2015. Neues Jahr. Schon Rum?

Allen Lesern dieses Blogs sei ein wundervolles und genussreiches neues Jahr gewünscht. Berlin wird 2015 bestimmt noch aufregender, köstlicher und geselliger, als es bereits ist. Die nächsten Neueröffnungen stehen bevor oder sind schon aktuell. Tim Raues neues Restaurant, das märchenhafte Nobelhart & Schmutzig, Bars wie Lost in Grub Street oder Fairytale, die Thal Weinbar, viele neue Bierorte, wie die Circus Hostel Brewery und Bierlieb. Das wird fein.

Für mich begann das Jahr mit drei herrlichen Momenten. Bacardi 8 Años lud zum Bartender´s New Year und verwöhnte die hart arbeitenden Tresenkräfte mit einem wundervollen Dinner im Mani und einem Feuerwerk über den Dächern der Amano Bar.

Es schloss sich an ein spannender Workshop mit Havana Club und der Essence of Cuba“, vier aromatischen Elixieren auf Basis des Havana Club 7, die neuen Pep in Rum pur und gemixt bringen werden.

Zu guter Letzt gönnte ich mir selbst noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk im Rum Depot in Schöneberg und bejuble nun einen köstlichen Banks Connaisseurs Cut aus einem Blend aus Jamaica, Nacaragua und Guyana.

Das Jahr 2015 ist noch nicht Rum genug!

Bacardi trifft China. Ein Legacy Augenblick.

Einen Bericht über karibischen Rum wollte ich vermutlich schon immer mal mit den Worten beginnen: Neulich in Shanghai.

Neulich in Shanghai...

Neulich in Shanghai…

Also: Neulich in Shanghai erlebte ich auf bezaubernde Weise, wie international und familiär die Bartender-Community rings um den Erdball aufgestellt ist. Ich hatte in diesem Jahr das Privileg, zu dem Weltfinale des bedeutenden Bartender Wettbewerbs ´Bacardi Legacy´ nach Puerto Rico eingeladen zu sein.

Bacardi Legacy Finale 2013

Bacardi Legacy Finale 2013

Neben einer eindrucksvollen Destillerie, einer wundervollen Landschaft, bemerkenswerten Persönlichkeiten und hochinteressanten Drinks blieb mir vor allem anderen in prägender Erinnerung, wie der Austausch unter den Bartendern eine internationale Gemeinschaft aus Bartendern formte, die eigentlich als Konkurrenten angetreten waren.

Bedeutsame Wettbewerbe, wie die Bacardi Legacy, können Bartender-Karrieren nachhaltig prägen. Das wussten die Teilnehmer des Welfinales, die aus aller Welt anreisten. Von Schweden bis Südafrika, von Thailand bis Mexiko, kamen die Kandidaten angereist. Die spätere Siegerin kam aus Moskau. In einer solchen Runde merkt man rasch, dass Essen, Trinken und Genuss eine der universellsten Verständigungsarten darstellt, auch wenn man keine gemeinsame Sprache hat. Gerade in China, wo die Kommunikation des Öfteren eine wahrlich gigantische Hürde bedeutet, verstehen alle die einschlägigen Gesten und Geräusche, wenn es schmeckt.

Neulich in Shanghai erlebte ich dank der Unterstützung des dortigen Magazins für Barkultur Weiterlesen

Eine wahre Weltmeisterschaft – Bacardi Legacy 2013

Die Zahl der Cocktailwettbewerbe wächst und ihre Attraktivität steigt stetig an. Fortbildungen, Reisen, nützliche Utensilien oder geldwerte Prämien lassen sich sehen. Einige wenige der Competitions können Leben verändern, Karrieren bedeuten, Legenden schreiben. Als eine dieser raren, wahren Weltmeisterschaften darf die Bacardi Legaci Global Cocktail Competition gelten.

