Was hat sich rings um den Checkpoint Charlie nicht alles verändert, in den vergangenen Jahren. Schauspielschüler in alliierten Uniformen posieren für Touristen vor einem extrem verniedlichenden Grenzhäuschen-Nachbau,
das Deutsche Currywurstmuseum verwirrt seine Besucher mit kecken Eintrittspreisen. McDonalds lockt die Pubertierenden, die aus dem Mauermuseum gegenüber auf die Straße stürmen und das gute alte Café Adler wurde Opfer der Latte-Macchiatisierung der Hauptstadt.
Aus der Kochstraße wurde zuletzt die Rudi-Dutschke-Straße, was noch immer Scharen ergrauter 68er zum fröhlich-kicherigen Kopfwackeln verleitet. Mit dem Zuzug des Tim Raue Restaurant wird diese Straße nun auf subtile Weise doch wieder zur Kochstraße, auf äußerst schmackhafte Art.
Die unglaublich kreative und überraschende Küche, die Tim Raue aus dem Adlon heraus an den neuen Standort verlagert hat, ist aus dem Ma und dem Uma bekannt. Asiatisch inspiriert, Beilagenminimalismus, höchste Produktqualitäten.
Der Neubeginn in Kreuzberg ist nur Weiterlesen


Von Austern über das Rinderentrecôte zum Schokoladebrunnen, vom in Paprika gebeizten Lachs über die Fischessenz mit Zitronengras zur Crèpe-Station, wo der vielbeschäftigte Bäcker 1001e Variation bereitet.
Dafürhalten ist Auswahl und vor allem die überragende Qualität der Speisen im Quarré einen Hauch interessanter, der Service im Ritz-Carlton bleibt phänomenal und umsorgt perfekt. Da ist im Adlon in Sachen Aufmerksamkeit und Souveränität noch ein wenig Luft nach oben.