Französischer Feierabend beim Wein

Eine schöne Idee brachten die Winzer aus der Bordeaux-Region mit nach Berlin. Ein Schluck, ein Happen, ein Klang zum Feierabend.

In Frankreich weit verbreitet ist der gemeinsame entspannte Tropfen nach einem langen Arbeitstag. Zu nicht allzu später Stunde gönnt man sich eine kleine Auszeit in angenehmer Gesellschaft und Atmosphäre.

Verkostung und Seminar

Verkostung und Seminar

Bei zahlreichen Cocktailbars erstaunen mich ab und an die späten Öffnungszeiten von 20 Uhr. Gut, oft gehört es zum Konzept der Nacht und des Verweilens, aber für eine Aperitif-Verabredung vor dem Weiterlesen

Bacardi trifft China. Ein Legacy Augenblick.

Einen Bericht über karibischen Rum wollte ich vermutlich schon immer mal mit den Worten beginnen: Neulich in Shanghai.

Neulich in Shanghai...

Neulich in Shanghai…

Also: Neulich in Shanghai erlebte ich auf bezaubernde Weise, wie international und familiär die Bartender-Community rings um den Erdball aufgestellt ist. Ich hatte in diesem Jahr das Privileg, zu dem Weltfinale des bedeutenden Bartender Wettbewerbs ´Bacardi Legacy´ nach Puerto Rico eingeladen zu sein.

Bacardi Legacy Finale 2013

Bacardi Legacy Finale 2013

Neben einer eindrucksvollen Destillerie, einer wundervollen Landschaft, bemerkenswerten Persönlichkeiten und hochinteressanten Drinks blieb mir vor allem anderen in prägender Erinnerung, wie der Austausch unter den Bartendern eine internationale Gemeinschaft aus Bartendern formte, die eigentlich als Konkurrenten angetreten waren.

Bedeutsame Wettbewerbe, wie die Bacardi Legacy, können Bartender-Karrieren nachhaltig prägen. Das wussten die Teilnehmer des Welfinales, die aus aller Welt anreisten. Von Schweden bis Südafrika, von Thailand bis Mexiko, kamen die Kandidaten angereist. Die spätere Siegerin kam aus Moskau. In einer solchen Runde merkt man rasch, dass Essen, Trinken und Genuss eine der universellsten Verständigungsarten darstellt, auch wenn man keine gemeinsame Sprache hat. Gerade in China, wo die Kommunikation des Öfteren eine wahrlich gigantische Hürde bedeutet, verstehen alle die einschlägigen Gesten und Geräusche, wenn es schmeckt.

Neulich in Shanghai erlebte ich dank der Unterstützung des dortigen Magazins für Barkultur Weiterlesen

Sorgfältig eingeschenkt und kritisch verkostet – Brewberlin bespricht Bierthemen

Brew Berlin ist Online. Das Thema Bier begeistert. Neue Gerstensäfte drängen auf den Markt, frische Bierstile machen Furore und klassische Hopfensorten und Sude erleben eine Wieder- und Neuentdeckung. Zeit für ein paar neue Striche auf dem Bierdeckel!

Eins auf den DeckelIch selbst begleite das Thema genussvoll seit einiger Zeit auf unterschiedliche Weise. Bierhistorische Stadtführungen, Bierverkostungen, Artikel in Mixology – Magazin für Barkultur, Bier & Brauhaus und das Buch „Von Ale bis Zwickel„. Dazu stelle ich meine Verkostungsnotizen auf der bewährten Bier-Bewertungsplattform Bier-Index.de ein.

Nun kommt eine neue Bierplattform im Internet hinzu: www.brewberlin.com

Gemeinsam mit den Autoren von Mixology und den Veranstaltern des Bar Convent Berlin entsteht das neue Forum für Neuigkeiten rund um das Bier. Darin präsentieren wir Bier-News, Interviews, kritische Anmerkungen, Berichte zu Veranstaltungen und Geselliges mit Gerstenmalz aus dem Herzen der Hauptstadt: Brew Berlin!

