No Kangaroo (Kreuzberg)

Bei diesem Namen denken wir alle ganz selbstverständlich….an??
Na, Österreich natürlich!!
Weder ist das No Kangaroo ein Schuhladen, noch erwartet uns vegetarische Pazifik-Küche. Nein, nein, wir tauchen ein ins alpine Berlin in KreuzBERG (66 Meter).

Wenn weltreisende Wirte wütend werden: „Ah, yes, you´re from Austria, great: Mel Gibson, lovely: Sydney, fabulous: Ayers Rock.“
No Kangaroo ist da genau die richtige Antwort.

Ganz frisch eröffnet in der dritten Augustwoche 2008 mit viel Engagement und Liebe zum Detail.
Je nachdem, welche Eingangstür man wählt, kommt man entweder in eine freundliche Heurigen-Weinstube, oder in eine deftige Alpenhütte mit Skiern an den Wänden, holzgescheuerten Tischen und Schemeln.
Mutig probierte ich die Sitzmöbel am Tresen, nachdem mir glaubwürdig versichert wurde, sie würden selbst meiner einer aushalten, was sie dann auch taten: es sind Skilifte, die von der Decke hängen!

Peter, der Wirt, begrüsst Weiterlesen

Filipino (Charlottenburg)

Warum nicht einmal die Küche der Philippinen ausprobieren? Seit 2006 existiert dieses erste philippinische Restaurant der Hauptstadt am Richard-Wagner-Platz in Charlottenburg.

Die Spezialitäten aus Fernost sind in der Hauptstadt reichlich präsent, daher wunderte ich mich zunächst, warum diese Regionalküche bislang noch gar nicht vertreten war. Ich glaube, es nun zu wissen.
Der Laden wird sehr freundlich geführt und bereitwillig wird die Karte erklärt, auf Besonderheiten Weiterlesen

The Nature of Spirit Experience – the N.O.S.E.

Update 2009/2010: Die Trennung von Cadenhead und der Umzug in die Uhlandstraße 179/180 haben anscheinend nicht funktioniert. In dem neuen Laden war von Anfang an der Wurm drin. Jetzt (Januar 2010) ist geschlossen.

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Kompetent geführter Spezialhandel zu diversen Destillaten. Vor allem die Bandbreite von Rum als Genussmittel wird hier deutlich. Wer Rum bislang nur im Zusammenhang mit Mixgetränken oder Backwaren konsumiert hat, wird überrascht sein. Ja, ich bin mittlerweile Rum-Fan geworden (El Dorado 15, Ron Zacapa 23, Angostura 1919, etc.)
Auch gibt es eine breite Auswahl an Ginsorten. Seit neuestem auch den Gin aus Berlin – Adler Gin.
Freundlicherweise darf vor einer Kaufentscheidung auch zuweilen probiert werden (in den neuen Räumlichkeiten nur noch gegen Bezahlung).

Die Kenntnisse kamen vor dem Umzug in die Uhlandstraße in regelmäßigen Abständen auch bei Verkostungen und Seminaren zur Geltung.
Das Preisniveau ist angemessen und fair, man zahlt in Charlottenburg halt keinen „Mitte-Zuschlag“.
Für Whisky ist der Nachbar, Cadenhead, zuständig.

Fasanenstraße 4, 10623 Berlin-Charlottenburg

Uma (Mitte)

Zwei Amerikaner am Nebentresen waren beinahe fassungslos: „Wie, es gibt keinen Reis? Ist dies nicht ein japanisches Restaurant?“
Ist es wohl, aber doch auch ganz anders.

Es ist aufregend, in der ersten Woche einer Neueröffnung Gast zu sein. Es ist eine besondere Atmosphäre. Es ist zu früh, um vor der Begleitung den routinierten Stammgast zu mimen. Sätze wie: „Sonst esse ich hier immer den….“, oder „Mit der …. kannst Du nichts falsch machen.“
Und: „Das Übliche!!“ geht schon gar nicht.
Alle dürfen sich neugierig und unbefangen umschauen und die Köche und Kellnerinnen mit Fragen löchern.
Aber jeder ist selbstverständlich extrem gespannt, wie Tim Raue Weiterlesen

Mlooi-Sushi Bar (Charlottenburg)

Ein konsequentes Konzept: es geht um Sushi. Punkt.
Man nennt sich Sushi Bar und das ist zutreffend. Keine zusätzlichen Kinkerlitzchen, wie Yakitori-Spieße, oder Reisgerichte. Der Fisch steht im Vordergrund und ist frisch und schmackhaft zubereitet.

