DeutschlandRadio

Abgesehen vom Radioprogramm, kann sich der Freund der Rundfunkhistorie, genau wie der medien-technisch interessierte Kabelaufroller, aber auch eine Hörspielfreundin, die jeden Fehlton akustisch ausmachen kann, sich hier für eine Führung anmelden. dsc01118

Die Führungen im Haus werden engagiert und nett begleitet. Je nach Laune der Redakteure kann man ganz unmittelbar der Produktion beiwohnen.
Ursprünglich wurde medizinisches Gerät hier verarbeitet, bis die US-Militäradministration vom östlichen Rotfunk (der ja eine Zeit lang vom Reichskanzlerplatz/Theodor-Heuss-Platz im Herzen des britischen Sektors sendete) die Nase voll hatte und einen Rundfunk im amerikanischen Sektor entgegen setzte. Den RIAS.

In den ewiglangen Gängen Weiterlesen

Parkanlage Los Angeles Platz

Die Stadt der Engel ist seit 1982 der traumhafte Namensgeber dieser Grünanlage im Schatten des Steigenberger Hotels.
L.A.: ja, das will ich. Das klingt nach ganz großem Kino. Kann ich Sie hier spüren, die Freiheit des amerikanischen Westens? Mal sehen.

Der erste Eindruck ist ordentlich. „Alles in Ordnung“ ist eine sehr deutsche Redewendung. Die Wege sind gefegt, die Blumenrabatte akkurat angeordnet. Ein kleiner Spielplatz, kein Hundedreck. Funktionierende Beleuchtungselemente und sehr, sehr viele Bänke. Alles proper.

Wo sind die Menschen? Die Bänke sind alle leer. Dabei ist L.A. doch eines der größten Ballungsgebiete der Welt.
Schilder fallen ins Auge. Erst eins, dann immer mehr. Freundliche Informationen? Nein! Verbote werden ausgesprochen. In rauen Mengen. Nichts darf ich.
Verboten
Ich darf keine Vögel füttern und selbst darf ich auch nichts essen. Zum Essen dürfte ich keinen Weiterlesen

Whisky Laden W. Hertwig (Schöneberg)

Auf den „Weinhändler“ will ich nicht weiter eingehen. Sofort wenn man den Laden betritt ist sicher über deutlich, wieso!
360 Grad Whisky (und Whiskey).

Hier ist womöglich der engagierteste Whiskyfachmann Berlins zugange. Eine phänomenale Auswahl von der bekannten Destilleriestandardabfüllung bis hin zu den exklusiven Raritäten der erloschenen Destillerien. (Ich glaube allerdings, Port Ellen Anfragen begeistern Herrn Hertwig nicht sonderlich, auch wenn er sie führt.)
Vorbildlich (und fast komplett) steht beispielsweise Weiterlesen

Jansen Bar (Schöneberg)

Der Stil der Einrichtung ist unentschlossen. Asiatische Impulse konkurrieren mit der alten Schlachterei-Kachelung.

Die Qualität der Drinks rechtfertigt einen Abstecher in das entlegene, wenngleich durchaus charmante Viertel der Schöneberger Insel unbedingt. Kiez-Volk, Studis und Barflies schätzen den hier betriebenen mixtechnischen Aufwand, der die grundlegenden Säfte stets frisch presst!! Einen so prächtigen „Red Lion“ habe ich selten konsumiert. Ordentliche Bar-DJs am Wochenende. Erdnüsse werden gereicht.

Solide Bar-Kneipe auf hohem Niveau.

Gotenstraße 71, 10829 Berlin-Schöneberg
http://www.jansenbar.de

Akitama (Schöneberg)

Edamame und Sushi

Edamame und Sushi

Das Sushi, was Ken Toyasawa hier zubereitet, ist Kunst. Auch Zubereitung und Servieren wird zelebriert. Der Meister nennt diesen scheinbar unscheinbaren (weil: gar nicht leicht zu entdecken!) Ort im Schatten des machtvollen KaDeWe (auch dort gibt´s ja Sushi): Smallest Sushibar ever.

Lange habe ich mich davor gedrückt, die saftigen Preise hier in Kauf zu nehmen. Immer dachte ich: Touri-Lage, sollen doch auswärtige Deppen die überhöhten Preise zahlen, die hier üblich sind. Selbst an den Curry-Buden.

Das Innere des Akitama

Der Innenraum

Mein erster neugieriger Schritt ging Weiterlesen

Gaststätte Gottlob (Schöneberg)

Die Sommerterasse mit dem kleinen Garten ist der Frühstücks Tipp schlechthin, Sonntags auch mit Büffet. So ein gutes Rührei muss man auch erst mal hinbekommen.

Und wenn er so wundervoll freundlich serviert wird, lässt man sich auch gerne noch einen zweiten, dritten, vierten Café bringen.
Innen auch nett. Im bestuckten Altbau quasi mit verwinkeltem Hinterzimmer den ganzen Tag gut besucht. Von den Familien der Umgebung, Businessgestalten, oder gestressten Studis, deren Notfälle in den angrenzenden, auch Sonntags bis spät geöffneten Copy-Shops, behoben werden konnten.

Akazienstraße 17, 10823 Berlin

Felsenkeller (Schöneberg)

Es geht um Bier, hier. Die deftige Notküche ist zu vernachlässigen. Besser nur zum trinken (Bier) kommen und vorher speisen. Das Stammpublikum ist mit literarisch-akademischen Debatten beschäftigt und gönnt den anderen Besuchern meist nur den uninteressanten Zweitraum. Musik wurde hier noch nie gespielt. Ein angenehm-anregender Murmelpegel bestimmt die Atmosphäre. Früher kam noch der Hauch von Rauch hinzu. Gerade diesem Lokal bekommt das Nichtraucherschutzgesetz gar gar nicht. Mal sehen wie es weitergeht. In der Zwischenzeit: bitte noch ein famos-frisch gezapftes Fürstenberg, Köpi, Budweiser, Rothaus, usw., usw.

Akazienstraße 2, 10823 Berlin-Schöneberg

Tel: 030-7813447

Montevideo (Schöneberg)

Toller Blick auf einen der schönsten Plätze Berlins, daher stets proppenvolle Terrasse. Innen unspektakulär und geräumig mit Kinder-Ghetto-Ecke. Schöne offene Weine, die der entspannte Service auch bringt, wenn man Geduld hat. Küche unspektakulär und wenig kreativ inspiriert, auch wenn die Speisekarte als Weltreise daherkommen möchte. Nein, nennen wir die Küche ruhig langweilig und dabei recht happig bepreist. Jedes noch so popelige Langweilergericht ist ca. 3.- Euro zu teuer.

Lage bezahlt man halt nicht nur am Brandenburger Tor.

Viktoria-Luise-Platz 6,10777 BerlinSchöneberg

Tel: 213 10 20