Gasthaus Wiesenstein (Schöneberg)

Geheimnisvolle Bestellungen? „Ich hätte gerne ein Elefantenohr!“ Verkündet der Herr am Nebentisch. Wenig später wird ihm ein sehr großes Schnitzel überreicht. Weitere codierte Inhalte sind auf der Speisekarte nicht zu befürchten. Gut, Fremdsprachenkenntnisse in Schwäbisch sind in Berlin nie verkehrt, aber der Schwerpunkt der Küche ist schnell erklärt: Maultaschen und Spätzle in etlichen Variationen. Ergänzt durch Schupfnudeln, traditionelle Innereiengerichte und riesige Salate.

Die Portionen sind reichlich, hungrig geht hier keiner raus.

Dass ich dieses Restaurant entdecken durfte ergab sich aus einem der wenigen Lichtblicke auf der glanzlosen Weinmesse im Rathaus Schöneberg am zweiten Januarwochenende 2009. Mit einer Winzerin aus Ilsfeld entwickelte sich ein munteres Gespräch über Restaurants in Berlin mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Dabei wurde dieses hier empfohlen, welches mir sträflicher Weise noch nicht bekannt war, obwohl ich das kulinarische Umfeld des Viktoria-Luise-Platzes durchaus schätze. Schnell also hin und ausprobieren.

Die Empfehlung der Dame kann ich nun weiter geben. Meine Maultaschensuppe zu 4,50 hatte eine ganz reichhaltige Brühe, der Taschenteig hatte die perfekte Konsistenz und die Füllung war bestens abgeschmeckt.
Die vielen Spätzle-Gerichte liegen meist so um die 8,00 Euro (mit Salat) und sind so, wie Spätzle für mich sein sollen. Braten auf den Punkt gegart mit einer ideal abgestimmten Rotweinsosse. Der Service ist freundlich, aufmerksam und professionell.

Für einen Sonntag war das Restaurant sehr gut besucht. Es gibt zwei Räume. Einen kleineren Schankraum am Eingang und einen recht großen Restaurantbereich im zweiten Raum mit ca. 50 Plätzen, vielleicht etwas mehr. Die komplette Fensterfront geht hinaus auf den wunderschönen Platz. Zum Restaurant gehört ein Vorgarten, der im Sommer bestimmt ein romantisches Plätzchen abgibt, mit Brunnenrauschen als Hintergrundmelodie. War hier nicht früher ein Grieche?? Egal, guter Tausch. Heute bessere Getränkeregion. Herrliche Brände stehen zur Wahl. Die Weinkarte ist gut sortiert und eine ordentliche Anzahl wird offen ausgeschenkt. Darunter auch ein interessanter Tropfen unserer Winzerin, ein Traminer mit Riesling. Ungewöhnlich.

Achso: Eine Codierung gibt es dann doch noch: Wer „Die Schwäbische Auster“ bestellt, dem werden Schnecken serviert.

Viktoria-Luise-Platz 12a, 10777 Berlin-Schöneberg http://www.wiesenstein.de

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3 Kommentare zu “Gasthaus Wiesenstein (Schöneberg)

  1. H.Winterhalter sagt:

    Am 5.12.2009 waren wir auf einer Geburtstagsparty
    bei Ihnen und waren begeistert. Am 29.01.2010
    ‚landeten‘ wir zu zweit wieder bei Ihnen. Keine Tisch-
    reservierung und trotzdem erhielten wir einen her-
    vorragenden Platz. Wir haben sehr gut gespeist und getrunken(!), wurden bestens bedient (von Felix angeführt) und haben uns rundum wohl gefühlt. Unser nächster Besuch in Berlin im Sommer wird uns auf jeden Fall wieder zu Ihnen führen.
    Weiter so!
    Helmut Winterhalter/Ernst Klein

  2. Nago sagt:

    Codierungen sind oft amüsant, können aber auch für Verwirrung sorgen. Ich persönlich mag sie, genauso wie das kulinarische Angebot im Gasthaus Wiesenstein.

  3. eichiberlin sagt:

    Hoffentlich kommt bald endlich die Zeit, dass man sich wieder in der schönen Garten setzten kann auf eine „Abgebrannte Eiscreme“ oder ähnliche Codierungen 🙂

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