Reif für die Bier-Inseln

Noch ein Bier!

Falls der kürzlich vorgetragene Bericht zu Bier aus USA zum Durste beitrug, so kann unmittelbar Abhilfe geschaffen werden.

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Am 18. Juli erwartet die Berliner ein vielversprechendes Event rings um Bier. Von 12 bis 20 Uhr finden die Berliner Bierinseln statt. An verschiedenen bierrelevanten Orten der Hauptstadt werden informative Verkostungen angeboten.

Die offizielle Eröffnung Weiterlesen

Bud Light hatte nicht nur Hausverbot, sondern Villenverbot!

Über langweilige Industriebiere aus den USA die Nase zu rümpfen, ist eine überaus verständliche Verhaltensweise. Aber noch immer unterschätzen zahlreiche Bierfreunde in Deutschland, welche Qualität und Genussfreude die Craft Biere von jenseits des Atlantik verströmen kommen.

Sommer in Berlin

Sommer in Berlin

Spät zwar, doch immerhin stetig, kommt die Freude und das Angebot an Kreativbieren endlich auch hierzulande in Schwung. Mehr Bars, Restaurants und Shops bieten ausgefallene Biere und vor allem wächst endlich die Vielfalt. Amerikanische Brauereien erkennen, dass der Boden für speziellere Biere bereitet ist, insbesondere in Hamburg und Berlin. Stone Brewing errichtet eine Brauerei im Süden der Hauptstadt und weitere Marken sind und werden immer präsenter. Der Bierfreund darf sich freuen. Erfrischende Session IPAs, Fassgereifte Stouts und herrliche Interpretationen belgischer Stilistik erfreuen die Gaumen, wenn es um Biergenuss geht. Für den Bierdurst werde ich auf mien Pils weiterhin nicht verzichten (aber auch da ist es schön, wenn man eine Wahl hat. Erst gestern fragte ein Gast in der Bar am Steinplatz nach einem Pils und die Bardame fragt: Schönramer? Waldhaus? Hofbräu Traunstein? So geht Bier! So geht auch Pils!!)

Um die US-Biere zu repräsentieren, wurde nun Weiterlesen

Ein Urquell an der Spree

Endlich Sommer in Berlin. Was gibt es da schöneres, als mit einem erfrischenden Bier am Ufer der Spree in die Sonne zu blinzeln und die Boote vor dem Hintergrund der schönen Oberbaumbrücke zu betrachten.

Kleiner Haken: Man muss das Bier erst brauen. SAM_1995 Aber davon ließen sich die Teilnehmer des Pilsner Urquell Brau-Workshops nicht abschrecken. Im Gegenteil. Pilsner Urquell veranstaltet vom 5. bis 13. Juni 2015 im Fluxbau am Kreuzberger Spreeufer die “Werkstatt“. Zahlreiche Handwerke und Craft-People sind eingeladen, ihre Tätigkeiten und Künste zu präsentieren und Neugierige in den Techniken und Feinheiten zu unterweisen. Es geht um Leder, es geht um Bärte, tätowieren, Brot backen, Weiterlesen

Cocktail for Charity – Zeit für einen Negroni

Die erste Juni-Woche ist eine der besten Wochen im Jahr, um einen Negroni zu genießen. Jenen wundervollen Aperitiv, der vor knapp 100 Jahren in Florenz das Licht des Bartresens erblickte und seither mit Gin, Wermut und Campari die Gaumen der Welt kitzelt und entspannt stimuliert. Dazu kommen herrliche klassische Abwandlungen, wie der White Negroni oder der Boulevardier (ein Favorit des Autors dieser Zeilen), bei dem statt Gin ein Bourbon oder Rye zur Anwendung kommt. Dazu moderne Varianten des Klassikers, wie der großartige Sazeroni (Siegerdrink der Negroni Liquid Arts Competition. Erdacht von René Förster aus der Twist Bar in Dresden) mit Cognac und Bezug auf den New Orleans Klassiker “Sazerac” (ein weiterer Lieblingsdrinks des Autors).

