Arman (Kreuzberg)

Der Mehringdamm kann durchaus ein schöner Ort sein. Vor den Lokalen ist bestuhlt. Eine große Hecke hält den Verkehrslärm ab. Und gerade während des Karnevals der Kulturen lassen sich hier noch lustigere Gestalten betrachten (und hören), als dies normalerweise eh schon der Fall ist.

Auch vor dem Lokal Arman lässt sich das bei einem Mango Lassi oder einem Wernesgrüner bewerkstelligen. Hätte ich es doch dabei belassen. Aber nein, der Herr will ja unbedingt mal wieder indisch essen und zwar sofort.

Das Arman ist nicht billig (für den Bergmannkiez und die indisch-nepalesischen Alternativen im nahen Umkreis), Hauptgerichte um die Weiterlesen

Polizeihistorische Sammlung

Zu den kuriosen Ausstellungsorten der Hauptstadt, die nur eine ungenügende Würdigung durch die Öffentlichkeit erfahren, zählt ohne Zweifel (neben beispielsweise dem Friseurmuseum in Marzahn) die Polizeihistorische Sammlung im Flughafen Tempelhof.pict0163

Betritt man die Räumlichkeiten, zuckt das anwesende Ausstellungspersonal förmlich zusammen. Das Einwerfen der Eintrittsspende (zwei Euro) in eine Art Spendenbriefkasten, tönt unnatürlich laut.
In der Regel hat man die Ausstellung dann Weiterlesen

Matto

Wunderbare Institution. Treffpunkt für Exilrheinländer, die hier das Früh-Kölsch vom Fass genießen dürfen und für die etwas grauer gewordenen Alt-68er, die aber nach wie vor die politische Lage diskutieren.

Legendär ist der Flammkuchen-Freitag. Freitags (und nur dann) gibt es die leckeren Varianten auf rustikalen Holzbrettern serviert.
Kategorie Getränkehandel? Nun, in gewissem Sinne…

Preise sind günstig, daher der Laden meist voll. Hinter dem Tresen bleibt man stets gelassen und strahlt eine angenehme Ruhe aus. Hier will ich verweilen.

Aktualisierung April/Mai 2008: was passiert? Umbauarbeiten deuten sich an. Die Außenschilder sind abmontiert. Kein Kölsch mehr?

Cochin (Mitte)

Nachtrag im November 2009: Das Cochin ist geschlossen, die Schriftzüge abmontiert. Innen haben Umbaumaßnahmen begonnen. Mal sehe, was als nächstes kommt.

Panasiatische Küche mit dem Schwerpunkt auf Vietnam erwartet den Besucher.

Für eine derart touristische Lage, direkt vis-a-vis dem S-Bahnhof Hackescher Markt, sehr ordentlich, auch preislich. Innen modern-nüchternes Styling mit dem 90-er Jahre Pflicht Aquarium; Außenplätze mit Blick auf das trubelige Treiben am Platze.
Lecker und typisch sind die kalten Reisteig Rollen und die Suppen. Teils fleischlastig, aber auch gerne vegetarisch kommen die Hauptgerichte daher, Beachtung sollte man der Tageskarte mit ihren attraktiven Angeboten schenken.
Bei ca. 15 Besuchen hat es immer frisch geschmeckt und man wurde freundlich beraten und behandelt.
Sehr erfreulicher Lichtblick in einer Touri-relevanten Umgebung.

Neue Promenade 6, 10178 Berlin

Zwiwwel Weinstuben

Leider ist dies ein Nachruf mit einer Träne im Knopfloch. Denn: die Zwiwwel gibt es seit einem knappen Jahr nicht mehr und das ist ein wahrer Verlust.

Drei Gründe:

1. Das über Jahre beständig gute Essen (wo finde ich nun nur ein vergleichbares Steak?)

2. Die Weine. Was für eine liebevolle Weinkarte, was für ein Leidenschaftlicher Weinwirt. Bei guter Laune und netten Gästen wurde schon mal ein 94-er Brunello Val di Suga geköpft und für 5.- Euro das Glas ausgegeben. Andächtige Ruhe im Lokal. (Solche Flaschen gab es dann allerdings stets nicht sehr lange).

3. Der Raum. Eintauchen in die gediegene Atmosphäre eines kaiserzeitlichen Hinterzimmers. Dunkles Holz, ein wenig Plüsch, alte Lampen und Uhren. Einfach eine kleine Zeitreise.

