Restaurant Bistro Le Piaf (Charlottenburg)

Ich sag´ es gleich, ich bin ein Fan. Das Entrecote mit der Sauce Bernaise ist in Berlin unübertroffen.

Es geht quer durch Frankreichs Küche, auf bodenständige Art und Weise.
Die Tafel mit den tagesfrischen Empfehlungen konkurriert stets mit der ständigen Karte, die im Schallplattendesign Nostalgien herbeizaubert. Motto-Wochen, knackige Frische der Zutaten und die liebevolle Betreuung durch den Patron und seine engagierten Servicekräfte lassen viele der Gäste zu Wiederholungstätern werden.
Leider hat man Weiterlesen

Tims Canadian Deli

Klassische Frühstücksadresse am Winterfeldplatz, vor allem, wenn am Samstag nach dem Marktbesuch eine Stärkung von Nöten ist.

Der große Raum ist nicht spektakulär im Design, aber brummt lebendig, wenn voll (und das ist er Samstags eigentlich immer). Neben der gigantischen Auswahl an diversen Frühstücken sollte man auch die deftigeren Seiten der nordamerikanischen Küche nicht vernachlässigen.
Das sind wenigstens mal richtige Burger mit diversen Kartoffelvarianten als Beilage und frischem Cole Slaw.

Ganz besonders erwähnenswert ist das Smoked Meat mit Gurken und Senf. Sehr lecker und sehr original. Da erblasst selbst Katz´s in NYC.
Gute Getränkeauswahl auch mit frisch gepressten Säften. Für jede Tageszeit das passende. Wer gerne Leute schaut: Das klassische Schöneberger Kiezpublikum ist hier zu finden, aber auch ein internationales Sprachengewirr.
Womöglich die Exilkanadier mit Heimweh?

Trauriges Abschiednehmen am Ende von 2008. Die Mietforderungen haben anscheinend ein gesundes Mass überschritten. Das Tim´s ist Vergangenheit. Wo bekomme ich nun nur mein smoked meat?

Maaßenstraß4 14, 10777 Berlin-Schöneberg

Domaines (Friedrichshagen)

Nach einem Ausflugstag nach Friedrichshagen oder auf dem Müggelsee, ist dies der perfekte Abschluss für einen gelungenen Tag. Das ehemalige Toilettenhäuschen liegt idyllisch in dem kleinen Park, der zum Schiffsanleger führt.
Bei schönem Wetter ist hier wundervoll draußen unter Bäumen sitzen und genießen.

Klein aber fein! Dies ist keine Ausflugsschänke, sondern anspruchsvolle französische Küche mit regionalen, frischen Zutaten. Eine Tafel kündigt die Angebote des Tages an, daher Liste ich hier keine Gerichte auf. Die Preise sind auf jeden Fall fair. Guter Preis-Genuß-Faktor.

Eine sympathische Weinberatung mit diversen offenen Weinen sind für solch ein kleines Häuschen keine Selbstverständlichkeit.
Man merkt, dass ein Feinkost-Caterer hinter diesem Projekt steht. Wer das dazugehörige Geschäft in der Linienstraße 106 in Mitte kennt, kann die Qualität in Friedrichshagen sicher recht gut einschützen.
Gerade am Wochende sollte man dringend reservieren.
Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag ab 12 Uhr.

Josef-Nawrocki-Straße 21, 12587 Berlin-Friedrichshagen
030 64091879
http://www.ausser-gewoehnlich.de/content/view/15/124/

Ming Dynastie (Mitte)

Auch in einem kulinarisch und szenig eher ruhigen Bereich der Stadt, an der Jannowitzbrücke, kann sich der Freund der chinesischen Küche freuen. Das Ambiente ist ein wenig china-klischee-style, aber sehr edel und nicht Plastiklampemitrotembommel (Sie wissen,was ich meine…).

Bei schönem Wetter sitzt man auch draußen mit Blick auf die Spree. Hier lassen sich endlich einmal die kleinen Dim-Sum Gerichte in Hülle und Fülle genießen. Auch in zahlreichen süßen Varianten.
Es gibt zudem diverse Fondue Variationen, die sind mal etwas anderes und machen gerade zu mehreren Personen Spaß. Aufmerksamer Service Weiterlesen

Arman (Kreuzberg)

Der Mehringdamm kann durchaus ein schöner Ort sein. Vor den Lokalen ist bestuhlt. Eine große Hecke hält den Verkehrslärm ab. Und gerade während des Karnevals der Kulturen lassen sich hier noch lustigere Gestalten betrachten (und hören), als dies normalerweise eh schon der Fall ist.

Auch vor dem Lokal Arman lässt sich das bei einem Mango Lassi oder einem Wernesgrüner bewerkstelligen. Hätte ich es doch dabei belassen. Aber nein, der Herr will ja unbedingt mal wieder indisch essen und zwar sofort.

Das Arman ist nicht billig (für den Bergmannkiez und die indisch-nepalesischen Alternativen im nahen Umkreis), Hauptgerichte um die Weiterlesen

Matto

Wunderbare Institution. Treffpunkt für Exilrheinländer, die hier das Früh-Kölsch vom Fass genießen dürfen und für die etwas grauer gewordenen Alt-68er, die aber nach wie vor die politische Lage diskutieren.