Negroni Time

Negroni Time

2013 begann das Imbibe Magazin gemeinsam mit Campari, die Negroni Week auszurufen. Bars spenden Weiterlesen

Stein in der Burg. Oder: Biertrinken im Wedding

Wer hätte das gedacht: Es gibt tatsächlich noch Irish Pubs ohne Brauereibindung. Frei, mit zahlreichen Zapfhähnen und Flaschenkühlern, die die Biere servieren, die sie servieren möchten.

Ich hatte die Suche beinahe schon aufgegeben. Nichts gegen Guinness, Murphy, Kilkenny oder Newcastle, aber die Britischen Inseln haben noch so viel mehr an feinem Bier zu bieten. Gerne lass ich mir auch mal ein Belhaven, ein Boddington oder ein Samuel Smith gefallen. Am Liebsten ein Fuller´s oder ein Meantime (von den weiteren Craft-Brewing-Spezialitäten ganz zu schweigen).

Und da stoße ich dann auf den Castle Pub im Wedding, gleich gegenüber vom Bahnhof Gesundbrunnen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass hier mehr geboten wird, als Irish Stout, Sportübertragungen und Pub Quiz.

Craft Bar im Castle Pub

Craft Bar im Castle Pub

Es gibt zwei Bartresen. Am einen kommen die Freunde der Weiterlesen

Das hätte Grace Kelly nicht verdient – Die Grace Bar im Hotel Zoo

Anmut, Grazie, Liebreiz. “Grace” hat so viele schöne Übersetzungsmöglichkeiten. Sie alle flüstern dem Barfly ins Ohr: “Hier bist du genau richtig!” Großes Brimborium bei der Eröffnung. Hübsche Hostessen, strahlende Starlets, wundersame Wichtigtuer in rauen Mengen. Die gewaltige Veranstaltung mit 1000 Gästen setzte einen lauten Paukenschlag für die City-West. Sehr schön. Glanz, Glamour, und was man so dafür halten mag funkelte um die Wette und schlürfte Schampus. Ein Becker-Sohn, eine Westernhagen-Tochter und ein fantastischer Vier waren ebenfalls zugegen. Getrommel, Schlagzeilen, Karacho. Grace Bar Im Hause finden sich ebenfalls Restaurant und Bar mit ebenjenem Namen “Grace”, womöglich in Erinnerung an prominente Gästemomente zu besten Zeiten des alten “Hotel am Zoo”, als Grace Kelly und Sophia Loren hier verkehrten. Wie bewährt sich die Bar im Alltagsbetrieb? Kann es ein getränketechnischer Hotelbar-Hot-Spot auch für Berliner sein, wie es der Curtain-Club, die Monkey Bar oder die Bar am Steinplatz schafften?

Das Design ist schon einmal bemerkenswert. Geschickt werden die gewaltigen Raumhöhen inszeniert. Fensteroptik, nackter Backstein, Weiterlesen

Eine Zwiwwel sorgt für Tränen – selbst bei den Kochprofis

Dieser Bericht würde ach so gerne eine warmherzige Empfehlung sein. Stattdessen ist es ein trauriger Nachruf zu einem Restaurant in Berlin-Wilmersdorf, das nicht einmal die Kochprofis von RTL 2 zu retten vermochten.

Restaurant Zwiwwel

Das Restaurant Zwiwwel war all die Jahre eine versteckte Perle in der Bruchsaler Straße, nicht weit vom Bundesplatz. Uralt, mit Mobiliar, welches zur Kaiserzeit genau so eine Gaststube hätte ausstatten können, war die Zwiwwel stets eine kleine Zeitreise mit ordentlicher Speisenbegleitung. Es muss so zehn Jahre her sein, da lohnte sich der Weg durch die halbe Stadt alleine der genialen Seaks wegen. Das war noch die Zeit vor der großen Fleisch-Welle. Damals waren herrliche Cuts, wie T-Bone, Ribeye oder Porterhouse höchstens regelmäßigen USA-Reisenden ein Begriff. In der Zwiwwel beherrschte der Koch den Grill und die Entrecôtes waren genial. Ich erinnere mich noch an den damaligen Betreiber mit einer knarzigen Reibeisenstimme und der Berliner Mischung aus Herz und Schnauze.

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