Mysteriöse Post von Barworkz

Ich mag es, wenn der Postbote Sendungen bringt, die Getränke enthalten. Heute gab es Rätselhaftes aus der Holzbox von Barworkz.

Jene Barberater  schickten einen unbeschrifteten Flakon. Zuvor war bereits aus dem Dunstkreis von Mixology eine Sendung zu Prüfzwecken angekündigt worden.

Zaubertrank?

Zaubertrank?

Rasch geöffnet, verströmte der Duft die Aura von Holz, wie er für Cognac und Armagnac typisch ist. Nicht wenige Spirituosen-Verkostungen der letzten Zeit führten jedoch aufs Glatteis. Mit ein wenig Luft dringt dann jedoch eine Rum-Charakteristik durch, wie ich sie schätze. Eher aromatisch-alkoholisch geprägt und nicht ganz so klebrig-karamellig, wie das Melasse-Destillat zuweilen daher kommt (warum die Leute beispielsweise den Diplomatico so begehren, muss ich nicht verstehen, gell?). Ich wurde jedenfalls erinnert an einige angenehme Panama- oder Demerara-Tropfen.

Nun bin ich natürlich gespannt auf des Rätsels Lösung.

www.barworkz.de

www.mixology.eu

www.barconvent.de

Katzendöner von Little Lucy

Da ist wohl anscheinend jemand kein Katzenliebhaber. Kulinarische Street Art mit eigenwilliger Note entdeckte ich kürzlich an der Landsberger Allee, nahe der Ecke zur Richard-Sorge-Straße.

Little Lucy ist eine Schöpfung des großartigen Berliner Street Art Künstlers „El Bocho“, der, neben weiteren Kreationen, immer wieder jenes unschuldige Mädel, das es faustdick hinter den Ohren hat, an Berlins Wänden auftauchen lässt.

Oft ist eine Katze mit von der Partie. Oft wird diese Katze recht schlecht behandelt und landet in der Waschmaschine oder am Strick. In diesem Fall ziert die Mieze den Dönerspieß und Little Lucy präpariert die nächste Portion.

Vielleicht speist El Bocho lieber Currywurst?!

Mehr zum Künstler: www.elbocho.net

Peking-Ente im Shanghai?

Was für ein Idiot bin ich, der die deutlichsten Warnsignale übersieht. Draußen hängt die Leuchtreklame, die besagt: Entenkönig! Peking-Ente! Warum nennt sich das Lokal dann Shanghai? Sollten wir uns vor Shanghai-Enten in acht nehmen? Nein, das aufrechte Shanghai kann nichts dafür, wir sollten nur diese eine Adresse an der Kantstraße meiden.

Geiz ist grottig, aber der doofe Eichi musste ja auch den Tip-Gastroheft-Gutschein für das Peking-Ente-Menü ausschneiden, um dann an dem Lokal (beim fluchtartigen verlassen, erst) die Tafel zu entziffern, die besagt: Entenmenü 50% für jeden. Gehässig skandiert bestimmt das Personal: Sparfuchs, wir wissen wo die Ente hängt.
Die Inneneinrichtung ist relativ uninspiriert und unterkühlt. Eine grelle Lichterkette über dem tresen bildet das optische Highlight (sic!). Wer so ein fades Ambiente wagt, kann ja dann nur durch Kochkunst punkten? Nein. Nein!

In der Karte steht in maximalen Lettern: „Unser Koch hat die Goldmedaille.“ Oho! Aha! Beeindruckend. Nein??  Diese hier entpuppte sich beim näheren lesen des Kleingedruckten als Auszeichnung für das bereiten einer Platte im Jahre 1970(!).

Aus diesem Jahr stammten womöglich die Dekorationsbeigaben auf dem Teller. Meine Sinnesorgane wollten sich den gelb-bräunlich dahinwelkenden Elementen nicht so weit nähern, um zu erfahren, ob es sich um alte Petersilie oder gammeligen Koriander handelte. Weiterlesen

Let´s go serving now…

everybody´s learning how. Come on it´s a party with Stan. Du dub dub dub…

Stanislav Vadrna ist seines Zeichens der Marken-Botschafter (bzw. Brand Ambassador) der traditionsreichen japanischen Whisky Marke Nikka. Nikka dachte sich einen sehr schönen und ungewöhnlichen Wettbewerb für Bartender aus, den Nikka Perfect Serve Contest, bei dem es nicht nur um den Drink geht, sondern auch um Ästhetik, Präsentation, sauberes Arbeiten und die Kommunikation mit schwierigen Gästen.