Das Innenraumdesign ist sehr angenehm-modern. Ein helles grün dominiert, mit roten und braunen Farbtupfern. Ich finde es schön.
Man muss nun nicht durch die halbe Stadt nach West-End fahren, um hier den x-ten Sushi-Laden anzutesten. So ungewöhnlich Weiterlesen

Don Camillo (Charlottenburg)

Die Zeit ist hier auf merkwürdige Weise stehengeblieben. Ich habe stets das dejavu Gefühl, vor 30 Jahren bereits hier gewesen zu sein und es sah genau so aus. Damit meine ich nicht angestaubt, nur irgendwie Zeitreise. Heute nennt man das wohl „Retro“. In diesem Fall ist Retro aber ungewollt.

Zeitgemäß und frisch hingegen kommt die Küche des Don Camillo daher und kann im Sommer auf der herrlich begrünten Terrasse am Rande der Schloßstraße genossen werden.
Die täglich frischen Speiseoptionen werden am Tisch optisch präsentiert und die Möglichkeiten der Zubereitung reizvoll erläutert.

Mit Ausnahme der Weinkarte hat der Gast in der Regel hier keine Karte in der Hand. Die Speisenfolge wird mündlich abgesprochen. Am Ende des Abends ist problematischer Weise auch eine EC- oder Kreditkarte nicht hilfreich, denn Kartenzahlung ist hier nicht vorgesehen.
Das ist manchmal ärgerlich, denn die Speisen werden sehr verlockend angepriesen und so manches unbedachte „Oh, ja“ zu einer weiteren Vorspeise Weiterlesen

Sport Klause (Charlottenburg)

Ringen mit dem Rauchverbot. Nirgends wird es deutlicher, als hier: in der Sport Klause.

Was immer der FC Brandenburg 03 (der früher einmal Germania hieß) in der Charlottenburger Fritschestraße verloren hat, ist unklar. Jedenfalls spielen einige der Mannschaften recht erfolgreich auf dem dortigen Rasenrechteck.

Augenblicklich führen die Alten Herren sogar die Tabelle vor Wilhelmsruh und Lichtenberg 47 an.
Die Klause war bislang stets ein froher Ort des schimpfens über Weiterlesen

Trattoria Noi Quattro (Neukölln)

Heute huldige ich einer lebenserhaltenden Maßnahme.
Es begab sich dereinst am Tage des Eröffnungsspiels der Fußball EM. Ein befreundetes Paar (sehr kulinarisch ambitioniert) lud zur Kenntnisnahme ihrer Eheschließung.
Nun kann man zu diesem Anlass wohlmeinend das Glas erheben, oder zusätzlich einfach nur auf nette Leute, umfangreiche Getränke und üppige Büffetausstattung spekulieren.

Letzteres bestätigte sich nicht! Die übersichtlichen Platten mit Antipasti waren flugs aufgefuttert. Elegante Zurückhaltung stellte sich als fataler Fehler heraus. Lautes Magenknurren verstörte weitere Gäste.

Wenig später stieg die Bereitschaft, Fußball gegen Futter zu tauschen und auf dringende kulinarische Erkundung zum nahen Südstern zu strömen.
Auch wenn wir Weiterlesen

San Marino (Charlottenburg)

Die bewährten Recken vom Savignyplatz waren schlau und sicherten sich eine einträgliche Lage direktomento vor dem Museo Pergamonnn.
Hat man Pech, so erwartet uns im Inneren eine Reisegruppe, die dort auch presto abgespeist wird.
Sahnesoße und noch was mit Fleisch.
Haben wir Glück…..habe ich noch nicht erlebt.

Hungrig nach (also anschließend) archäologischen Höhepunkten. So kehren wir ein.
Anspruchsvoll hungrig – wir ziehen besser weiter.

Kula Karma in den Rosenhöfen

Das Kula Karma in den Rosenhöfen war eines dieser Gastro-Projekte rings um Oranienburger Straße und Hackeschen Markt, die sehr ambitioniert begonnen haben, um dann leider nachzulassen.

Anfangs gab es viele gute Kritiken in der Hochglanzpresse und die Kundschaft strömte.
Anfangs gab es schöne Drinks mit frischen Zutaten.
Anfangs war ich Fan von dieser pazifischen Fusion-Küche in ungewöhnlichem Raumstyling.

Später wurde das Essen langweiliger. Ich hatte den Eindruck, auch die Zutaten veränderten sich.

Jetzt ist das Kula Karma an dieser Stelle geschlossen worden.

Es wird demnächst eine Neueröffnung geben und zwar in der Dorotheenstraße zwischen Maritim Hotel und future-ex-US-Botschaft.

Mal sehen, vielleicht wohnt diesem Neuanfang ja ein hoffnungsfroher kulinarischer Zauber inne.