Ich selbst darf zu diesem Projekt mit Aktivitäten und Berichten beitragen und freue mich auf spannende Themen, regen Austausch und natürlich prächtigen Biergenuss.

Daher: Sehr zum Wohle und bis auf bald bei Brewberlin.com

Heutige Hopfung

Peruanische Gaumenfreuden – Mehr als nur Pisco

Die Bar- und Spirituosenwelt fiebert dem Bar Convent Berlin am 8. und 9. Oktober entgegen. Das diesjährige Gastland der Getränkemesse ist Peru und wer sich mit Pisco bereits näher beschäftigt hat weiss, wie vielseitig und köstlich jenes Traubendestillat sein kann. Da geht durchaus noch mehr, als nur der bewährte Klassiker: Pisco Sour!

Das Peru kulinarisch durchaus noch etwas mehr zu bieten hat, durfte ich jüngst im Restaurant Serrano in Wilmersdorf erfahren. Ich war ein früher Gast an einem Dienstag und betrachtete anfangs die zwei leeren Gasträume etwas sorgenvoll, aber rasch füllte sich das Restaurant und die Atmosphäre belebte sich angenehm.

Feine Vorspeisenauswahl

Feine Vorspeisenauswahl

Sehr freundlich und engagiert, lässt das Personal den Besucher unmittelbar spüren, dass man hundertprozentig hinter den Produkten und der Küchenphilosophie steht. Die Auswahl ist überschaubar, aber dennoch abwechslungsreich, wobei neben der gemischten Vorspeisenplatte der frische Fisch und die Meeresfrüchte besonders empfehlenswert sind. Das Nationalgericht Cevice, mariniertes Kabeljaufilet mit Zwieblen, Limettensaft und Süßkartoffeln, darf nicht fehlen. Um die 15 Euro kosten die Gerichte. Fleischgerichte mit Weiterlesen

Bier und Whisky – Ein Wochenende der Gerste steht bevor

Ein herrliche Auswahl an glorreichen Getränken erwartet die Connaisseurs der Hauptstadt in diesen Tagen. Der bewährte Whisky Herbst, der seit 2001 nach Köpenick bat, wechselt in diesem Jahr seinen Standort und ruft die Freunde des „Flüssigen Sonnenlichts“ (George Bernhard Shaw) auf des Gelände der alten Malzfabrik nach Tempelhof, das bereits für die Craft Beer Days Berlin im Juli getränketechnisch erprobt wurde.

Freitag der 13. ist ein Glückstag, da der Whisky Herbst seine Pforten von 15 bis 22 Uhr öffnet. Samstag der 14. vespricht Freude, da das Gelände von 12 bis 22 Uhr betrunken werden darf.

Vom Südkreuz läuft man ca. 10 Minuten. Erst den IKEA Parkplatz überqueren und dann erblickt man die Dachaufbauten und den Turm mit dem Schultheiss der Malzfabrik.

Eintritt beträgt 10 Euro. Mehr Info unter: www.whisky-herbst.de

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Als Ort interessanter Brauwaren dient vom 12. bis 14. September das RAW Gelände in Friedrichshain, rings um das Badehaus Szimpla. Bestens zu erreichen über U+S Warschauer Straße. Dem Ruf auf das Braufest Berlin folgen einige hervorragende Braumeister und Brauereien, die sich dem Craft-Bier verschrieben haben und kraftvolle Hopfenaromen und weitere Geschmacksnoten in ihre Biere zaubern.

Bei freiem Eintritt Weiterlesen

IPA Day – Heute feiert das India Pale Ale

Heute, am 1. August, könnten wir den Geburtstag von Artur Brauner, Bastian Schweinsteiger und Enie van de Meiklokjes feiern, den Namenstag von Alfons und Abel zelebrieren oder der Gründung von Borussia Mönchengladbach 1900 und der Erstveröffentlich des Räuber Hotzenplotz 1962 gedenken.