Schon länger hatte es ein auf und ab der Besitzstruktur gegeben. Wer hatte das sagen hinter dem Tresen? Karte verändert, Klassiker gestrichen (Steak!). Aber alles rückgängig gemacht, alles wieder gut. Bis…

Die gute Nachricht: zumindest der Raum ist noch fast so wie früher erhalten. Reuters heißt das Lokal mittlerweile und wird sehr freundlich-osteuropäisch geführt.
Nur: man tritt noch etwas unbeholfen in recht große Fußstapfen.

Akitama (Schöneberg)

Edamame und Sushi

Edamame und Sushi

Das Sushi, was Ken Toyasawa hier zubereitet, ist Kunst. Auch Zubereitung und Servieren wird zelebriert. Der Meister nennt diesen scheinbar unscheinbaren (weil: gar nicht leicht zu entdecken!) Ort im Schatten des machtvollen KaDeWe (auch dort gibt´s ja Sushi): Smallest Sushibar ever.

Lange habe ich mich davor gedrückt, die saftigen Preise hier in Kauf zu nehmen. Immer dachte ich: Touri-Lage, sollen doch auswärtige Deppen die überhöhten Preise zahlen, die hier üblich sind. Selbst an den Curry-Buden.

Das Innere des Akitama

Der Innenraum

Mein erster neugieriger Schritt ging Weiterlesen

Sachiko Sushi (Charlottenburg)

Sushi auf Booten fahrend. Sehr frisch, sehr ordentlich.

Schöne Atmosphäre mit Reispapier an den Wänden des Gewölbebogens unter der Stadtbahntrasse.

Die nicht-verstellbaren Barhocker stellen sich als sehr problematisch für Menschen unter 1,70m heraus. Bein-baumelndes ausstrecken nach vorbeifahrenden Sushi-Tellern erzeugt gefährliche Rutschmomente. Verkaufseifrig-prompte Getränkeversorgung auch mit Weinempfehlungen. Recht teure Preise, weswegen der Kunde gerne auf Gutschein-Angebote zurückgreift, dann aber stasimässig in der eigens geführten Liste (in diesem Fall: get2gold Card) überprüft wird.
Dies führt zu einem sehr unangemessenem Abschluss eines an sich angenehmen Aufenthaltes.

Grolmanstr. 47, Savigny-Passage, 10623 Berlin

www.sachikosushi.com

Gaststätte Gottlob (Schöneberg)

Die Sommerterasse mit dem kleinen Garten ist der Frühstücks Tipp schlechthin, Sonntags auch mit Büffet. So ein gutes Rührei muss man auch erst mal hinbekommen.

Und wenn er so wundervoll freundlich serviert wird, lässt man sich auch gerne noch einen zweiten, dritten, vierten Café bringen.
Innen auch nett. Im bestuckten Altbau quasi mit verwinkeltem Hinterzimmer den ganzen Tag gut besucht. Von den Familien der Umgebung, Businessgestalten, oder gestressten Studis, deren Notfälle in den angrenzenden, auch Sonntags bis spät geöffneten Copy-Shops, behoben werden konnten.

Akazienstraße 17, 10823 Berlin

Hostaria La Buona Forchetta

Wie der familiäre Gasthof im italienischen Hinterland.

Rustikale Atmosphäre im Minilokal mit nur acht Tischen. Es gibt ein monatliches Menü, bei dem man für sich die Anzahl der Gänge auswählt. Mehr Auswahl ist nicht, aber nur so lassen sich wohl die sehr günstigen Preise kalkulieren. Wasser und Wein sind inklusive. An der Wand steht das Faß, aus dem man sich den (bestens temperierten) Wein selbst zapft.

Gemütliche Oase, die sich sehr rasch herumsprechen wird. Gemütlich und stimmungsvoll, mit marktfrischen Produkten. Ländlicher Zubereitungsstil.

Graefestraße 83, 10967 Berlin

www.hostaria-berlin.de

Broken English (Charlottenburg)

Very british, indeed. Hier wird Heimweh nach der Insel befriedigt. Dieser Laden macht es möglich.

Man schnappt Satzfetzen der Kundschaft auf, wie „….wie hieß noch gleich dieses nette Hotel in Chelsea, wo wir den High Tea nahmen…?“
Mühelos kann man sich bei Broken English für die private Teezeremonie daheim ausstatten. Es gibt Tee, es gibt Gebäck, es gibt sogar das passende Geschirr und natürlich die unvermeidliche Lavendel Seife. Wer ein Geschenk für anglophile Bekannte benötigt, kann Weiterlesen