Art-Hotel Charlottenburger Hof

Wer in Berlin lebt, steigt naturgemäß eher selten in den örtlichen Hotels ab. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage: Wohin mit dem lieben Besuch, den fragwürdigen Bekannten und der buckeligen Verwandschaft?

Zwei Möglichkeiten gibt es. Die Nervensägenkategorie (z.B. „Wo wir essen, ist mir egal…“; „Acht Euro für einen Cocktail ist aber teuer….“; „Dies ist mein neuer Freund, er ist Finanzbeamter, und nun machen wir eine Woche auf Pärchenterror…“) schicke ich in die zahlreichen Unterkünfte, die irgendwas mit „Mitte“ im Namen haben, sich aber in der finstersten Ecke vom Bezirk Wedding befinden.

Den lieben Besuch, der gerne und oft wiederkommen soll, platziere ich zuweilen im Charlottenburger Hof. Das Hotel ist genau richtig. Nicht so groß, dass ständig Busladungen an Reisenden ausgeschüttet werden, aber groß genug, dass die Rezeption ständig freundlich besetzt ist und man schnell auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen kann. Im angeschlossenen Restaurant wird morgens das Frühstück serviert und von null bis sieben Uhr gibt es auch ein Not-Angebot für die Hungrigen.

Kunst. Es ist ein Art Hotel. Eigentlich ein Altbau, ist man umgeben von einer Gestaltung, die von der Klassischen Moderne inspiriert ist. Der Eingang ist zunächst mondrianesque, eine Etage ist komplett Picasso gewidmet und auch Miro und Kandinsky haben ihre Räume.
Der Altbau selbst hat das Manko, dass es keinen Fahrstuhl gibt, das muss man wissen.

Art-Hotel Charlottenburger Hof

Die Lage ist optimal für Menschen, die viel in Berlin unternehmen wollen. Der S-Bahnhof Charlottenburg ist gleich vor der Haustüre, der U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße ein paar Meter weiter. Kudamm ist ums Eck.
Verlässt man das Hotel und biegt nach links, gibt es angestaubte Table-Dance-Bars aber auch den historischen Ort, wo vor 60 Jahren die Currywurst erfunden wurde. Noch heute gibt es eine sehr ordentliche (zum Teil in kurioser Gesellschaft) bei „Maximilian“.
Nach rechts geht es zu wundervollen Lokalen, die nicht Touri-überladen sind, zum herrlichen Lietzenseepark und zur Suarezstraße, dem Mekka für Antiquitätenfreunde. Dahinter geht es zum Messegelände.

Ich schweife ab (kein Wunder, ist ja mein Lieblingsviertel). Zurück im Hotel gibt es faire Tarife (ab 70 Euronen für ein Doppelzimmer), einen netten Innenhof zum Frühstück in den schöneren Jahreszeiten, und PC mit kostenlosem Internetanschluss auf allen Zimmern(!), um die erlebten Berlinabenteuer umgehend zu bloggen….

Stuttgarter Platz 14, 10627 Berlin-Charlottenburg
www.charlottenburger-hof.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s