spice Market weiß nicht mehr Restaurants ausprobieren.

Es war noch etwas Zeit bis zu dem Treffen. Nehmen wir doch noch einen Cocktail, einen Aperitif. Schau mal, das sieht doch ganz nett aus.
Ein Mitarbeiter des Public sah unsere neugierigen Blicke und lud uns freundlich ein, einen Blick hinein zu werfen. Na, da nehmen wir doch einen Cocktail. Ich mochte diesen Ort auf Anhieb. Denn: Ich liebe nackte Backsteinwände; ich liebe Apothekerschränke; ich liebe geschickte Beleuchtung.
Nach dem Drink an der Bar (es gab originelle Martini-Kreationen) mussten wir leider los. Hip-trendy-gotta go…die Verabredung rief.

Dort angekommen war eines rasch klar: hier können wir nicht bleiben. Extrem cooles styling, wir-sind-zu-cool-für euch Behandlung und vor allem: Air-Condition und Musik auf voller Stärke. Wir waren doch zum quatschen verabredet, nicht zum cool tun und frieren. Flucht, raus, weg. Was nun?

Da war doch dieses sympathische Public mit feinen Drinks, einer guten Weinkarte und einer gemütlichen Atmosphäre ohne laute Musik. Hatten die nicht auch Essen?
Der Mann von vorhin erkannte uns wieder, freute sich, platzierte uns an der Bar (diesmal auf ein Brooklyn Lager) und hatte kurz darauf einen wundervollen Tisch für uns parat.

Die Teller hatten bereits beim vorübertragen einen famosen Eindruck hinterlassen. Nun stand es vor uns. Originelle Anchovis ($11), frische Austern ($15), grandiose Foie Gras ($18,50). Das Fleisch und der Fisch der Hauptgerichte war auf den Punkt gegart und mit abwechslungsreichen Beilagen und Gewürzen zubereitet. Ente, Lamm, Snapper (Hauptgerichte um die $27). Der Service war super freundlich. Entspannt und kompetent wurde uns stets der passende Wein empfohlen, egal ob Glas oder Flasche. Unser Favorit blieb ein knackiger, mineralischer Sauvignon Blanc. Die Flasche zu $38. Bitte noch eine, wir bleiben noch da!
Die gemischte Dessert-Platte mit Krokant, Schokolade, Gewürzen zu $14 machte glücklich.

Was für ein wundervoller Abend, an dem ich gleich zweimal im gleichen Restaurant war. Es war schön, sehr schön.
Mittlerweile habe ich erfahren, dass das Public vom Michelin einen Stern verpasst bekommen hat. Eigentlich ist das egal und hat nichts zu sagen. Aber selten habe ich mich so darüber mit-gefreut.
Auf der Rechnung steht: Please come again soon!
Ja, bestimmt, asap!

Elizabeth Street 210, 10012 New York
www.public-nyc.com

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