Doofe U-Bahnhof Werbung

Heute tue ich einem Musikinstrument unrecht, welches unschuldig dazu verdammt wurde, im Berliner öffentlichen Nahverkehr in der niederträchtigst-möglichen Form Anwendung zu finden, dem Akkordeon.

Jenes aerophone Tasteninstrument findet grausame und terrorgleiche Anwendung in U- und S-Bahnen, wenn balkanische Jungen und Männer unterschiedlichen Alters dort jenes eine und einzige Lied, welches ihnen in organisierten Bettel-Camps eingetrichtert wurde und das sie nun der armen Quetschkommode abringen. Die Harmonika-Horden gehören ihrerseits zu der allgegenwärtigen Armada der „Speak-english“ Frauen, die sämtlichen touristischen Orte systematisch beschwirren, um arglose Touristen mit kryptischen Bettelbriefen um ihre Zahlungsmittel zu bringen.

Un-Knorke

Un-Knorke

Die unmusikalischen Schifferklavier-Versager innerhalb der schnorrenden Schurkenschar werden an Kreuzungen postiert, um dort den Autofahrern mit der Androhung einer Scheibenbefeuchtung ein Schutzgeld abzupressen.

Nun sehe ich ein, es ist gemein, meine Missbilligung  jenes Treibens an der zarten Ziehharmonika fest zu machen, aber: ich, als reichlicher Nutzer des ÖPNV, bin zermürbt. Vor meinem geistigen Auge stimmt der Münchner im Himmel mit der Harfe ein „Hosianna, sog i!“ an, während Osama Bin Laden in der Hölle schmort und dabei selbstverständlich Akkordeon spielt.

Entsprechen unwillig bin ich daher, eine Wohnung bei der GESOBAU in Betracht zu ziehen, die im U-Bahnhof Wedding mit einem rüstigen Senior wirbt, der freudig seine Quetschn malträtiert.

Armes Akkordeon. Wann wirst Du wieder ein Sympathieträger sein?