Vod-rock ´n´ Kochbox-roll

„Milder als der Kuss einer Jungfrau!“ So schmeckt laut Hersteller dieser Vodka aus Bayern. Vodrock lud zu einer Präsentation der verwegenen Art an den Alexanderplatz. Das Destillat mit angenehmen Nuancen von Zitrus, Büffelgras und Bisamkorn soll rocken und gleichsam mit besten Bio-Zutaten ein würdiger Repräsentant des Freistaates im Süden sein. Zur Hauptstadt-Show fuhren die tätowierten Topf-Tuner der Kochbox ein sensationelles Menü auf.

Wie ein Fels vor dem Aquarium

Wie ein Fels vor dem Aquarium

Einprägsames Logo

Einprägsames Logo

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Pure Gold Bar (Bonn)

Da dachte ich doch: Es ist wahrlich nicht alles Gold, was glänzt! Schon gar nicht in Bonn!!

Und plötzlich entsteht dort aus dem Nichts heraus (so wie in Bonn wohl alles entsteht) ein Ultra-Luxus-Hotel mit fernöstlichem Anstrich samt Cocktail Bar. Auf der anderen, der falschen Rheinseite, in Oberkassel-Ramersdorf. Das Kameha Grand. Wow, wow, wowstens.

Das Kameha Grand verhält sich zu seinem Bonn ungefähr so, wie das Ritz-Carlton zu seinem Wolfsburg (nur ohne drei-Sterne-Restaurant). Dazu muss man Volkswagen durch Telekom ersetzen. Eine gewaltige gläserne

Kamehalle

Kamehalle

Halle, gen Fluss gerichtet, umbaubar für Feiern, Kongresse, Vorträge, hat am hintersten Eck eine stylische Bar geschickt eingefügt.

Und hier sitzt man nun, an einem langen schwarzen Tresen, umgeben von sehr schönem durchdachtem Design, mit unglaublicher Raumhöhe und blickt in eine dicke, weichbespannte goldene Karte, die auch als Kissen dienen könnte.

Die Karte führt einige sehr schöne Posten. So entdecke ich Fentiman´s Tonic und Ginger Beer. Wow. Sofort möchte ich erfahren, welche Drinks Weiterlesen

Gefährlich: Gabelstapler im Getränkelager

In einer Moskauer Lagerhalle voll mit Wodka und Cognac hat sich ein Gabelstaplerfahrer ausgiebig den vorhandenen Produkten gewidmet.

Sturzbesoffen übernahm der Mann wieder das Steuer, um weiter zu stapeln. Man kann sagen, dass stattdessen eine Art Gegenteil eintrat. Eine Überwachungskamera nahm das Ergebnis der nachfolgenden Kettenreaktion auf und so kann der kleine Nachrichtenspot auf intensive Art mahnen: Nicht trinken und Gabelstapler fahren!

Laut der New York Times beträgt der Schaden $150.000, der Fahrer kam verblüffender Weise mit nur leichten Beinverletzungen davon.

Kalter Cocktail Krieg – Berlin Dehydriert

Berlin dehydriert! Ein komplexer Aufschrei, den wir Berliner mit sofortiger Wirkung durchaus ernst nehmen sollten!

Wie dehydrieren wir denn und was ist das überhaupt? Zwei Möglichkeiten nennt der Brockhaus: 1. Bei der Dehydrierung werden beispielsweise primäre oder sekundäre Alkohole zur Reaktion gebracht, oder sogar abgespalten. 2. Bei der Dehydration sind wir bedroht auszutrocknen. Beide Definitionen schreien irgendwie nach Maßnahmen in Form von hervorragenden Misch-Getränken.

Oder müssen wir den Hinweis auf den Kalten Krieg ernst nehmen, der ganz unauffällig auf den Einladungskarten vermerkt wurde, die auf den ersten Blick aussehen, wie Tickets zum Tennisturnier? Genau, wir sind in der Stadt der Spione und hinter dem Tresen stehen Smiley´s Leute. Bereit zum Duell mit stählernen Shakern am Eisernen Vorhang. In-filtriert wurden zuvor Vodka und Bourbon in die Mauerstadt.

Total trickreich die Tarnung in Tennistrachten. Wir erkannten sie Agenten bleiben unerkanntdennoch, die üblichen Verdächtigen:  Genossen der Green Door, Lebensstern Lockspitzel,  KGBellini Lounge und der Vietcong von Vis à Vis. Wie zu besten Schlapphut Zeiten traf man sich auf der Galander Glienicker Brücke zum Austausch von Moscow Mule und Lynchburg Lemonade.

Um Berliner Neutralität zu gewährleisten ohne eine Seite zu übervorteilen, wählte man diplomatisch geschickt ein halb und halb Getränk von Mampe. Erhältlich auch als Doppelbeschluss zu 4cl. Ein Elefant, wer böses dabei denkt. Nun konnte mixologisch Weiterlesen

Tatiana (New York)

Wer kyrillische Schriftzeichen entziffern kann, ist hier klar im Vorteil. In Brighton Beach entstand in den 1970er Jahren eine russisch-ukrainische Kolonie. Um die 10.000 Einwanderer teilen sich seither den südlichen Zipfel von Brooklyn mit den alteingesessenen jüdischen Bewohnern im Schatten der angestaubten Vergnügungsanlage von Coney Island.

„Little Odessa by the Sea“ wird die Gegend genannt und viele Ausflügler pa170317stärken sich nach einem Spaziergang am Wasser mit deftigen Pelmeni, Vareniki, Soljanka, Borschtsch und Baltika Bier.

Ein unheimlicher Ort ist dabei das Restaurant Tatiana mit angeschlossenem Nachtclub, den man tagsüber jedoch nur beim Gang zur Toilette im Keller wahrnimmt. Die Netzseite verspricht Champagner und Vodka, die in Strömen fließen, wie aus dem Fontana die Trevi in Roma. Weiterlesen