Viel lieber stoßen wir auf den Welt IPA Tag an, sinnvollerweise mit ebenjenem Bier. 2011 knallten erstmals die Kronkorken, um am ersten Donnerstag im August das India Pale Ale als Kultgetränk zu feiern. Praktischer Weise liegt der erste Donnerstag im August regelmäßig genau einen Tag vor dem ersten Freitag im August. Dann ist nämlich International Beer Day, der seit 2007 an selbigemem Tage begossen wird.

IPA Day VorbereitungDie Vorbereitung läuft, angemessene IPAs stehen bereit, um dem Anlass würdig zu Gedenken. Eine signifikante Veränderung zu den Vorjahren muss vermeldet werden. Die Twitter Gemeinde Weiterlesen

Auf ein Bier (oder zwei): Craft Beer Days Berlin

Eine hoffentlich sehr entspannte und familiäre Bierveranstaltung steht am 27. und 28. Juli in der alten Malzfabrik in Tempelhof bevor. Anders als auf der riesigen Biermeile, die am ersten Augustwochenende die Horden der Bierseligkeit auf die ehemalige Stalinallee kommandiert, widmet die Veranstaltung in der atmosphärischen Malzfabrik ihre Aufmerksamkeit den aktuellen Bierstilen aus den kleinen Craft-Brauereien.

Malzfabrik

Wo einstmals Schultheiss seine Gerste mälzte, finden heute zahlreiche Projekte und Unternehmungen mit nachhaltiger Zielsetzung und kreativem Ansatz eine vielversprechende Heimat. Dazu kommen Veranstaltungen, teilweise auch mit genussreichem Aspekt, wie beispielsweise der Whiskyherbst, der in diesem Jahr von Köpenick hierhin umzieht, oder eben die Craft Beer Days, die im Hamburger Raum bereits für bierige Freude sorgten und nun nach Berlin laden.

Zahlreiche Brauer folgen dem Ruf in die Hauptstadt und so erwartet die Besucher eine aromatische und auch internationale Mischung an feinen Bieren. Langweilige Industrieplörre darf getrost zuhause bleiben. Besonders freue ich mich auf die schottische Kultmarke Weiterlesen

Segen oder Fluch? Zwei Seiten der Biermedaille.

Es ist eine schöne, beinahe verblüffende Meldung, die verkündet: Die Brewers Association aus USA entsendet Brauspezialisten und Bierspezialitäten zur Berliner Biermeile.

biertekuDas Herz eines jeden wahren Bierfreundes möchte spontan in die Höhe hüpfen bei der Aussicht, die ungewöhnlichen und spannenden Biere aus Brauereien wie Sixpoint, Sierra Nevada, Epic oder Victory bald in der Hauptstadt verkosten zu dürfen.

Nach dem Erfolg einer Veranstaltung wie der Braukunst live in München und zunehmendem Interesse bei Medien und Publikum an aromatischem und besonderem Gebräu mag Deutschland nun allmählich bereit sein, das Phänomen zu wertschätzen, das dem bewährten Durstbier nun noch ein anspruchsvolleres Genussbier an die Seite stellt und dem hiesigen Gaumen neue Möglichkeiten und Herausforderungen beschert. Ich freue mich also.

Ich freue mich und bin zugleich sorgenvoll, beinahe entsetzt. Wer mag nur auf die wahnwitzige Idee gekommen sein, das ausgerechnet die Berliner Biermeile den Rahmen bietet, um den amerikanischen Brauern ihr mögliches künftiges mitteleuropäisches Publikum näher zu bringen.

