Sorgfältig eingeschenkt und kritisch verkostet – Brewberlin bespricht Bierthemen

Brew Berlin ist Online. Das Thema Bier begeistert. Neue Gerstensäfte drängen auf den Markt, frische Bierstile machen Furore und klassische Hopfensorten und Sude erleben eine Wieder- und Neuentdeckung. Zeit für ein paar neue Striche auf dem Bierdeckel!

Eins auf den DeckelIch selbst begleite das Thema genussvoll seit einiger Zeit auf unterschiedliche Weise. Bierhistorische Stadtführungen, Bierverkostungen, Artikel in Mixology – Magazin für Barkultur, Bier & Brauhaus und das Buch „Von Ale bis Zwickel„. Dazu stelle ich meine Verkostungsnotizen auf der bewährten Bier-Bewertungsplattform Bier-Index.de ein.

Nun kommt eine neue Bierplattform im Internet hinzu: www.brewberlin.com

Gemeinsam mit den Autoren von Mixology und den Veranstaltern des Bar Convent Berlin entsteht das neue Forum für Neuigkeiten rund um das Bier. Darin präsentieren wir Bier-News, Interviews, kritische Anmerkungen, Berichte zu Veranstaltungen und Geselliges mit Gerstenmalz aus dem Herzen der Hauptstadt: Brew Berlin!

Ich selbst darf zu diesem Projekt mit Aktivitäten und Berichten beitragen und freue mich auf spannende Themen, regen Austausch und natürlich prächtigen Biergenuss.

Daher: Sehr zum Wohle und bis auf bald bei Brewberlin.com

Heutige Hopfung

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Peruanische Gaumenfreuden – Mehr als nur Pisco

Die Bar- und Spirituosenwelt fiebert dem Bar Convent Berlin am 8. und 9. Oktober entgegen. Das diesjährige Gastland der Getränkemesse ist Peru und wer sich mit Pisco bereits näher beschäftigt hat weiss, wie vielseitig und köstlich jenes Traubendestillat sein kann. Da geht durchaus noch mehr, als nur der bewährte Klassiker: Pisco Sour!

Das Peru kulinarisch durchaus noch etwas mehr zu bieten hat, durfte ich jüngst im Restaurant Serrano in Wilmersdorf erfahren. Ich war ein früher Gast an einem Dienstag und betrachtete anfangs die zwei leeren Gasträume etwas sorgenvoll, aber rasch füllte sich das Restaurant und die Atmosphäre belebte sich angenehm.

Feine Vorspeisenauswahl

Feine Vorspeisenauswahl

Sehr freundlich und engagiert, lässt das Personal den Besucher unmittelbar spüren, dass man hundertprozentig hinter den Produkten und der Küchenphilosophie steht. Die Auswahl ist überschaubar, aber dennoch abwechslungsreich, wobei neben der gemischten Vorspeisenplatte der frische Fisch und die Meeresfrüchte besonders empfehlenswert sind. Das Nationalgericht Cevice, mariniertes Kabeljaufilet mit Zwieblen, Limettensaft und Süßkartoffeln, darf nicht fehlen. Um die 15 Euro kosten die Gerichte. Fleischgerichte mit Weiterlesen

Zum fünften Mal: Bar Convent Berlin

Give me five! Der Countdown tickt herab, bis sich am 10. und 11. Oktober die Pforten einer der wichtigsten Barmessen öffnen und die Fachbesucher aus aller Welt in den Postbahnhof am Ostbahnhof strömen werden. Es ist also schon Fünf vor Zwölf.

Voller Vorfreude blättere ich durch das Programm und suche mir die interessantesten Veranstaltungen heraus. Gleichzeitig schmunzele ich in den Erinnerungen der vergangenen Jahre mit dem BCB und seinen unvergesslichen Augenblicken, Vorträgen, Drinks, Indiskretionen und Begegnungen.

Dass ausgerechnet die jubiläumsträchtige fünfte Ausgabe ein erneutes Highlight bedeutet, kann sich ein jeder an den Fingern einer Hand abzählen. Dürfen wir sie wieder erwarten, die glorreichen Fünf, die fünf Samurai, die fünf Geschworenen, Stirb Langsam 5, die Fünf von der Tankstelle, fünf Mixologen auf dem Kontrabass und mindestens fünf cl Gin in meinem Tonic?