Trophäen

Die Bacardi Legacy beginnt mit nationalen Ausscheidungen in 19 Ländern, führt dann die Qualifikanten über diverse Kampagnen, Schulungen und Prämien ins Finale, wo die 18 Finalisten (Indien wurde durch ärgerliche bürokratische Hürden an der Reise gehindert) zunächst in Miami, Florida zusammentrafen, trainierten und vorzügliche Schulungseinheiten und Vorträge erlebten, um dann auf Puerto Rico der Herausforderung der letzten beiden Finaltage zu begegnen. Von Argentinien bis China, von Schweden bis Südafrika traf der gesamte Globus auf der karibischen Insel zusammen. Bacardi lud mich ein, um der Entscheidung auf Puerto Rico in San Juan und auf dem Gelände der eindrucksvollen Bacardi Destillerie beizuwohnen und natürlich zu erleben, wie die Wettbewerber aus dem deutschsprachigen Raum abschneiden würden.

Art Deco der 20erAuf dem Weg ins Finale galt es für die Teilnehmer, ihre Cocktailkreationen in ihren Bars zu servieren, zu bewerben und durch originelle Aktionen zu inszenieren. Ihre Promotion-Kampagnen sollten während des Wettbewerbs mit der Zubereitung des Drinks der Jury um Simon Difford, Jörg Meyer und Vorjahressieger Shingo Gokan vorgestellt werden. Zunächst im Halbfinale im Conrad Hotel in San Juan, wo ein langer, aber sehr spannender und abwechslungsreicher Tag die Reihe der ungewöhnlichen Weiterlesen

Kurze Sendung mit der Fledermaus

Bacardí Legacy in San Juan, Puerto Rico. Genau in diesen Minuten findet eine der anspruchsvollsten und kreativsten Weltmeisterschaften für Bartender statt. Bacardí forderte Cocktail-Künstler in 19 Ländern heraus, um einen neuen Drink zu kreieren, der das Potential zur Legende hat.

Bacardí Legacy 2013

Bacardí Legacy 2013

Die Finalisten der nationalen Ausscheidungen mixen am 25. und 26. April um die Krone. In diesen Minuten endete die Vorausscheidung und der heutige Abend bringt die Verkündung der letzten Acht Finalisten und wird von den Delegationen aus USA, China, Russland, Schweden, Südafrika, etc. erwartet.

Berlinbetrachtungen werden vor Ort getroffen, denn auch Berlin tritt an. Sieger des Deutschland-Finales ist Dennis Wolf aus der Raclette Bar in Kreuzberg.

Er brachte eine überzeugende und charmante Weiterlesen

Die Casa der Fledermaus in Berlin

Wer sich in Berlin für die Fledermaus interessiert, dem fällt meist zuerst die Zitadelle Spandau mit der reichlichen Population in ihrem Fledermauskeller und speziellen Führungen mit den Artenschützern des BAT e.V. ein, die sich um die Fledermaus kümmern, einem hochsozialen, nachtaktiven Tier mit geringer Fortpflanzungsrate.

Oder fühlen wir uns an die fröhliche Techtelmechtel-Operette eines  Johann Strauss erinnert, die zwischen Gefängnismauern und glamourösen Salons Treulose und Zecher behandelt? Aha, wir nähern uns dem Thema.

DIE Fledermaus

DIE Fledermaus

Wer bei Fledermäusen jedoch an eine legendäre Rum-Marke denkt, die von Don Facundo Bacardi 1862 ins Leben gerufen wurde, ist in diesem Artikel auf der richtigen Fährte. Ich hatte das Vergnügen, dem Ruf der Fledermaus in die im szenigen Osten Berlins versteckte „Casa Bacardi“ folgen zu dürfen, wo  Fachpublikum, wie Barkeeper und Eventveranstalter, Einblicke in die Barcardi-Schatztruhe erhalten.

Ich folgte dem Ruf der Fledermaus (Microchiroptera)

und kann nur jedem empfehlen, die Gelegenheit eines Besuchs in der Casa Bacardi zu ergreifen, so sie sich bietet. Es gibt eine Menge zu entdecken und in die Geschichte des Rums einzutauchen, mit all seinen Mythen und Legenden. Für so manche davon zeichnet die Marke mit der Fledermaus verantwortlich.