Legendär ist der Flammkuchen-Freitag. Freitags (und nur dann) gibt es die leckeren Varianten auf rustikalen Holzbrettern serviert.
Kategorie Getränkehandel? Nun, in gewissem Sinne…

Preise sind günstig, daher der Laden meist voll. Hinter dem Tresen bleibt man stets gelassen und strahlt eine angenehme Ruhe aus. Hier will ich verweilen.

Aktualisierung April/Mai 2008: was passiert? Umbauarbeiten deuten sich an. Die Außenschilder sind abmontiert. Kein Kölsch mehr?

Cochin (Mitte)

Nachtrag im November 2009: Das Cochin ist geschlossen, die Schriftzüge abmontiert. Innen haben Umbaumaßnahmen begonnen. Mal sehe, was als nächstes kommt.

Panasiatische Küche mit dem Schwerpunkt auf Vietnam erwartet den Besucher.

Für eine derart touristische Lage, direkt vis-a-vis dem S-Bahnhof Hackescher Markt, sehr ordentlich, auch preislich. Innen modern-nüchternes Styling mit dem 90-er Jahre Pflicht Aquarium; Außenplätze mit Blick auf das trubelige Treiben am Platze.
Lecker und typisch sind die kalten Reisteig Rollen und die Suppen. Teils fleischlastig, aber auch gerne vegetarisch kommen die Hauptgerichte daher, Beachtung sollte man der Tageskarte mit ihren attraktiven Angeboten schenken.
Bei ca. 15 Besuchen hat es immer frisch geschmeckt und man wurde freundlich beraten und behandelt.
Sehr erfreulicher Lichtblick in einer Touri-relevanten Umgebung.

Neue Promenade 6, 10178 Berlin

Zwiwwel Weinstuben

Leider ist dies ein Nachruf mit einer Träne im Knopfloch. Denn: die Zwiwwel gibt es seit einem knappen Jahr nicht mehr und das ist ein wahrer Verlust.

Drei Gründe:

1. Das über Jahre beständig gute Essen (wo finde ich nun nur ein vergleichbares Steak?)

2. Die Weine. Was für eine liebevolle Weinkarte, was für ein Leidenschaftlicher Weinwirt. Bei guter Laune und netten Gästen wurde schon mal ein 94-er Brunello Val di Suga geköpft und für 5.- Euro das Glas ausgegeben. Andächtige Ruhe im Lokal. (Solche Flaschen gab es dann allerdings stets nicht sehr lange).

3. Der Raum. Eintauchen in die gediegene Atmosphäre eines kaiserzeitlichen Hinterzimmers. Dunkles Holz, ein wenig Plüsch, alte Lampen und Uhren. Einfach eine kleine Zeitreise.

Schon länger hatte es ein auf und ab der Besitzstruktur gegeben. Wer hatte das sagen hinter dem Tresen? Karte verändert, Klassiker gestrichen (Steak!). Aber alles rückgängig gemacht, alles wieder gut. Bis…

Die gute Nachricht: zumindest der Raum ist noch fast so wie früher erhalten. Reuters heißt das Lokal mittlerweile und wird sehr freundlich-osteuropäisch geführt.
Nur: man tritt noch etwas unbeholfen in recht große Fußstapfen.

Akitama (Schöneberg)

Edamame und Sushi

Edamame und Sushi

Das Sushi, was Ken Toyasawa hier zubereitet, ist Kunst. Auch Zubereitung und Servieren wird zelebriert. Der Meister nennt diesen scheinbar unscheinbaren (weil: gar nicht leicht zu entdecken!) Ort im Schatten des machtvollen KaDeWe (auch dort gibt´s ja Sushi): Smallest Sushibar ever.

Lange habe ich mich davor gedrückt, die saftigen Preise hier in Kauf zu nehmen. Immer dachte ich: Touri-Lage, sollen doch auswärtige Deppen die überhöhten Preise zahlen, die hier üblich sind. Selbst an den Curry-Buden.

Das Innere des Akitama

Der Innenraum

Mein erster neugieriger Schritt ging Weiterlesen

Sachiko Sushi (Charlottenburg)

Sushi auf Booten fahrend. Sehr frisch, sehr ordentlich.

Schöne Atmosphäre mit Reispapier an den Wänden des Gewölbebogens unter der Stadtbahntrasse.

Die nicht-verstellbaren Barhocker stellen sich als sehr problematisch für Menschen unter 1,70m heraus. Bein-baumelndes ausstrecken nach vorbeifahrenden Sushi-Tellern erzeugt gefährliche Rutschmomente. Verkaufseifrig-prompte Getränkeversorgung auch mit Weinempfehlungen. Recht teure Preise, weswegen der Kunde gerne auf Gutschein-Angebote zurückgreift, dann aber stasimässig in der eigens geführten Liste (in diesem Fall: get2gold Card) überprüft wird.
Dies führt zu einem sehr unangemessenem Abschluss eines an sich angenehmen Aufenthaltes.

Grolmanstr. 47, Savigny-Passage, 10623 Berlin

www.sachikosushi.com