Silvester soll prickeln!

Beinahe hätte ich das Jahresende mit einem „y“ versehen, doch der gnadenlose Duden gestattet es mir nicht. Silvester muss es heißen, was sich neben biografischer bischöflicher Historie angeblich von „Waldmensch“ herleitet. Das passt.

Auch dem Stadtmenschen wird klar: Finstere Schrat-Gestalten kommen aus ihren Weddinger Kellerverschlägen gekrochen, um mit selbstgebasteltem Sprenggut ihre Nachbarn und die die armen Hunde der Hauptstadt zu verstören.

Die Deutsch-Polnischen Beziehungen erleiden den alljährlichen Rückschlag, da der Berliner Blätterwald nicht umhin kann, vor den illegalen „Polen-Böllern“ zu warnen. Ich bin sicher, auch in Polen gibt es aufrechte Feuerwerksfabrikanten mit Prüfsiegel. Jawoll!

Eine Frau mit großen Knöpfen am Jackett wird uns ernsthaft ermahnen, das neue Jahr mehr oder weniger leicht zu nehmen. Das sollte gelingen, denn wie ich der gestrigen Zeitung entnehmen durfte, werden die Kalorien ab dem 1. Januar abgeschafft. Gleichzeitig wird die Pferdestärke zugunsten des Kilowatt gestrichen. Logisch: Bildschirme vermessen wir weiterhin in Zoll. Immerhin darf britisches Bier weiterhin als Pint gereicht werden.

Egal auf welche Neuerung, Hoffnung, Hinterlassenschaft oder Träumerei wir um 00.00 Uhr anstoßen, wir sollten es mit Champagner tun. Erstens ist Champagner eine tolle Sache. Zweitens ist der Champagnerabsatz hierzulande rückläufig. Drittens gibt es immer einen Grund, Champagner zu trinken.

Selbiges verriet uns die legendäre Dame „Tante“ Lily Bollinger aus dem Champagner Haus Bollinger in einem Interview in der Daily Mail im Oktober 1961, als Madame Bollinger  auf die Frage des Reporters, zu welchen Gelegenheiten sie denn Champagner trinke, antwortete:

„Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.“

Ansonsten wird für den Eichi auch in 2010 wieder der Martini das erste Getränk bleiben. Der Autor und Cartoonist James Thurber hat es einmal vernünftig zusammengefasst:

„Ein Martini ist in Ordnung. Zwei sind zu viele, und drei sind nicht genug.“

Martini Time

Martini Time

In diesem Sinne:

Alles Gute für 2010 und immer eine feine Flüssigkeit im Glas!

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5 Kommentare zu “Silvester soll prickeln!

  1. kormoranflug sagt:

    Auf einen Wodka-Martini im neuen Jahr.

  2. vilmoskörte sagt:

    Achtung, die Mobiter schließen sich heute Nacht mit den Weddingern zusammen, um den Charlottenburgern mit ihren komischen Altmetallweihnachtsmärkten mal so richtig einzuheizen. Ich wünsche ein Frohes Neues und immer einen Handbreit Martini unter dem Kiel!

  3. bunnyberlin sagt:

    ich sach ma prost, eichi.

  4. oachkatz sagt:

    Viel schönere Wünsche fürs Neue Jahr kann es eigentlich nicht geben.

  5. eichiberlin sagt:

    Danke schön. Ich bin geschüttelt und gerührt!

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