Unser Gastgeber ist Weiterlesen

Spiel mir das Lied vom Rum

Rum kommt von Rumbullion und bedeutet so viel wie Aufruhr, großer Tumult. So erklärt es Charles A. Coulombe in einem der wenigen Bücher zum Thema Melassegetränke: „Rum – The epic story of the drink that conquered the world.“

Aufruhr in Sachen Rum entfachte eine Begegnung Anfang August in der Reingold Bar. Nach dem Motto (bitte gestattet diesem Whisky-Trinker einen schottischen Ausrutscher): „Es kann nur einen geben“, spuckte ein Bacardi-Cowboy ein wenig neben den Napf. Der schnellste Schütze in den staubigen Strassen dieser Stadt kann nur eine Fledermaus am Sattel haben. Alle anderen sind jammervolle Pseudo-Pistoleros. Die Szene wurde eindrucksvoll beschrieben von Christina im Blog des Bartender Labor.

Ein Hut ging hoch, eine weitere Kopfbedeckung landete im Ring, ein dritter wurde mit einer Mischung aus Verlegenheit und Diplomatie vor der Brust gedreht. Der Bacardi-Bunch wollte es sich nicht verderben, mit den poor, lonesome bartendern, die in den rumantischen Sonnenuntergang shaken. Ein Sorry-Schreiben mit Duell-Potential kam mit der Brieftaube, ähh, Fledermaus daher: „Sehr geehrte……“

„…wir setzen das anderweitig fort…“ „Genau!“ dachten sich Zwei Glorreiche Halunken aus der Triobar um vom Rum-Club und ersannen ein Shootout. P8240025Möge der bessere Gewinnen! Wir verkosten die Glorreichen Sieben (eigentlich waren es acht) Rumsorten blind.

Yieeeh-haaw. Duell in Rum-Town. Rasch lud man the good, the bad and the pretty zu der Veranstaltung ein. Für eine handvoll Dollar wurden einige relevante weisse Rumsorten beschafft. Für ein paar Dollar mehr holte man auch noch Minze, Zitrone und Cola herbei.

Alle kamen sie: Sabata, Ringo, Django, Sartana, Icke. Bacardi eröffnete die Runde mit einem statement der Unschuld: „Mein Name ist Nobody, ich habe das alles nie so gemeint und wurde nur Missverstanden.“

Aber: Töte Amigo, meinten die Zwei Companeros. Eastwoodesque kaute einer einen Strohhalm und murmelte verächtlich: „Verdejo!“ Ein anderer zischte stoppelbartschwitzig: „Cartavio“ und spuckte den Kautabak in den Sand. Da 12 Uhr Mittags zeitlich wenig genehm erschien, traf sich eine 19er-Runde um 20 Uhr am Trio Bravo.

Von Angesicht zu Angesicht wurde gerochen, getestet, probiert und verschluckt.  Niemand wusste den Die Rechnung wird mit Blei bezahltInhalt der neutralen Flaschen. Was nippe ich hier eigentlich. Meine erfreut-motivierte Verkostungsnotiz à la „interessante getreidige Modrigkeit“ landete nur auf Platz 6.

Zurecht siegte der Cartavio auf Platz 1, danach platzierte sich der Brugal Blanco auf 2, um mit dem Havana Club Anejo einen starken Verfolger zu wittern. Die Ergebnisse wurden ausführlich dokumentiert in den Blogs von „Lady Delicious“, vom „Rum Club“ und im „Gastronom“.

Die drei Erstplatzierten wurden uns anschließend noch als Daiquiri, Mojito und Cuba Libre in die Linke und die Rechte Hand des Teufels gedrückt. Danach war ich ziemlich high noon. Tags drauf habe ich mir eine Flasche Havana Club gekauft.

Was an dem Abend unterging, aber vom dreckigen Dutzend kolportiert wurde: Ein weiterer Wettbewerb wurde in Sachen Spülmittel für die unendlichen Gläser des Abends ausgetragen. Im Bild: Die Debatte, ob der achtplazierte Rum sich dadurch als Herausforderer von Blitzi, Spüli und Co qualifiziert hat.

Spülmittel?