Dem Wettbewerb selbst konnte ich nicht beiwohnen, was sehr schade ist, da die „schwierigen Gäste“ durch die Jury verkörpert wurde, bestehend aus Dirk Becker (Rum Club), Mike Meinke (Triobar) und Ricardo Albrecht (Lebensstern), die ich zu gerne in diesen Rollen erlebt hätte. Verlockender Hauptpreis ist eine Reise nach Japan. Berlin bildet einen der Orte der Vorausscheidung. Das Finale steigt am 27. September in Paris.

Zuvor gab es in den schönen Räumlichkeiten der Bar Lebensstern einen Vortrag von Stan, der die Geschichte der Destillerie, Verkostung einiger Destillate und Hinweisen zu Drehmomenten von Flaschen und Sauberkeit von Fingernägeln beinhaltete.

Ich war sehr gespannt auf den Vortrag, da mir bereits bekannt war, dass die Unternehmensgeschichte von Nikka sehr spannend ist. Zudem konnte japanischer Whisky Weiterlesen

Freiheit! Sprechen wir über Whisky

George Bernard Shaw bemerkte einst:

„Whisky ist flüssiges Sonnenlicht“

Gut, dass heute vielfältige Sonnenstrahlen anregend kitzeln, gen Köpenick aufzubrechen, wo Freitag und Samstag an der Freiheit 15 der 11. Cöpenicker Whiskyherbst statt findet.

Der Eintritt beträgt 8.- Euro.

Öffnungszeiten: Freitag, 3. September 15:00 bis 23:00 Uhr
Sonnabend, 4. September 12:00 bis 23:00 Uhr.

Mehr Info: www.whisky-herbst.de

Tim Raue – Fernsehstar!?

Genau jetzt, Anfang September eröffnet Tim Raue sein neues Restaurant mit dem originellen Namen „Restaurant Tim Raue“. Der Name macht Sinn, denn bislang unterhielt man sich eher mit den Worten: „Wir gehen zu Tim Raue“, als dass man verkündete: „Wir gehen ins Ma“.

Interessante Lage, die er sich ausgesucht hat, die Rudi-Dutschke-Straße (ehemals Koch(!)-Straße). Zurück zu den Wurzeln, nach Kreuzberg und zugleich gefühlte Mitte. Ich selbst scharre bereits neugierig und ungeduldig mit den Füßen, gespannt, wie es wird. Vieles wird vertraut bleiben: Die großartige asiatisch inspirierte Küche natürlich, und das Küchen- und Serviceteam, das mit Raue und seiner Frau mit zieht und ihm ins neue Haus folgte.

Tim Raue ist noch jung und für eine Restaurant Neueröffnung braucht man das Geld. Das wird der Hauptgrund sein, warum er sich für das wenig originelle Sat 1 Format hergegeben hat, in dem Menschen nicht vor einer Jury singen, sondern kochen.

Mit militärischer Strenge und angemessener Skepsis urteilt die Jury

Mit militärischer Strenge und angemessener Skepsis urteilt die Jury

Man nehme das erfolgreiche Konzept einer Casting-Show, mische es mit dem gleichfalls beliebten Phänomen der Kochsendung, würze es mit dramaturgisch abgestimmter Musik und klopfe vorher einige Menschen weich. Menschen wie Du und ich? Nee, ein bisserl bunter, schriller, dramatischer darf es schon sein. Der sympathische schwule Pleitegeier, der harte Tätowierte, die Alleinerziehende, die Mutter der Magersüchtigen, die rheinische Frohnatur und ein paar Alibi-Graue-Mäuse.

Dann kommt das Highlight der freitäglichen 20.15 Uhr Unterhaltung: Trommelwirbel, Spannung, mit-fiebern beim….na?….was wohl?…..Klar: Zwiebeln schälen.

Tim Raue muss den Bohlen mimen und mit diabolischer Strenge und eleganter Autorität verkünden: „Das Messer kann euer größter Feind sein. Oder die Verlängerung eures Armes!“ Ui! Ich werde schmerzvoll erinnert an meine Zeit bei der Bundeswehr in Schongau, als der Hauptfeldwebel verkündete: „Männer, morgen geht es in den Sauwald. Da scheint niemals die Sonne. Besonders nicht für Sie!“

Möge im neuen Restaurant Tim Raue ganz viel Sonne scheinen! Alles Gute zum Auftakt.

