Belgische Gourmet Biere im Meisterstück

Die Botschaft Belgiens und Braufactum präsentieren ein feines Menü à la Gallia Belgica.

Gerade erwacht das bundesdeutsche Bierbewusstsein. Müde reiben die verschlafenen Gaststättengänger und manche Brauereibetreiber ihre Äugelein und bemerken, welcher köstliche Zug in den letzten Jahren in Dänemark, USA oder Italien angerollt ist. Ziel: Zapfhahn. Das Land des Reinheitsgebots hat die Abfahrt verpasst und muss nun per Anhalter hinterherhecheln, um ebenfalls etwas von den neuen Köstlichkeiten abzubekommen.

Hierzulande ebenfalls vom Artenschutz bedroht sind traditionelle Bierstile wie Dortmunder Export, Märzen, norddeutsche Bockbiere oder Berliner Weiße. Bier-Belgien zeigt, dass moderner Geschmack und traditionelle Braukunst mit Vielfalt und Genussfreude Hand in Hand gehen kann. Der Beweis wurde in der vergangenen Woche im Restaurant Meisterstück angetreten, als die belgische Botschaft und Braufactum – Feine Bierkultur, stets im Gourmet-Bier Segment mit großem Engagement unterwegs, zu einem Menü mit Bierbegleitung luden. Der Ort war prächtig gewählt, bietet das Meisterstück mit einer breiten Brauwarenauswahl und einer frischen Produktphilosophie doch bereits einen bewährten treffpunkt für anspruchsvolle Bierfreunde.

Rodenbach & Colonia

Der Begrüßungsschluck erfolgte in Form eines Oude Kriek Mariage Parfait, einem Lambic Kirsch-Fruchtbier der Brauerei Boon. Zum Rindertartar konnte mit dem Braufactum Progusta ein India Pale Ale mit dem Steenbrugge Tripel von Palm verglichen werden.

Mein Highlight waren die in Biersud gekochten Muscheln mit Pommes Frites. Das verwendete Bier, das obergärige Colonia, passte im Glas sehr gut dazu. Kontrastreich und mit spannenden aromatischen Facetten, wurde das elegante Rodenbach Classic parallel serviert. Dies flämische Rotbier mit einem schönen Säurespiel und einer anregenden Nase mit Balsamico-Noten war eine bemerkenswerte Entdeckung an jenem Abend.

Durch die Veranstaltung führten Braumeister Dr. Marc Rauschmann von Braufactum und der einzige deutsche Lambiksteker, Ulrich Kremer. Die Leidenschaft für den säuerlichen Stil der spontanvergorenen Lambic Biere, die nur nahe Brüssel hergestellt werden können, brachte Kremer eindringlich und sympathisch und dann auch flüssig zum Ausdruck. So wurde zu einer opulenten Käseauswahl ein Oude Geuze Lambic Bier gereicht. Zunächst aus der Brauerei Boon, dann aber ließ Krämer (in bieraffinen Kreisen auch als h.ertie bekannt) es sich nicht nehmen, seine eigenen Erzeugnisse zur Verkostung freizugeben.

Ein Porter Bier begleitete die überzeugende Beweisführung, mit welcher Vielfalt die Belgier die Genusskultur beherrschen, als mit den köstlichen Pralinen eine weitere Spezialität des Landes auf die Tische kam.

Gute Genuss-Atmosphäre im Meisterstück

Seine Exzellenz, Herr Botschafter Renier Nijskens, begrüßte die ca. 90 anwesenden Gäste zu dem Deutsch-Belgischen Abend im schönen Ambiente des ´Meisterstück´und zeigte sich auf sympathische Weise begeistert von dem wachsenden Interesse an dieser Art der Genusskultur. Die belgische Botschaft ist selbst sehr ordentlich versorgt, liegt das Gebäude nahe dem Gendarmenmarkt doch Tür an Tür mit einem Sternerestaurant. Der Botschafter versprach, nach dem gelungenen Abend weitere folgen zu lassen und die Berliner demnächst weiter mit Spezialitäten, Küchenmeistern und Kochkunst aus Belgien zu überraschen.

Wir freuen uns darauf!

Belgische Botschaft Berlin

BraufactuM – Feine Bierkultur

Restaurant Meisterstück

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