BCB – Bar Convent Berlin 2009 (Tag 1)

Großer Bahnhof in Berlin für die Bar- und Cocktailszene aus aller Welt. Der BCB ist im Vergleich zu den Vorjahren gewachsen.

Die Mixologen und Cocktailkundigen der Welt sind in den Berliner Postbahnhof geladen. Kein Wunder also, wenn erst einmal die Gesichtszüge entgleisen.

Der frühe Vogel.....trifft die Schlange

Der frühe Vogel.....trifft die Schlange

Eine lange Schlange bildete sich vor den Eingangstüren. Spekulationen über den Grund der Einlass-Verzögerung machten die Runde. „Wurden die Türsteher der Bar 25 angeheuert?“; „Ist das Eis geschmolzen?“; „Wird man wie am Flughafen auf gefährliche Flüssigkeiten untersucht?“ Jedenfalls sehr bedauerlich für die Referenten der ersten zwei Stunden der Messe, dass die die kommen wollten, nicht hinein konnten. „Da hätten wir ja noch ´ne Stunde mehr schlafen können, nach der Party in der Admirals Bar, letzte Nacht….!“ so der Tenor.

Endlich hineingelangt war dann ein reichliches Programmangebot vorhanden. Die Zeit reichte gar nicht, um alles zu beschnuppern.

Main Stage

Main Stage

Verkostungen, Diskussionen, Präsentationen, Produkt- vorstellungen, brillante Mix-Meister, Meeten und Greeten. Einige Fachleute waren der Meinung, noch weiter sollte der BCB nicht mehr wachsen. Andere äusserten die Meinung, das durchaus mehr Veranstaltungen auch in deutscher Sprache hätten abgehalten werden können. Ich persönlich habe Jürgen Deibel vermisst,  den ich für einen der brillantesten Moderatoren von Verkostungen und Spirituosenseminaren in unserem Sprachraum halte. Dafür gab es hervorragenden Besuch aus anderen Breiten- und Längengraden: Ian Burell, Phil Duff, Hidetsugo Ueno, Fred Noe und viele mehr.

Dave in seinem Element. Dabei entgeht ihm der freche Rum-Grabscher, rechts im Bild.

Dave in seinem Element. Dabei entgeht ihm der freche Rum-Grabscher, rechts im Bild.

Großartig die Verkostungen mit Dave Broom, dem Meister des Rum aus London, der seine Rumverkostung mit 18 Sorten auch lediglich um 1,5 Stunden überzog, sehr zur Freude aller Teilnehmer. Dave Broom kennt den Rum, liebt den Rum. Ihm zuzusehen, wenn er philosophiert, riecht, schmeckt ist ein Vergnügen. Er ist mit allen Sinnen und mit dem ganzen Körper dabei. Es ist, als würde er den Rum tanzen.

Beam me up, Jimmy

Beam me up, Jimmy

Im Ausstellerbereich war eine gute Stimmung. Entspannt, konzentriert, kommunikativ und mit ausreichend Platz, sich intensiv und uneingeengt zu unterhalten – angenehmer als in den Vorjahren.

Produkte wurden präsentiert und zahlreiche famose Bartender wechselten sich hinter den verschiedenen Tresen ab, um Besucher wie Kollegen zu umsorgen.

Es gab Raum für große, wie auch kleine Anbieter und ihre Produkte. Auf kleinerer Ebene wurde das „Das Korn“ Projekt begeisternd präsentiert, oder die Jungs von „The Bitter Truth“ hatten ihre Bitters und weiteren Produkte mitgebracht. Ich bin immer wieder gespannt, was ihnen als nächstes einfällt.

Umfangreicher und doch sehr individuell wurden die Produkte von Diageo präsentiert.

Feine Bloody Mary bei Diageo

Feine Bloody Mary bei Diageo

Bei einer Bloody Mary die Kombination aus fünf Salzen, 6 Pfeffersorten und 4 Würzsoßen selber zusammenstellen zu können hat das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal für eine Bar. Großartige Idee, bestens zubereitet von Barmann Heiko!

Da konnte die Havana Club Bar ehrlich gesagt nicht mithalten. Mittelmäßige Drinks passten sich dort einem Publikum an, welches beschlossen hatte, sich festzusetzen, dem Karibik-Bar-Feeling hinzugeben, und ein Meeresrauschen hören zu wollen. Es war nicht nur Fachpublikum auf der Messe.

Weitere Produkte wurden lebhaft diskutiert, wie beispielsweise reisiger Sake, schokoladiger Mozart Dry, wacholdiger Genever, diverse Flüssigkeiten mit Beeren darin (ja, es stimmt. Ich formuliere vage…) und alle Sorten von

Muskatellertrauben Schlehen Sprudler (Pisco Sloe Fizz)

Muskatellertrauben Schlehen Sprudler (Pisco Sloe Fizz)

Bionade.

Ich wurde in letzter Zeit zunehmend von Mittel- und Südamerikanischen Spirituosen begeistert, daher verwundert es nicht, dass mein favorisierter neuentdeckungs Drink des ersten Tages ein Pisco Sloe Fizz war, prachtvoll zubereitet von Thorsten Pannek aus der Berliner Bar Vis à Vis. Diesen Drink werde ich am Tag zwei bestimmt wieder trinken!

Heißen Dank an die Jungs und Mädels von Mixology, die mit dem Bar Convent Berlin eine großartige Platform für Austausch, Erkenntnisgewinn, Barwissen und Genuss geschaffen haben.

http://www.mixology.eu/de/blog

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