Design dein Destillat

„Show your spirit!“ So einen Wettbewerb hat´s noch nicht gegeben. Bartender und Spirituosenfachleute entwerfen ein Getränk, eine Spirituose, welche es so noch nicht gibt. Das Siegerprodukt produziert der Spirituosenkonzern und Weltmarktführer Diageo und gliedert es in sein Premium-Sortiment ein. Für den Sieger und seine Rezeptur bedeutet das Ruhm, Ehre und anteilige Gewinnbeteiligung am Verkauf. Nicht schlecht.

Eine Flasche fehlt noch

Eine Flasche fehlt noch

Was wollte ich schon immer trinken? Welches Destillat fehlt der modernen Bar von heute? Welche Getränke-Innovation will ich im Glas sehen? Diese Fragen stellen sich in diesen Minuten Connaisseure, Barleute und Spirituosenfans weltweit. Dies ist ein Wahlaufruf. Der Countdown läuft nämlich. Nur noch wenige Stunden darf gewählt werden. Es geht um Prozentpunkte, in doppelter Hinsicht sogar. Es gilt, abzustimmen. JETZT!

Eine hochkarätige Jury wählte bereits vier Finalisten für das eine Produkt. Ein fünfter Platz ist noch frei und den bestimmt die Wahl per Mausklick auf:

showyourspiritcompetition.com/en-gb/vote

19 Rezepturvorschläge, 19 Innovationen, 19 Inspirationen wetteifern um die entscheidenden Wähler, um die finalen Klicks. Es lohnt sich alleine schon, den Ideenreichtum der Wettbewerber zu erkunden. Aber auch der Bar- vielmehr der Lokalpatriot ist gefordert. Im aktuellen Kopf an Kopf Rennen ist ein Berliner weit vorne mit dabei. Tom Zyankali mit seinem Absinth-Entwurf konkurriert um Zestenbreite mit dem Teedestillat von Dennis Zoppi.

Nur noch wenige Stunden, bis die Abstimmungsphase endet. Montag früh um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (10 o´clock Greenwich meantime) erfolgt die Schließung des Wahllokals. Kurz darauf gibt Diageo den Spitzenreiter bekannt. Also rein in die browsige Wahlkabine und in die Urne geklickt. Do it now!

showyourspiritcompetition.com/en-gb/

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Berlin ist Weltklasse. Und manchmal sogar World Class

„World Class changed my life!“ Mit diesen Worten fasst Erik Lorincz seinen Erfolg bei dem Wettbewerb im Jahre 2010 zusammen, der als inoffizielle internationale Weltmeisterschaft der Bartender gilt, die Diageo World Class. 2012 betreute der Barchef der American Bar des Savoy Hotels in London viele der Vorausscheidungen als Vortragender und Juror und beriet und bewertete die teilnehmenden Bartender rings um deren Rezepturen und Präsentationen. Ich hatte damals das Privileg, als Jurymitglied, gemeinsam mit Erik und Christina Schneider, eine Berlin-Qualifikation zu bewerten. Ein feiner Moment zwischen Herausforderung, Konzentration und Vergnügen!

Nun erfolgte der Startschuss für die Neuauflage der Diageo World Class in der neuen Saison und auch in Berlin gingen einige hochqualifizierte und talentierte Bartender an den Start, um die Herausforderung anzunehmen, sich durch die anspruchsvollen Aufgaben und Runden zu kämpfen, schütteln und rühren.

Die erste Herausforderung bestand zunächst darin, die Regeln halbwegs zu begreifen. Mir persönlich gelang dies nur mittelmäßig und auch die befragten Fachleute berichteten zaghaft von „Es geht um Retro Chic“ und „Irgendwas mit Vintage und Essen“. Stichworte wie ´Hollywood´ und ´König Whisky´ fielen ebenfalls.

World Class in der Schwarzen Traube

World Class in der Schwarzen Traube

International sind die Bartender aufgerufen, sich der Qualifikation zu stellen, die in ´Burst 1´ und ´Burst 2´ aufgeteilt ist. Eine Übersetzung mit Explosion, Durchbruch oder Salve liegt mir gerade nicht sehr Nahe, daher nenne ich es einfach ´Staffel´. Die zweite Staffel steht just bevor (wer noch teilnehmen mag, sollte sich sputen!), Staffel 1 wurde zum Jahresende 2012 ausgefochten und zu diesem Anlass wurde eine muntere Runde kulinarischer Berichterstatter eingeladen, um einige der Bewerber in Berlin zu testen.

Die Bewerber hatten sich zuvor für eine Basis Spirituose aus dem Diageo Sortiment entschieden und die Wahl wirkte sich auf die Herausforderung aus. Mit Tanqueray Ten war eine andere Herausforderung verbunden, als mit Ron Zacapa oder Johnnie Walker. Danach galt es, den Drink zu bewerben, sei es in der Bar selbst, in sozialen Netzwerken oder den Medien, und einen strengen Diageo Repräsentanten mit Drink und Präsentation zu überzeugen.

Die fünf Drinks, die uns vorgesetzt wurden waren allemal ungewöhnlich und bemerkenswert und auch wir sollten Bewertungsbögen ausfüllen. Einige Tage später wurden die offiziellen Ergebnisse verkündet und zwei unserer Kandidaten schafften den Einzug in die nächste Runde. Ein Ergebnis, was ich tatsächlich aus vollem Herzen und Gaumen unterschreiben möchte.

Atalay Aktas servierte uns in der Bar „Schwarze Traube“ einen köstlichen Drink namens „Dark Whisperings“, den er aus Weiterlesen

Gesucht: Der Don aka The Don

Wetzt die Messer! Kühlt die Gläser! Poliert die Shaker! Dear Barguys and -gals, hier kommt ein Angebot, dass ihr nicht abschlagen könnt. Ein Don wird gesucht.

Don Julio, die Tequilamarke, die in zahllosen Backboards schillert, die elegantesten Tequila-Drinks bereichert und die Gaumen der skeptischsten Tequila-Antificionados doch noch zu überzeugen wusste, sucht eine Persönlichkeit, um die Marke in 2012 zu repräsentieren. Als bekennender Tequila-Liebhaber freue ich mich sehr über einen Ansatz wie diesen, der das Destillat aus der blauen Weber-Agave mehr Menschen hierzulande näher bringt. Aber: Hurtiges Handeln ist angebracht. Silvester ist High Noon, also Bewerbungssschluss.

Bevor nun hysterisches Gekreische von bartechnischen Gleichstellungsbeauftragtinnen ausbricht: Auch Damen dürfen sich bewerben. Allerdings vermag ich nicht zu sagen, ob der Titel dann in Dona Julio, Don Julia oder die Marke für die Dauer der Amtszeit in Dona Julia umbenannt wird.

Are you the Don?

Bist Du „The Don“??? Dann kreiere den „Luxury Drop“, einen Shot mit Don Julio Tequila und einem besonderen und eigenwilligen Ritual des Trinkens. Die Aufgabe ist nicht leicht. Lasst es krachen, Leute, ihr wollt diesen Titel. Wart ihr luschigen White-Russian-Trinker bislang zufrieden mit dem Titel „The Dude“, so könnte nun ein neues Zeitalter beginnen und ein wahrer Ehrentitel warten. Zudem könnt ihr euch einreihen in die illustre Liste der durchlauchten Dons der diversen Dekaden. Sie alle sind nicht qualifiziert und stehen für das falsche Getränk.

Da hätten wir natürlich den Eingangs zitierten Don Corleone. Der braucht keinen Titel mehr, er hat ihn schon. Wie bemerkte der Pate einst: Weiterlesen