Tim Raue Restaurant, Rudi-Dutschke-Straße26, 10969 Berlin-Kreuzberg

Dienstag bis Samstag
12.00 – 14.00 Uhr und  19.00 – 22.00 Uhr

Telefon: 030 – 2 59 3 79 30

www.tim-raue.com

www.sat1.de/deutschlands-meisterkoch/video/

Altes West-Berlin im Eulenspiegel

Ein gelungener Abend hat mit wundervoller Gesellschaft, köstlichem Essen, prachtvollen Getränken, munterer Diskussion und auch dem Austragungsort derselben zu tun.

An jenem Abend im August war wunderbare Gesellschaft zur Hand, die munter debattierte und neugierige Erwartungen hegte, was sich hinter dem ominösen „Privatrestaurant“ wohl verbergen mag. In der Tat sperrt eine güldene Kordel den Eingang für all jene, die ohne Anmeldung neugierig durch die Türe linsen und verhindert so jegliche Nachwuchswerbung für das Lokal.

Die Küche versteht ihr Handwerk im Umgang mit  sorgfältig gewählten Zutaten. Vorab reichte man nette Salami, Schinken, Flammkuchen und Allerlei. Gefolgt von einem eher belanglosen Hummersalat. Die gefüllte Perlhuhnbrust, nach Backhendl-Art zubereitet, mit einem originellen warmen Zitronen-Kartoffelsalat, war saftig und sehr schmackhaft. Die Kartoffelvariante wurde mit „Bayerischer Art“ kommuniziert, was verwundert, ob der kargen Ausbeute bayuvarischer Zitronenplantagen.

Der abschließende Pfirsich-Melba verdeutlicht womöglich am ehesten den Stil des Hauses.
Wir befinden uns im alten West-Berlin vor dem Mauerfall. An den Wänden ein alter Fritz, gegenüber ein röhrender Hirsch. Gerade wurde die Lichterkette erfunden und Ragout Fin hat den Toast Hawaii als Standardgericht abgelöst. Weiterlesen

Merkwürdige Britische Bar

Ein Speakeasy war das nicht. Scheint sich herumgesprochen zu haben, diese Location in London. Der Reiseführer versprach Trunkenheit nach ungemeiner Vielfalt, Auswahl an Kultur und Trinkgefäße aus mehreren Jahrtausenden.

Reading Room – sie sagten mir, Dichter, Musiker und Revolutionäre hätten sich hier berauscht. Enlightenment Gallery – sie versprechen Erleuchtung. Dann kann es sich doch nur um Rum handeln!

Bedrohliche Türsteher:

blieben erstaunlich friedlich und gewährten Einlass.

Ich bin durstig und möchte etwas bestellen. Wo ist das Bar Menu? Anscheinend ist nur ein Exemplar vorhanden, alle fragen nach der Karte von Rosetta, oder so ähnlich. Begehrte Kellnerin, anscheinend. Das Gedränge ist gewaltig, man reicht mir Weiterlesen

Umu = Sprachlos

Nein, nicht wirklich. Zumindest jetzt nicht mehr. „Lasse die Welt, die Du kennst, hinter Dir!“ rät die Homepage dem Besucher. Also auf nach Mayfair.

James Bond lässt grüßen, wenn am Eingang eine geheimnisvolle Taste betätigt werden muss, die eine versteckte Schiebetür betätigt und den Weg frei gibt.

Rechts die helle Taste zum öffnen der Tür

Rechts die helle Taste zum öffnen der Tür

Kann ein Ort glamourös-entspannt sein? Wenn ja, dann dieser. Gedämpfte Gespräche, greller Strass, edle Hölzer, dunkle Anzüge und zerrissene Jeans. Sie alle wollen diese großartige japanische Küche, Kyoto-Style.

Japanische Eleganz

Japanische Eleganz

Der Mittagstisch empfiehlt sich für den begrenzten Geldbeutel, da ab 25 Pfund ein Menü zu haben ist. Die großen 8-Gänge Kaiseki-Menüs für 95 Weiterlesen