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Jeder der das Internationale Berliner Bierfestival kennt weiß, dass man den Zusatz im Namen „Genießer Biermeile“ nicht allzu ernst nehmen darf. Auch wenn jedes Jahr einige wunderbare Biere und Brauereiperlen in dem Rummel verborgen schlummern, kommt die Veranstaltung in erster Linie einem alkoholgeschwängerten Volksfest nahe und weniger einem genussvollen Verkostungstermin. Horden von ach-so-lustig kostümierten Kampftrinker Clans wetttrinken sich entlang der Weiterlesen

Wenn Alkohol die Mittlere Reife erreicht …

… dann darf er auch mal auf Klassenfahrt gehen. Diese Meinung vertritt zumindest Thomas Henry und rief zum Klassentreffen, das seit seiner Premiere 2011 rasant Kultstatus erlangte. Bis zuletzt wurde der Treffpunkt geheim gehalten und erst wenige Stunden vor Beginn der Lehrveranstaltung lautete der Treffpunkt auf Zimmer- Ecke Wilhelmstraße. Rätselraten. Sollte aus dem Klassentreffen eine Klassenfahrt werden? Mehrere Optionen befinden sich vor Ort. Es ist der Treffpunkt der knatternden und qualmenden Trabi-Safari. Sollten die Rennpappen bestiegen werden und die Teilnehmer bei der Fahrt in der überdachten Zündkerze entlang touristischer Routen als beliebte Kleindarsteller in japanischen Heimvideos verewigt zu werden? Oder eine Fahrt mit dem Ballon, der in luftiger Höhe einen bemerkenswerten Panoramablick über die Skyline der Hauptstadt offenbart? Nein, eine Fahrt mit dem Fahrstuhl brachte die Schüler der Schüttelkunst, die Eleven des Eises und die Pennäler der Pullenkunde auf die entspannte Dachterrasse des E-Werks mit dem elektrisierenden Ausblick.

Alle mit Abschlussnote 1

Alle mit Abschlussnote 1

Die kultige Berliner Limonadenmarke Thomas Henry, die nicht nur die Bandbreite an Tonic Water schmackhaft erweiterte, sondern mit dem Erfolg seines Ginger Beers seinerzeit einen Branchenriesen derart ärgerte, dass Klagen ins Feld geführt wurden. Nun heißt Ginger Beer bei Thomas Henry Spicy Ginger, bei Schweppes Ginger B und weitere kreative Ingwerwortwürzen purzeln in die Gläser mit Gosling´s Rum für einen Dark & Stormy. An diesem Klassentreffen vermählte sich Spicy Ginger allerdings eher mit der gegenüberliegenden Seite der Erde, mit Vodka. Die frisch entdeckte Kombination von Russian Standard Vodka mit Gurke im Kupferbecher entpuppte sich als Renner des Abends. „Russian Mule“ lautete die Bestellung und das Getränk war dem Gin & Tonic im Pappbecher ästethisch definitiv überlegen. Und das obwohl mit Monkey 47 kein schlechter Gin an den Bar-Start gegangen war.

Russian Mule vor der Kulisse des Finanzministeriums

Russian Mule vor der Kulisse des Finanzministeriums

Schmackhaftes Barbecue reichten die Grillmeister und die Bartender mixten im Akkord eine Bandbreite von Cocktails, bei denen jeder Weiterlesen

Für mich könnt´s heute Whisky regnen

Der Sturm fegte über den Alexanderplatz und sorgte für windige Gestalten, tosendes Gelächter, feuchtes Amüsement und angemessen durchnässte Kleidung. Tröstliche Tropfen reichte man den wackeren und sturmerprobten Probanten an der kleinen Bar, an der jener neue Talisker Storm, der im Rahmen der beinahe Sintflut beworben wurde.

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Die zauberhafte und charmante Wetterfee bediente jenen fatalen Hebel, mit dem sie die Stärke der Bestürmung regulierte und Wetter ausnahmsweise einmal nicht vorhersagte, sondern Weiterlesen