Aqua (Wolfsburg)

Aqua ist Wasser, Wasser ist Leben, Leben wird durch Essen erst schön. Allerdings auch durch angemessenes Trinken!

Eichi braucht einen Aqua-vit, Schnaps hilft über die schlimmsten Momente des Lebens hinweg (sagt Hemingway). Schlimm war….nein: nicht die Rechnung und vor allem auch nicht das Essen. Es war der Weinbringer, den ich nicht Sommelier nennen möchte.

Ich möchte mich vorab beim Küchenchef Sven Elverfeld und bei dem sehr freundlichen Sericepersonal, allen voran dem sympathischen, aufmerksamen und aufgeweckten Jimmy Ledemazel, entschuldigen: Ich kann das Aqua nicht angemessen loben, denn der Weinbringer hat mir alles verdorben.

Es sollte mein erstes drei-Sterne-Menü werden. Die DSC02330Vorfreude war groß, einen Tag Wolfsburg nimmt man in kauf. Autos finde ich tatsächlich nur mäßig interessant.

Der Raum ist fein akzentuiert: Unterschiedlich farbige Stühle, schöne Gläser und extravagante Dekorationsimpulse, ergänzt durch schlicht-moderne Licht-Effekte.

Zum ersten Probieren kam ein Wein zum erraten werden in schwarzen Gläsern. Wir haben uns gar nicht so dumm angestellt. Die Auflösung: „Ein 100%-iger Cuveé;“ was denn sonst? Ein 75%-iges Cuveé verkostet man selten….

Das Essen war phänomenal. Kreativität, Ästhetik, Geschmack – inspirierend, bravourös, genial. Angefangen bei den legendären Knusperillos in eigens angefertigten Glasgefäßen, dann kam der Orkney Lachs in Kohlrabi mit süß-saurem Rhabarber. Dann die Rochenflügel in Pekanusskrokant mit Spitzmorcheln an Kopfsalatmousse und -vinaigrette. Zum Champagner-Cremesorbet vom Grand Vintage Rosé 2000 von Moet-Chandon hätte man allerdings ruhig ein Glas des Elixiers begleitend reichen können. Weiterlesen