Die Zahl der Gläser muss jeweils durch 5 teilbar sein

Die Zahl der Gläser muss jeweils durch 5 teilbar sein

Das Team von Mixology steht erneut hinter der Organisation und Planung und verleiht am 11. Oktober die Mixology Bar Awards. Sinniger Weise bemühte man sich jeweils um fünf Nominierte in den Kategorien Barteam, Newcomer, Mixologe, Gastgeber, Bar und Hotelbar des Jahres. Eine rebellische und nominierungsunwillige Bar in Berlin Mitte verweigert jedoch die Nominierung in gleich zwei Kategorien und sabotiert somit meine ambitionierte  pentagonische Darstellung.

Die Aufregung hoch Fünf zu Weiterlesen

Bar Convent Berlin – BCB 2010

Der Postbahnhof am Ostbahnhof stellte auch in diesem Jahr wieder die Bühne für ein grandioses Treffen der Barkultur. Die Damen und Herren von Mixology stellten erneut ein umfangreiches Programm zusammen und konnten Barprominenz und Experten aus aller Welt gewinnen, um Fachwissen zu verbreiten, Produktneuheiten zu präsentieren,  fachzusimpeln und netzzuwerken, schöne Drinks zu bereiten und Durchhaltevermögen zu beweisen.

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Was gefiel mir besonders? Oder auch nicht?!

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Mysteriöse Post von Barworkz

Ich mag es, wenn der Postbote Sendungen bringt, die Getränke enthalten. Heute gab es Rätselhaftes aus der Holzbox von Barworkz.

Jene Barberater  schickten einen unbeschrifteten Flakon. Zuvor war bereits aus dem Dunstkreis von Mixology eine Sendung zu Prüfzwecken angekündigt worden.

Zaubertrank?

Zaubertrank?

Rasch geöffnet, verströmte der Duft die Aura von Holz, wie er für Cognac und Armagnac typisch ist. Nicht wenige Spirituosen-Verkostungen der letzten Zeit führten jedoch aufs Glatteis. Mit ein wenig Luft dringt dann jedoch eine Rum-Charakteristik durch, wie ich sie schätze. Eher aromatisch-alkoholisch geprägt und nicht ganz so klebrig-karamellig, wie das Melasse-Destillat zuweilen daher kommt (warum die Leute beispielsweise den Diplomatico so begehren, muss ich nicht verstehen, gell?). Ich wurde jedenfalls erinnert an einige angenehme Panama- oder Demerara-Tropfen.

Nun bin ich natürlich gespannt auf des Rätsels Lösung.

www.barworkz.de

www.mixology.eu

www.barconvent.de

Admirals Absinth Bar (Mitte)

(Update: Leider ist dieser Ort geschlossen worden.)

Der Admiral ist ein wunderschöner Schmetterling- Vanessa Atalanta – sogar ein Edelfalter!

Die Deutsche Demokratische Republik hat ihm eine Briefmarke gewidmet. Wie passend, führt uns unser Weg doch in einen historischen Gebäudekomplex mit markanter DDR- Vergangenheit: den Admirals Palast.

1946 wurde in diesem Hause die Grundlage für die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED gelegt. Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck gaben sich die Hand. Ein Händedruck, der in symbolischer Form das Wappen der SED wurde.

Heute reichen sich für eine neue Union zwei Bartender die Hände. Mit Tayfun Sen und dem einmaligen Goncalo de Sousa Monteiro wurden zwei hervorragende Barmänner in einem Keller in Mitte versteckt, um dort gefunden zu werden. Das gestaltet sich gar nicht so leicht, aber wir wissen, das der Schmetterling an sich, bedingt durch zahlreiche Freß- und Trinkfeinde, sich tarnt. Es ist eine arg verborgene Treppe im Hof, die den Durstigen hinunter zum Nektar flattern lässt. Nach dem Betätigen der Klingel tut sich der Sichtschlitz auf und nach wohlwollendem Beäugen wird der Einlass gewährt.

Pre-BCB-Party

Pre-BCB-Party

Jeder Schmetterling beginnt seine Karriere als Raupe, um dann zur Puppe zu werden. Die Admirals-Raupe hat sich mit dem Schlüpfen nicht wenig Zeit gelassen. Vermutlich gab es noch nie eine Bar, die jeder Cocktailkundige kannte, jedoch für ein gutes Jahr nicht betreten durfte. Zum Bar Convent Berlin (BCB) war es dann soweit und derKeller wurde freigegeben. Neben der Bar befindet sich noch die abgebildete Party-Dance-Veranstaltungs-Zone, die weiter larvt, wohl bis zum Herbst 2010.

Die Admiral Absinth Bar ist hingegen geöffnet, was kaum jemand erfährt. Ich traue mich erst heute, meine Zeilen zur Admirals Bar zu verbrechen, weil: 1.) Heute die neue Ausgabe von Mixology – Magazin für Barkultur in meinem Briefkasten lag. Darin ein feiner Bericht von Tanja Bempreiksz zu Haus und Bar und Keeper mit extrem genialen Fotos von 103prozent. Und weil 2.)  die geschätzte Christina Schneider für das Bartender Labor ihre Liebeserklärung an selbige Bar verfasste.

Die Betreiber überlegen noch sorgsam, welches Publikum wohl wie zu adressieren wäre. Daher: Psssst!!

Ich glaube, so ganz geschlüpft ist der Schmetterling noch nicht. Gerade das ist der Zauber. Hereinspaziert in eine Bar, die im Augenblick wohl nur Barkeeper kennen. Die Kreationen? Klassisch, originell, ungewöhnlich. Wer

Absinth und Classic

Absinth kennen lernen möchte ist goldrichtig und wird bestens versorgt und informiert. Die historischen Details – Wasserspender, Tapeten, Licht –  versetzen den Gast in eine verruchte Stätte des Verbotenen, ohne Ohrabschneidtendenzen à la van Gogh.

Die Admirals Bar ist derzeit ein magischer Ort. Ruhig, geheimnisvoll, entspannt, mysteriös. Mit guten Drinks zu gehobenen Preisen. Mit Schwächen: Der sonderbare Lichteffekt im Niemandsland der Decke über

Secret sipping...

Secret sipping…

einer leeeeeeren (Tanz?-)Fläche. Eine Kälte der Einsamkeit. Und: Viel zu wenigen Barhockern!

Großartiges Geheimnis trifft auf den Schmetterling, der seit der Antike die Seele symbolisiert. Die Barkeeper tragen diese Seele in sich. Definitiv. Der Raum benötigt noch ein wenig Zeit. Gut, wenn man sich die Zeit zum Schlüpfen lassen kann!

Bis dahin: Geöffnet täglich ab 18 Uhr, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, im Hof des Admiral Palast.

BCB – Bar Convent Berlin 2009 (Tag 1)

Großer Bahnhof in Berlin für die Bar- und Cocktailszene aus aller Welt. Der BCB ist im Vergleich zu den Vorjahren gewachsen.

Die Mixologen und Cocktailkundigen der Welt sind in den Berliner Postbahnhof geladen. Kein Wunder also, wenn erst einmal die Gesichtszüge entgleisen.

Der frühe Vogel.....trifft die Schlange

Der frühe Vogel.....trifft die Schlange

Eine lange Schlange bildete sich vor den Eingangstüren. Spekulationen über den Grund der Einlass-Verzögerung machten die Runde. „Wurden die Türsteher der Bar 25 angeheuert?“; „Ist das Eis geschmolzen?“; „Wird man wie am Flughafen auf gefährliche Flüssigkeiten untersucht?“ Jedenfalls sehr bedauerlich für die Referenten der ersten zwei Stunden der Messe, dass die die kommen wollten, nicht hinein konnten. „Da hätten wir ja noch ´ne Stunde mehr schlafen können, nach der Party in der Admirals Bar, letzte Nacht….!“ so der Tenor.

Endlich hineingelangt war dann ein reichliches Programmangebot vorhanden. Die Zeit reichte gar nicht, um alles zu beschnuppern.

Main Stage

Main Stage

Verkostungen, Diskussionen, Präsentationen, Produkt- vorstellungen, brillante Mix-Meister, Meeten und Greeten. Einige Fachleute waren der Meinung, noch weiter sollte der BCB nicht mehr wachsen. Andere äusserten die Meinung, das durchaus mehr Veranstaltungen auch in deutscher Sprache hätten abgehalten werden können. Ich persönlich habe Jürgen Deibel vermisst,  den ich für einen der brillantesten Moderatoren von Verkostungen und Spirituosenseminaren in unserem Sprachraum halte. Dafür gab es hervorragenden Besuch aus anderen Breiten- und Längengraden: Ian Burell, Phil Duff, Hidetsugo Ueno, Fred Noe und viele mehr.

Dave in seinem Element. Dabei entgeht ihm der freche Rum-Grabscher, rechts im Bild.

Dave in seinem Element. Dabei entgeht ihm der freche Rum-Grabscher, rechts im Bild.

Großartig die Verkostungen mit Dave Broom, dem Meister des Rum Weiterlesen